Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Biomoleküle zum Leuchten bringen

01.07.2016

Göttinger Chemikerin erhält Consolidator Grant des Europäischen Forschungsrats

Prof. Dr. Claudia Höbartner vom Institut für Organische und Biomolekulare Chemie der Universität Göttingen erhält einen Consolidator Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC). Für einen Zeitraum von fünf Jahren fördert der ERC ab Juli 2016 ihr Projekt „Illuminating aptamers and ribozymes for biomolecular tagging and fluorogen activation (Illumizymes)“ mit rund zwei Millionen Euro.


Prof. Dr. Claudia Höbartner

Universität Göttingen

Darin will Prof. Höbartner mit ihrem Team untersuchen, wie bestimmte Markermoleküle zum Leuchten gebracht werden können, um sie beispielsweise innerhalb von Zellen mit hochauflösenden Methoden, wie der STED-Mikroskopie von Nobelpreisträger Prof. Dr. Stefan Hell, sichtbar zu machen.

Einer von Prof. Höbartners Forschungsschwerpunkten liegt auf der Synthese neuer Sonden für die Fluoreszenz-Spektroskopie sowie neuer Methoden zur Kopplung von Detektor-Molekülen an Proteine und Nucleinsäuren.

Dabei spielen synthetische RNA- und DNA-Moleküle mit neuen funktionellen Eigenschaften eine wichtige Rolle, in dem sie chemische Reaktionen katalysieren und kleine Farbstoffe zum Leuchten bringen können. Auch für die Struktur und den chemischen Mechanismus dieser molekularen Werkzeuge interessiert sich Prof. Höbartner. Diese spielen eine wichtige Rolle für Anwendungen in der Biochemie und Medizin.

Claudia Höbartner, Jahrgang 1977, hat seit Oktober 2014 die Professur „Biomolecular Label Chemistry“ inne, die zur Stärkung des Exzellenzclusters „Mikroskopie im Nanometerbereich und Molekularphysiologie des Gehirns“ (CNMPB) eingerichtet wurde. Außerdem verstärkt sie an der Fakultät für Chemie den Forschungsschwerpunkt Funktionale Biomolekulare Chemie.

Zuvor forschte die Österreicherin unter anderem am Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie in Göttingen, wo sie eine Nachwuchsgruppe leitete. Ihre Arbeiten wurden bereits mit mehreren Stipendien und Preisen ausgezeichnet, darunter mit dem Hellmut Bredereck Foundation Award und dem European Young Chemist Award.

Mit den Consolidator Grants des ERC unterstützt die Europäische Union herausragende Forscherinnen und Forscher bei der Verstetigung ihrer wissenschaftlichen Karriere. Die Fördergelder sollen es ihnen ermöglichen, ihr Forscherteam weiter zu festigen und innovative Ideen zu verfolgen.

Kontaktadresse:
Prof. Dr. Claudia Höbartner
Georg-August-Universität Göttingen
Institut für Organische und Biomolekulare Chemie
Tammannstraße 2, 37077 Göttingen, Telefon (0551) 39-20906
E-Mail: claudia.hoebartner@chemie.uni-goettingen.de
Internet: http://www.uni-goettingen.de/de/507800.html

Weitere Informationen:

http://www.uni-goettingen.de/de/507800.html

Thomas Richter | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Der bundesweite Bewerbungsprozess für den Corporate Health Award 2020 startet ab sofort
02.04.2020 | Corporate Health Initiative

nachricht Klimafreundliche Energie aus Abwärme
20.12.2019 | Technische Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Den Regen für Hydrovoltaik nutzen

Wassertropfen, die auf Oberflächen fallen oder über sie gleiten, können Spuren elektrischer Ladung hinterlassen, so dass sich die Tropfen selbst aufladen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz haben dieses Phänomen, das uns auch in unserem Alltag begleitet, nun detailliert untersucht. Sie entwickelten eine Methode zur Quantifizierung der Ladungserzeugung und entwickelten zusätzlich ein theoretisches Modell zum besseren Verständnis. Nach Ansicht der Wissenschaftler könnte der beobachtete Effekt eine Möglichkeit zur Energieerzeugung und ein wichtiger Baustein zum Verständnis der Reibungselektrizität sein.

Wassertropfen, die über nicht leitende Oberflächen gleiten, sind überall in unserem Leben zu finden: Vom Tropfen einer Kaffeemaschine über eine Dusche bis hin...

Im Focus: Harnessing the rain for hydrovoltaics

Drops of water falling on or sliding over surfaces may leave behind traces of electrical charge, causing the drops to charge themselves. Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) in Mainz have now begun a detailed investigation into this phenomenon that accompanies us in every-day life. They developed a method to quantify the charge generation and additionally created a theoretical model to aid understanding. According to the scientists, the observed effect could be a source of generated power and an important building block for understanding frictional electricity.

Water drops sliding over non-conducting surfaces can be found everywhere in our lives: From the dripping of a coffee machine, to a rinse in the shower, to an...

Im Focus: Quantenimaging: Unsichtbares sichtbar machen

Verschränkte Lichtteilchen lassen sich nutzen, um Bildgebungs- und Messverfahren zu verbessern. Ein Forscherteam am Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF in Jena hat eine Quantenimaging-Lösung entwickelt, die in extremen Spektralbereichen und mit weniger Licht genaueste Einblicke in Gewebeproben ermöglichen kann.

Optische Analyseverfahren wie Mikroskopie und Spektroskopie sind in sichtbaren Wellenlängenbereichen schon äußerst effizient. Doch im Infrarot- oder...

Im Focus: Sensationsfund: Spuren eines Regenwaldes in der Westantarktis

90 Millionen Jahre alter Waldboden belegt unerwartet warmes Südpol-Klima in der Kreidezeit

Ein internationales Forscherteam unter Leitung von Geowissenschaftlern des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI)...

Im Focus: A sensational discovery: Traces of rainforests in West Antarctica

90 million-year-old forest soil provides unexpected evidence for exceptionally warm climate near the South Pole in the Cretaceous

An international team of researchers led by geoscientists from the Alfred Wegener Institute, Helmholtz Centre for Polar and Marine Research (AWI) have now...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Interdisziplinärer Austausch zum Design elektrochemischer Reaktoren

03.04.2020 | Veranstaltungen

13. »AKL – International Laser Technology Congress«: 4.–6. Mai 2022 in Aachen – Lasertechnik Live bereits früher!

02.04.2020 | Veranstaltungen

Europäischer Rheumatologenkongress EULAR 2020 wird zum Online-Kongress

30.03.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Erste SARS-CoV-2-Genome aus Österreich veröffentlicht

03.04.2020 | Biowissenschaften Chemie

Projekt »Lade-PV« gestartet: Fahrzeugintegrierte PV für Elektro-Nutzfahrzeuge

03.04.2020 | Energie und Elektrotechnik

Interdisziplinärer Austausch zum Design elektrochemischer Reaktoren

03.04.2020 | Veranstaltungsnachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics