Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

CAST-Förderpreise IT-Sicherheit verliehen

14.11.2008
Insgesamt 13.000 Euro Preisgelder für sieben Abschlussarbeiten vergeben

Zum achten Mal hat der CAST e.V. am 13. November 2008 im Fraunhofer-Institut Graphische Datenverarbeitung IGD in Darmstadt den CAST-Förderpreis für IT-Sicherheit an herausragende Nachwuchstalente der IT-Sicherheit verliehen.

In diesem Jahr wurde wieder ein Preisgeld von insgesamt 13.000 Euro in den Kategorien Master und Diplomarbeiten, Bachelorarbeiten, sowie Fachinformatiker ausgelobt.

Die diesjährigen Förderpreise des CAST-Forums in der Kategorie Master- und Diplomarbeiten gehen an Dominik Herrmann (Universität Regensburg), Timo Gendrullis (Ruhr-Universität Bochum) und Erik Tews (TU Darmstadt). In der Kategorie Bachelorarbeiten gewannen Michael Kirchner (FH Hagenberg), Pascal Schöttle (Universität Duisburg-Essen), Reinhard Riedmüller (FH Hagenberg). In der Kategorie Fachinformatiker setzte sich Benjamin Tews von der TU Darmstadt durch.

In der Kategorie Master- und Diplomarbeiten belegte Dominik Herrmann von der Universität Regensburg mit seiner Arbeit "Analyse von datenschutzfreundlichen Übertragungstechniken hinsichtlich ihres Schutzes vor Datenverkehrsanalysen im Internet" den ersten Platz. Dominik Herrmann wendet Text-Mining-Techniken an, um mit hoher Wahrscheinlichkeit die Adressen von Webseiten beim Surfen im Internet selbst in verschlüsselten Datenströmen zu bestimmen und macht hiermit auf bislang kaum betrachtete Gefahren für den Datenschutz und die Privatsphäre bei der Nutzung des Internets aufmerksam.

Der zweite Platz ging an Timo Gendrullis von der Ruhr-Universität Bochum. In seiner Arbeit "Hardware-Based Cryptanalysis of the GSM A5/1 Encryption Algorithm" beschreibt Gendrullis einen erfolgreichen Angriff auf das in Handy-Netzen weit verbreitete Verschlüsselungsverfahren GSM A5/1. Mit Hilfe einer Spezialhardware und der Kenntnis weniger Information des Klartextes ist das Verfahren in weniger als sechs Stunden gebrochen.

Mit seiner Arbeit "Attacks on the WEP protocol" belegt Erik Tews von der TU Darmstadt den dritten Platz. Sein Beitrag verbessert erfolgreiche Angriffe auf das WEP Verschlüsselungsverfahren, dass, obwohl als unsicher angesehen, bei der WLAN Verschlüsselung noch weite Verbreitung findet, Dauerten Angriffe zuvor zwischen 10 und 20 Minuten, so sind sie jetzt in unter einer Minute durchführbar.

In der Kategorie Bachelorarbeiten gewann Michael Kirchner von der FH Hagenberg den ersten Preis für seinen Beitrag "Erkennung von Softwareschwachstellen durch Fuzzing". Michael Kirchner gelingt es, durch gezieltes Einspielen von falschen Parametern, Schwachstellen in Systemen zu entdecken. Seine Methode lässt sich weitgehend automatisieren.

Pascal Schöttle von der Universität Duisburg-Essen erreichte in dieser Kategorie den zweiten Platz mit seiner Arbeit "Einsatz von Anomalieerkennung in Reliable-Server-Pooling-Systemen zur Verbesserung der Robustheit gegen Denial-of-Service-Angriffe". Durch den Beitrag von Pascal Schöttle werden Angriffe auf die Verfügbarkeit von Serversystemen anhand der Erkennung von Anomalien im Systemverhalten deutlich erschwert.

Der dritte Preis in der Kategorie Bachelorarbeiten geht an Reinhard Riedmüller (FH Hagenberg). Seine Arbeit "Analyse von hardwarevirtualisierenden Rootkits" macht die Gefahren des parallelen Betreibens mehrere Betriebssysteme auf einer physikalischen Hardware deutlich. Das Erkennen von Schadsoftware ist in solchen Umgebungen besonders schwierig. Riedmüller zeigt hier Lösungsansätze auf.

In der Kategorie Fachinformatiker setzte sich Benjamin Tews von der TU Darmstadt mit seiner Arbeit Konzeption und Integration einer Disaster Recovery Umgebung unter Microsoft Windows Server 2003 durch und kann sich über 1.000 Euro Preisgeld freuen.

Als Sponsoren ermöglichten Dr. Hörst Görtz, die Accenture GmbH, Dr. Wolfgang Böhmer und die CARMAO GmbH den diesjährigen Förderpreis. Auch 2009 wird der CAST-Förderpreis wieder verliehen werden. Details zum Förderpreis und Informationen zu den Aktivitäten des CAST e.V. finden sich unter http://www.cast-forum.de.

Mit dem CAST-Förderpreis werden jedes Jahr hervorragende Studien- und Abschlussarbeiten ausgezeichnet. Der Preis wird in den drei Kategorien Master- und Diplomarbeiten (Universitäten, Fachhochschulen und Berufsakademien), Bachelorarbeiten (Universitäten, Fachhochschulen und Berufsakademien) und sonstige Abschlussarbeiten (Fachinformatiker, Weiterbildung) vergeben.

Das CAST-Forum, dem unter anderem die TU Darmstadt und Fraunhofer Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD angehören, bietet vielfältige Dienstleistungen im Bereich der Sicherheit moderner Informationstechnologien mit Schwerpunkt auf dem Internet. Es versteht sich als offenes Netzwerk von Kompetenzträgern, an das Partner aus Industrie und Wirtschaft angeschlossen sind. Die Zielsetzung des Forums ist, den Transfer von Technologie und Know-how zwischen Forschung und Praxis zu realisieren.

Jörg Feuck | idw
Weitere Informationen:
http://www.cast-forum.de/foerderpreis
http://www.cast-forum.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Klimafreundliche Energie aus Abwärme
20.12.2019 | Technische Universität München

nachricht Der DPG-Technologietransferpreis 2020 geht an Orcan Energy für die Nutzung von Abwärme für die CO2-freie Stromerzeugung
16.12.2019 | Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultraschnelles Schalten eines optischen Bits: Gewinn für die Informationsverarbeitung

Wissenschaftler der Universität Paderborn und der TU Dortmund veröffentlichen Ergebnisse in Nature Communications

Computer speichern Informationen in Form eines Binärcodes, einer Reihe aus Einsen und Nullen – sogenannten Bits. In der Praxis werden dafür komplexe...

Im Focus: Fraunhofer IOSB-AST und DRK Wasserrettungsdienst entwickeln den weltweit ersten Wasserrettungsroboter

Künstliche Intelligenz und autonome Mobilität sollen dem Strukturwandel in Thüringen und Sachsen-Anhalt neue Impulse verleihen. Mit diesem Ziel fördert das Bundeswirtschaftsministerium ab sofort ein innovatives Projekt in Halle (Saale) und Ilmenau.

Der Wasserrettungsdienst Halle (Saale) und das Fraunhofer Institut für Optronik,
Systemtechnik und Bildauswertung, Institutsteil Angewandte Systemtechnik...

Im Focus: A step towards controlling spin-dependent petahertz electronics by material defects

The operational speed of semiconductors in various electronic and optoelectronic devices is limited to several gigahertz (a billion oscillations per second). This constrains the upper limit of the operational speed of computing. Now researchers from the Max Planck Institute for the Structure and Dynamics of Matter in Hamburg, Germany, and the Indian Institute of Technology in Bombay have explained how these processes can be sped up through the use of light waves and defected solid materials.

Light waves perform several hundred trillion oscillations per second. Hence, it is natural to envision employing light oscillations to drive the electronic...

Im Focus: Haben ein Auge für Farben: druckbare Lichtsensoren

Kameras, Lichtschranken und Bewegungsmelder verbindet eines: Sie arbeiten mit Lichtsensoren, die schon jetzt bei vielen Anwendungen nicht mehr wegzudenken sind. Zukünftig könnten diese Sensoren auch bei der Telekommunikation eine wichtige Rolle spielen, indem sie die Datenübertragung mittels Licht ermöglichen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) am InnovationLab in Heidelberg ist hier ein entscheidender Entwicklungsschritt gelungen: druckbare Lichtsensoren, die Farben sehen können. Die Ergebnisse veröffentlichten sie jetzt in der Zeitschrift Advanced Materials (DOI: 10.1002/adma.201908258).

Neue Technologien werden die Nachfrage nach optischen Sensoren für eine Vielzahl von Anwendungen erhöhen, darunter auch die Kommunikation mithilfe von...

Im Focus: Einblicke in die Rolle von Materialdefekten bei der spin-abhängigen Petahertzelektronik

Die Betriebsgeschwindigkeit von Halbleitern in elektronischen und optoelektronischen Geräten ist auf mehrere Gigahertz (eine Milliarde Oszillationen pro Sekunde) beschränkt. Die Rechengeschwindigkeit von modernen Computern trifft dadurch auf eine Grenze. Forscher am MPSD und dem Indian Institute of Technology in Bombay (IIT) haben nun untersucht, wie diese Grenze mithilfe von Lichtwellen und Festkörperstrukturen mit Defekten erhöht werden könnte, um noch größere Rechenleistungen zu erreichen.

Lichtwellen schwingen mehrere hundert Trillionen Mal pro Sekunde und haben das Potential, die Bewegung von Elektronen zu steuern. Im Gegensatz zu...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leopoldina-Symposium: „Mission – Innovation“ 2020

21.02.2020 | Veranstaltungen

Gemeinsam auf kleinem Raum - Mikrowohnen

19.02.2020 | Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage am 14. und 15. März 2020: „Mach es einfach!“

12.02.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Latest News

Active droplets

21.02.2020 | Medical Engineering

Finding new clues to brain cancer treatment

21.02.2020 | Health and Medicine

Beyond the brim, Sombrero Galaxy's halo suggests turbulent past

21.02.2020 | Physics and Astronomy

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics