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BIBB-geförderte Kompetenzzentren der Bauwirtschaft stärken Zusammenarbeit durch Vereinsgründung

03.06.2014

Erfolgreiche Förderstrategie in der überbetrieblichen Berufsbildung

Zwölf Bildungszentren, die als überbetriebliche Berufsbildungsstätten (ÜBS) vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) nach Richtlinien des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) gefördert und zu Kompetenzzentren weiterentwickelt werden konnten, haben den Verein „Kompetenznetzwerk Bau und Energie“ gegründet.

Ziel der Kompetenzzentren-Förderung ist es, geeignete Bildungszentren zu modernen, kundenorientierten Berufsbildungsdienstleistern zu entwickeln und ihnen eine Leuchtturmfunktion für andere überbetriebliche Berufsbildungsstätten (ÜBS) zu übertragen.

Mit den von ihnen erarbeiteten berufspädagogischen Konzepten werden kleine und mittelständische Unternehmen unterstützt. Ermöglicht wird somit ein direkter Transfer in die Bildungspraxis, der durch die Vereinsgründung nun noch verstärkt werden kann.

Die Mitglieder des Vereins, dem als assoziierte Mitglieder auch Vertreter der Technischen Universität Hamburg-Harburg, der Universität Hamburg und der Technischen Universität Berlin angehören, haben schon bisher durch gemeinsame Projekte einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Qualifizierung in der beruflichen Bildung geleistet. Der durch das BIBB abgeschlossene Modellversuch „Netzwerk KOMZET Bau und Energie – Zukunftssicherung durch Nachhaltigkeit in der beruflichen Bildung“, kurz: BauNachhaltig, ist dafür ein gelungenes Beispiel.

Das Kompetenznetzwerk hat es sich mit der Vereinsgründung Mitte Mai in Osnabrück unter anderem zur Aufgabe gemacht, aktuelle, bedeutsame Themen und Trends im Bereich Bau und Energie zu ermitteln und zu bewerten. Bestehende Bildungs- und Lehrgangskonzepte sowie Lern- und Informationsmaterialien und sonstige Angebote, die das berufliche Lernen und Lehren unterstützen, sollen überarbeitet werden.

Neue gemeinschaftlich entwickelte und umgesetzte Qualifizierungsangebote für unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen – wie ältere Beschäftigte, Frauen, Zuwanderer, Studien- und Ausbildungsabbrecher – sollen dazu beitragen, den Fachkräftebestand im Baugewerbe zu sichern und Exklusionen zu überwinden. Darüber hinaus soll der Transfer von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen aus Wissenschaft und Unternehmen in die Berufsbildungspraxis verbessert werden.

Kompetenzzentren wie die jetzigen Vereinsmitglieder leisten somit nicht nur einen wichtigen Beitrag für die Verbesserung der Ausbildungsqualität in der überbetrieblichen Berufsbildung durch die von ihnen im Rahmen ihres Kompetenzschwerpunktes realisierten Projekte, sondern dienen auch durch ihre eigene Neuausrichtung anderen ÜBS als Beispiel.

Zum Hintergrund:
Das BIBB hat den gesetzlichen Auftrag (§ 90 Berufsbildungsgesetz/BBiG), die Errichtung, Planung und Weiterentwicklung der ÜBS zu fördern. Die Förderung besteht seit Anfang der 70er-Jahre. In den letzten Jahren standen rund 40 Mio. Euro jährlich für diese Investivförderung zur Verfügung, die dem Erhalt und der Modernisierung der Bildungsinfrastruktur (Gebäude, Werkstätten mit Ausstattung, Schulungsräume, Internate und Kantinen) dient. Neben dem Bund beteiligen sich an der Finanzierung von Gebäuden und Ausstattung der ÜBS auch das jeweilige Bundesland sowie die Träger der Bildungsstätten. ÜBS bieten Aus-, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen, Berufsorientierung und Berufsvorbereitung, Prüfungen und Zusatzqualifikationen an. Sie übernehmen unter anderem die Aufgabe, die Ausbildungsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) zu unterstützen, die aufgrund ihrer Spezialisierung nicht alle in der Ausbildungsordnung vorgeschriebenen Lerninhalte vermitteln können.

Die 31 vom BIBB im Auftrag des BMBF geförderten Kompetenzzentren sind aus ÜBS hervorgegangen, die auf einem speziellen Fachgebiet „Exzellenz-Charakter“ besitzen. Sie werden mit Förderung durch das BIBB zu einem Kompetenzzentrum, das innovative Qualifizierungskonzepte auf diesem Fachgebiet entwickelt. Ihre Werkstätten sind mit den neuesten Technologien ausgestattet, das Bildungspersonal steht in regelmäßigem Kontakt mit Forschungsinstituten und Universitäten. Kompetenzzentren tragen durch ihre innovativen Angebote der Aus- und Weiterbildung dazu bei, dass neue Technologien schnell Eingang in die berufliche Praxis finden und die mittelständische Wirtschaft ihre Wettbewerbsposition halten kann. Sie sind somit „Innovationsmotoren“ für den Mittelstand.

Weitere Informationen zur Förderung von ÜBS und Kompetenzzentren durch das BIBB unter http://www.bibb.de/de/5257.htm und zu den Kompetenzzentren des Vereins unter
http://www.komzet-netzwerk-bau.de

Ansprechpartnerin im BIBB:
Christiane Köhlmann-Eckel; E-Mail: koehlmann-eckel@bibb.de

Andreas Pieper | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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