Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Eine Brücke als Balkon zum Meer

23.03.2010
Deutscher Brückenbaupreis 2010 ging an Prof. Dr. Mike Schlaich von der TU Berlin

Die Stadthafenbrücke in Sassnitz auf der Insel Rügen wurde in der Kategorie "Fuß- und Radwegbrücken" mit dem Deutschen Brückenbaupreis 2010 ausgezeichnet. Entworfen wurde die Brücke von Prof. Dr. Mike Schlaich vom Fachgebiet Entwerfen und Konstruieren - Massivbau der TU Berlin gemeinsam mit Dipl.-Ing. Andreas Keil vom "Ingenieurbüro Schlaich Bergermann und Partner".

Die Seebrücke hat eine Gesamtlänge von 250 Metern und ist über eine Länge von 120 Metern als sogenannter "leichter einseitig aufgehängter Kreisringträger" ausgebildet. Sie ist damit die längste Hängebrücke ihrer Art. Ihre Besonderheit ist vor allem die statisch vorteilhafte exzentrische Verankerung der Hängerseile an "Kragarmen" über der Fahrbahn, die das Aussehen des Bauwerks prägen. Die Brücke verbindet die Stadt Sassnitz mit dem Hafen und überwindet dabei einen Höhenunterschied von 22 Metern.

"Mit dieser elegant geschwungenen Hängebrücke ist state-of-the-art im Fußgängerbrückenbau neu definiert. Wir freuen uns, dass die Brücke bei der Bevölkerung in Sassnitz gut ankommt und hoffen mit dem 'Balkon zum Meer' einen Beitrag zur Baukultur in Deutschland geleistet zu haben", betont Prof. Dr. Mike Schlaich

"Die neue Fußgängerbrücke im Stadthafen Sassnitz - Balkon zum Meer - überzeugt durch eine optimale Kombination von Form und Funktion. [...] Mit ihrem weit gespannten, kühnen Schwung über 22 m Höhenunterschied hinweg erfreut die neue Brücke Betrachter wie Benutzer", heißt es in der Begründung der Jury des Brückenbaupreises.

Der Deutsche Brückenbaupreis wird von der Bundesingenieurkammer (BIngK) und dem Verband Beratender Ingenieure (VBI) alle zwei Jahre vergeben, um den Beitrag der Ingenieure zur Baukultur stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Der Preis dient der Auszeichnung kreativer Ingenieurleistungen in der Königsdisziplin des Ingenieurbaus. Vergeben wird er in den Kategorien "Straßen- und Eisenbahnbrücken" sowie "Fuß- und Radwegbrücken". Zum Deutschen Brückenbaupreis 2010 waren 27 Bewerbungen eingegangen. Daraus hat die Jury je Kategorie drei Bauwerke nominiert und je ein Siegerbauwerk gekürt. Vergeben wurde der Preis am 15. März 2010 in Dresden.

Prof. Dr. Mike Schlaich ist seit 2004 Professor im Fachgebiet Entwerfen und Konstruieren - Massivbau im Institut für Bauingenieurwesen der TU Berlin. Darüber hinaus ist er seit 1999 Partner im Stuttgarter "Ingenieurbüro Schlaich Bergermann und Partner". Filigrane Brücken, schwebende Dächer und wandelbare Konstruktionen - das ist die Handschrift von Prof. Dr. Mike Schlaich. Sein Entwurfs- und Konstruktionsansatz gründet in der Tradition des Leichtbaus. Schlaich hat unter anderem die Ting-Kau-Brücke in Hong-kong geplant, die mit 1177 Metern zu den längsten und schlanksten Schrägseilbrücken der Welt gehört.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Prof. Dr. Mike Schlaich, Fachgebiet Entwerfen und Konstruieren - Massivbau der TU Berlin, Tel.: 030/314-72130, E-Mail: mike.schlaich@tu-berlin.de

Dr. Kristina R. Zerges | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-berlin.de/?id=79102
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/?id=4608

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht 1,6 Millionen Euro für den Aufbau einer Forschungsgruppe zu Quantentechnologien
20.08.2018 | Leibniz Universität Hannover

nachricht EU-Millionenförderung für Deep-Learning-Projekt in Leipzig
15.08.2018 | Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften (MPIMIS)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Mischung macht‘s: Jülicher Forscher entwickeln schnellladefähige Festkörperbatterie

Mit Festkörperbatterien sind aktuell große Hoffnungen verbunden. Sie enthalten keine flüssigen Teile, die auslaufen oder in Brand geraten könnten. Aus diesem Grund sind sie unempfindlich gegenüber Hitze und gelten als noch deutlich sicherer, zuverlässiger und langlebiger als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien. Jülicher Wissenschaftler haben nun ein neues Konzept vorgestellt, das zehnmal größere Ströme beim Laden und Entladen erlaubt als in der Fachliteratur bislang beschrieben. Die Verbesserung erzielten sie durch eine „clevere“ Materialwahl. Alle Komponenten wurden aus Phosphatverbindungen gefertigt, die chemisch und mechanisch sehr gut zusammenpassen.

Die geringe Stromstärke gilt als einer der Knackpunkte bei der Entwicklung von Festkörperbatterien. Sie führt dazu, dass die Batterien relativ viel Zeit zum...

Im Focus: It’s All in the Mix: Jülich Researchers are Developing Fast-Charging Solid-State Batteries

There are currently great hopes for solid-state batteries. They contain no liquid parts that could leak or catch fire. For this reason, they do not require cooling and are considered to be much safer, more reliable, and longer lasting than traditional lithium-ion batteries. Jülich scientists have now introduced a new concept that allows currents up to ten times greater during charging and discharging than previously described in the literature. The improvement was achieved by a “clever” choice of materials with a focus on consistently good compatibility. All components were made from phosphate compounds, which are well matched both chemically and mechanically.

The low current is considered one of the biggest hurdles in the development of solid-state batteries. It is the reason why the batteries take a relatively long...

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2018

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Quantenverschränkung erstmals mit Licht von Quasaren bestätigt

20.08.2018 | Physik Astronomie

1,6 Millionen Euro für den Aufbau einer Forschungsgruppe zu Quantentechnologien

20.08.2018 | Förderungen Preise

IHP-Technologie darf in den Weltraum fliegen

20.08.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics