Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Physiker erhalten Geld für Praxis-Projekte

30.11.2006
Eine erfreuliche Nachricht für Spitzenforscher der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg: Zwei Transferprojekte des Sonderforschungsbereichs (SFB) 418 werden ab 2007 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziell unterstützt.

Bei den Projekten geht es darum, Ergebnisse aus der physikalischen Grundlagenforschung in Kooperation mit Industrieunternehmen für die Praxis nutzbar zu machen. Die Forscher wollen mit Methoden der Nanotechnologie Materialeigenschaften verbessern.

"Wir wurden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft ermuntert, unsere langjährigen Kontakte zur Indutsrie noch enger zu gestalten", berichtet Prof. Dr. Steffen Trimper vom Institut für Physik der Martin-Luther-Universität, Sprecher des Sonderforschungsbereichs. "Wissenstransfer ist natürlich ein wichtiges Instrument, um Aspekte der Anwendung und Praxisnähe in die Grundlagenforschung einfließen zu lassen." Vier Gruppen des Sonderforschungsbereiches haben Mitte 2006 entsprechende Transferinitiativen gestartet, zwei der geplanten Transferprojekte werden nun von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit insgesamt zusätzlich 190.600 Euro gefördert.

Der SFB 418 mit dem Titel "Struktur und Dynamik nanoskopischer Inhomogenitäten in kondensierter Materie" existiert seit 1996 am Institut für Physik der Martin-Luther-Universität und befindet sich in der letzten Bewilligungsperiode (2006-2008). Kooperationspartner sind das Institut für Chemie, das Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik und das Fraunhofer Institut für Werkstoffmechanik in Halle. Die Forschung im SFB trägt dem Trend der modernen Nanotechnologie nach immer kleineren, immer schnelleren und immer effektiver arbeitenden Bauelementen und Materialien Rechnung. Die Wissenschaftler analysieren die Wechselbeziehung zwischen strukturellen und dynamischen Eigenschaften von keramischen Werkstoffen, Gläsern und Polymeren und leiten daraus Möglichkeiten ab, das makroskopische Verhalten neuer komplexer Materialien zu steuern. "Der Sonderforschungsbereich ist somit fester Bestandteil des Forschungsschwerpunktes Materialwissenschaften an der Martin-Luther-Universität", erklärt SFB-Sprecher Prof. Dr. Steffen Trimper.

... mehr zu:
»Physik »Transferprojekt

Bei den nun zusätzlich geförderten Transferprojekten handelt es sich um eine Kooperation der Gruppe um den Werkstoffwissenschaftler Prof. Dr. Goerg Michler mit der Dow Olefinverbund GmbH in Schkopau und der Dow Europe GmbH in Horgen (Schweiz) sowie gemeinsame Forschung der Fachgruppe Optik um Prof. Dr. Heinrich Graener mit der Codixx AG, Barleben, und der Boraglas GmbH, Halle.Im ersten Projekt geht es darum, Transparenz, Härte und Schlagzähigkeit von spröden Polymeren zu verbessern und Kosten zu reduzieren. Im zweiten Projekt werden metallische Nanoteilchen in Gläsern durch elektrische Felder modifiziert, um Polarisatoren zu verbessern.

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Steffen Trimper
Sprecher des SFB 418
Tel: 0345-55 25432
E-Mail: trimper@physik.uni-halle.de
Prof. Dr. Goerg Michler
Tel.: 03461-46 2745
E-Mail: goerg.michler@physik.uni-halle.de
Prof. Dr. Heinrich Graener
Tel.: 0345-55 25310
E-mail: heinrich.graener@physik.uni-halle.de

Carsten Heckmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.physik.uni-halle.de/sfb418
http://www.uni-halle.de

Weitere Berichte zu: Physik Transferprojekt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Künstliche Intelligenz erobert die Fahrzeugentwicklung
21.09.2018 | Technische Universität Berlin

nachricht Preis für Arbeit über autonomes Fahren
11.09.2018 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Therapien bei Gefäßerkrankungen

Auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Angiologie (DGA) vom 12. bis 15. September in Münster stellten Gefäßspezialisten aus ganz Deutschland die neuesten Therapien bei Gefäßerkrankungen vor. Vor allem in den Bereichen periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) und venöse Verschlusskrankheiten wie die Tiefe Venenthrombose (TVT) gibt gute Neuigkeiten für die Patienten. Viele der 720 Gefäßspezialisten, die an der Jahrestagung teilnahmen, stellten neueste Studienergebnisse vor.

Millionen Menschen leiden in Deutschland unter Gefäßerkrankungen, allein rund fünf Millionen unter der „Schaufensterkrankheit“, medizinisch periphere...

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Mit traditionellen Methoden gegen extreme Trockenheit

24.09.2018 | Geowissenschaften

Europäische Spitzenforschung auf der EuMW

24.09.2018 | Messenachrichten

Neue Therapien bei Gefäßerkrankungen

24.09.2018 | Medizintechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics