Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Brupbacher Preis geht an Krebsforscher Michael Karin

29.01.2013
Der Molekularbiologe Michael Karin erhält den diesjährigen Charles Rodolphe Brupbacher Preis für Krebsforschung.

Gewürdigt wird er für seine Studien zur Rolle chronischer Entzündungen bei der Entstehung von Tumoren. Der mit 100’000 Franken dotierte Preis gilt als eine der weltweit höchsten Auszeichnungen für Krebsforscher. Die Preisverleihung findet diesen Donnerstag im Rahmen des internationalen Symposiums zum Thema «Durchbrüche in Krebsforschung und Krebstherapie» in Zürich statt.

Zum elften Mal wird am Donnerstag, 31. Januar 2013 der Charles Rodolphe Brupbacher Preis an einen Wissenschaftler verliehen, der in der Krebsforschung herausragende Leistungen erbracht hat. Für seine Forschung ausgezeichnet wird dieses Jahr Michael Karin, Professor im Departement Pharmakologie der Universität von Kalifornien in San Diego.

Michael Karin ist einer der meist zitierten Autoren in der biomedizinischen Wissenschaft. Bekannt gemacht haben ihn seine grundlegenden Studien über die Rolle chronischer Entzündungen bei der Tumorentstehung, wie beispielsweise Leberkrebs nach einer Infektion mit Hepatitis-B oder -C-Viren oder Magenkrebs durch die Infektion mit dem Magenbakterium «Helicobacter pylori». Ein spezifischer viraler oder bakterieller Erreger ist dabei jedoch nicht erforderlich, denn jede chronisch entzündliche Schädigung der Dickdarmschleimhaut birgt ein stark erhöhtes Krebsrisiko für den Dickdarm. Dazu zählen auch immunologisch bedingte entzündliche Darmerkrankungen.

Nachweis eines ursächlichen Zusammenhangs zwischen Entzündung und Krebsentstehung

Karin ist ein international anerkannter Experte für Signalwege. So heissen die Übertragungswege, mittels denen Zellen auf äussere Einflüsse reagieren. Insbesondere die Einflüsse von Stress und Infektionen haben Karin dabei interessiert. So untersuchte er, wie bei chronischen Infektionen der normale Signalweg der Zelle auf Abwege geraten und als mögliche Folge Krebs entstehen kann.

Michael Karins Arbeiten haben unser Verständnis von den molekularen Grundlagen der Entstehung von Tumoren wesentlich erweitert, und sie sind von entscheidender Bedeutung bei der Entwicklung neuer Strategien für Prävention und Therapie.

Öffentlicher Vortrag von Gottfried Schatz und Preise für den Nachwuchs

Am Vorabend der Preisverleihung lädt die Brupbacher Stiftung zum öffentlichen Vortrag von Prof. Gottfried Schatz mit dem Titel: «Die tragische Substanz. Wie genetische Fehler Alterung und Krebs bewirken». Schatz ist emeritierter Professor der Universität Basel und als Biochemiker eine internationale Kapazität – insbesondere auf dem Gebiet der Erforschung der Mitochondrien, den Energie liefernden Kraftwerken der Zelle.

Der letzte Programmpunkt des Symposiums gehört dem Nachwuchs: Bis zu fünf Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher werden zum Abschluss des Symposiums am Freitag Morgen je einen Young Investigator Award erhalten.

Beat Müller | Universität Zürich
Weitere Informationen:
http://www.uzh.ch

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht 1,6 Millionen Euro für den Aufbau einer Forschungsgruppe zu Quantentechnologien
20.08.2018 | Leibniz Universität Hannover

nachricht EU-Millionenförderung für Deep-Learning-Projekt in Leipzig
15.08.2018 | Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften (MPIMIS)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Mischung macht‘s: Jülicher Forscher entwickeln schnellladefähige Festkörperbatterie

Mit Festkörperbatterien sind aktuell große Hoffnungen verbunden. Sie enthalten keine flüssigen Teile, die auslaufen oder in Brand geraten könnten. Aus diesem Grund sind sie unempfindlich gegenüber Hitze und gelten als noch deutlich sicherer, zuverlässiger und langlebiger als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien. Jülicher Wissenschaftler haben nun ein neues Konzept vorgestellt, das zehnmal größere Ströme beim Laden und Entladen erlaubt als in der Fachliteratur bislang beschrieben. Die Verbesserung erzielten sie durch eine „clevere“ Materialwahl. Alle Komponenten wurden aus Phosphatverbindungen gefertigt, die chemisch und mechanisch sehr gut zusammenpassen.

Die geringe Stromstärke gilt als einer der Knackpunkte bei der Entwicklung von Festkörperbatterien. Sie führt dazu, dass die Batterien relativ viel Zeit zum...

Im Focus: It’s All in the Mix: Jülich Researchers are Developing Fast-Charging Solid-State Batteries

There are currently great hopes for solid-state batteries. They contain no liquid parts that could leak or catch fire. For this reason, they do not require cooling and are considered to be much safer, more reliable, and longer lasting than traditional lithium-ion batteries. Jülich scientists have now introduced a new concept that allows currents up to ten times greater during charging and discharging than previously described in the literature. The improvement was achieved by a “clever” choice of materials with a focus on consistently good compatibility. All components were made from phosphate compounds, which are well matched both chemically and mechanically.

The low current is considered one of the biggest hurdles in the development of solid-state batteries. It is the reason why the batteries take a relatively long...

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2018

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Quantenverschränkung erstmals mit Licht von Quasaren bestätigt

20.08.2018 | Physik Astronomie

1,6 Millionen Euro für den Aufbau einer Forschungsgruppe zu Quantentechnologien

20.08.2018 | Förderungen Preise

IHP-Technologie darf in den Weltraum fliegen

20.08.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics