Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Humboldt-Forschungspreis an Prof. Dr. Randolph Edwin Bank

20.06.2007
Professor Randolph E. Bank forscht mehrere Monate in Heidelberg - Weltweit führender Wissenschaftler in der Numerischen Mathematik - Zusammenarbeit mit Gabriel Wittum (Universität Heidelberg) und Harry Yserentant (TU Berlin)

Die Alexander von Humboldt-Stiftung hat dem US-amerikanischen Mathematiker Professor Dr. Randolph Edwin Bank von der University of California, San Diego, den mit 60 000 Euro dotierten Forschungspreis verliehen. Randolph E. Bank ist einer der weltweit führenden Wissenschaftler im Bereich der Numerischen Mathematik. Er wird nun für mehrere Monate in Heidelberg forschen und die Heidelberger Forschungslandschaft entscheidend bereichern.

Seine Veröffentlichungen im Bereich der Numerik partieller Differentialgleichungen werden international hoch geschätzt. Er ist Mitherausgeber einer großen Anzahl renommierter Fachzeitschriften. Zentraler Gegenstand seiner Forschungsarbeiten ist das Gebiet der adaptiven Finite-Elemente- und Mehrgitterverfahren. Er vertritt das Gebiet in Theorie und Praxis. Die enge Verbindung dieser beiden Bereiche ist ein besonderes Charakteristikum seines Werkes.

Randolph E. Bank hat an der Universität Denver Chemie studiert und dann ein Mathematik-Studium an der Harvard University angeschlossen. Nach der Promotion an der Harvard University war er als Wissenschaftler an der Chicago University, der University of Texas, Austin, sowie an der Yale University tätig. Seit über 20 Jahren bekleidet Randolph E. Bank eine Professur in Mathematik an der University of California, San Diego.

Randolph E. Bank hat den Themenbereich der adaptiven Finite-Elemente-Methoden und Mehrgitterlöser in seiner ganzen Breite systematisch aufgearbeitet. Als roten Faden durchzieht sein gesamtes Werk die Umsetzung dieser Methoden mit der von ihm selbst entwickelten und bis heute gepflegten Software PLTMG. Dieses Programm ist das Urbild aller derartiger Programme und Simulationssysteme. Er hat damit Pionierarbeit geleistet. So gehen eine ganze Reihe von Algorithmen und Techniken im Umgang mit diesen Methoden auf ihn zurück.

Randolph E. Banks Werk beginnt mit der Erarbeitung von Komponenten und Strukturen für adaptive Finite-Element-Methoden und Mehrgitterverfahren. Hier kann er Ergebnisse erzielen, die inzwischen klassisch geworden sind. So führt er einen der ersten lokalen Fehlerschätzer für adaptive Finite-Element-Methoden ein. Des weiteren gelingt es ihm in Zusammenarbeit mit namhaften Kollegen, Theorie und praktische Umsetzung adaptiver Mehrgittermethoden weiter voranzutreiben. So kann er mit den Hierarchische-Basis-Mehrgitterverfahren einen neuen Lösungsalgorithmus für die diskreten Gleichungssysteme einführen.

In neueren Arbeiten befasst er sich mit einer Verallgemeinerung der Mehrgitterverfahren im Sinne von Algebraischen Mehrgitterverfahren und Multigraph-Methoden. Er findet erfolgreiche Ansätze, diese Methoden zu parallelisieren und geht hier neuartige Wege.

Banks Werk besitzt große Anwendungsnähe und -relevanz. Er hat wesentliche Beiträge zu der Simulation von Halbleitern, zu strömungsmechanischen Problemen und zu Problemen der Molekularbiologie geleistet.

An der Universität Heidelberg existiert seit Jahren ein reger wissenschaftlicher Austausch mit Randolph E. Bank. Aus dieser fruchtbaren Zusammenarbeit gingen verschiedene gemeinsame Publikationen hervor.

Durch seinen Forschungsaufenthalt an der Universität Heidelberg kann die enge Zusammenarbeit auf dem Gebiet der parallelen adaptiven Methoden für partielle Differentialgleichungen weiter vertieft und intensiviert werden. Von besonderer Bedeutung sind dabei parallele adaptive Methoden zur Berechnung von Strömungen bei technischen Anwendungen und der Optimierung von Produkten. In den Lebenswissenschaften helfen sie, komplizierte Vorgänge der Ausbreitung von Stoffen in Biogewebe und der Signalverarbeitung in Neuronen zu berechnen. Dieser Bereich der Anwendung ist für die Forschungsarbeiten an der Universität Heidelberg von ganz besonderem Interesse.

Rückfragen bitte an:
Prof. Dr. rer. nat. Gabriel Wittum
Technische Simulation
Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 368
69120 Heidelberg
Tel. 06221 548855, Fax 548860
wittum@uni-hd.de
Allgemeine Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
Irene Thewalt
Tel. 06221 542310, Fax 542317
presse@rektorat.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-heidelberg.de/presse

Weitere Berichte zu: Differentialgleichung Mathematik Mehrgitterverfahren

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht EU-Millionenförderung für Deep-Learning-Projekt in Leipzig
15.08.2018 | Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften (MPIMIS)

nachricht Fraunhofer IPT unterstützt Zweitplatzierten bei SpaceX-Wettbewerb
14.08.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Magnetische Antiteilchen eröffnen neue Horizonte für die Informationstechnologie

Computersimulationen zeigen neues Verhalten von Antiskyrmionen bei zunehmenden elektrischen Strömen

Skyrmionen sind magnetische Nanopartikel, die als vielversprechende Kandidaten für neue Technologien zur Datenspeicherung und Informationsverarbeitung gelten....

Im Focus: Unraveling the nature of 'whistlers' from space in the lab

A new study sheds light on how ultralow frequency radio waves and plasmas interact

Scientists at the University of California, Los Angeles present new research on a curious cosmic phenomenon known as "whistlers" -- very low frequency packets...

Im Focus: Neue interaktive Software: Maschinelles Lernen macht Autodesigns aerodynamischer

Neue Software verwendet erstmals maschinelles Lernen um Strömungsfelder um interaktiv designbare 3D-Objekte zu berechnen. Methode wird auf der renommierten SIGGRAPH-Konferenz vorgestellt

Wollen Ingenieure oder Designer die aerodynamischen Eigenschaften eines neu gestalteten Autos, eines Flugzeugs oder anderer Objekte testen, lassen sie den...

Im Focus: New interactive machine learning tool makes car designs more aerodynamic

Scientists develop first tool to use machine learning methods to compute flow around interactively designable 3D objects. Tool will be presented at this year’s prestigious SIGGRAPH conference.

When engineers or designers want to test the aerodynamic properties of the newly designed shape of a car, airplane, or other object, they would normally model...

Im Focus: Der Roboter als „Tankwart“: TU Graz entwickelt robotergesteuertes Schnellladesystem für E-Fahrzeuge

Eine Weltneuheit präsentieren Forschende der TU Graz gemeinsam mit Industriepartnern: Den Prototypen eines robotergesteuerten CCS-Schnellladesystems für Elektrofahrzeuge, das erstmals auch das serielle Laden von Fahrzeugen in unterschiedlichen Parkpositionen ermöglicht.

Für elektrisch angetriebene Fahrzeuge werden weltweit hohe Wachstumsraten prognostiziert: 2025, so die Prognosen, wird es jährlich bereits 25 Millionen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Das Architekturmodell in Zeiten der Digitalen Transformation

14.08.2018 | Veranstaltungen

EEA-ESEM Konferenz findet an der Uni Köln statt

13.08.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung in der chemischen Industrie

09.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Macht Sinn: Fraunhofer entwickelt Sensorsystem für KMU

15.08.2018 | Energie und Elektrotechnik

Magnetische Antiteilchen eröffnen neue Horizonte für die Informationstechnologie

15.08.2018 | Informationstechnologie

FKIE-Wissenschaftler präsentiert neuen Ansatz zur Detektion von Malware-Daten in Bilddateien

15.08.2018 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics