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BMBF fördert Mikrosystemtechnik für KMU mit 30 Millionen Euro

19.06.2006
Schavan: "Mittelstand schafft Innovationssprung mit moderner Forschung"

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Anwendung der Mikrosystemtechnik in Kleinen- und mittleren Unternehmen (KMU) mit 30 Millionen Euro. Dafür sollen an sechs Standorten in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen "Applikationszentren für die Mikrosystemtechnik" aufgebaut werden. Bundesforschungsministerin Annette Schavan sprach von einem wichtigen Innovationssprung für die mittelständische Wirtschaft. "Unser Mittelstand wird mit der modernen Mikrosystemtechnik noch wettbewerbsfähiger und neue Arbeitsplätze schaffen."

Derzeit arbeiteten in Deutschland schon 680.000 Menschen in der Mikrosystemtechnik. Kaum eine Branche kommt heute ohne Mikrosystemtechnik aus. Sie findet genauso Anwendung in der Medizintechnik wie im Automobil-, Maschinen- und Anlagenbau. Gerade für die innovativen kleinen und mittelständischen Unternehmen bieten sich hier enorme Chancen.

Die vom BMBF geförderten Zentren beschleunigen die Anwendung der neuen Technik. Sie nehmen im Sommer ihre Arbeit auf und werden für fünf Jahre gefördert.

MicroMountains Applications (Baden-Württemberg) bündelt die wissenschaftlichen Potenziale der Region zu einem einen One-Stop-Shop für KMU zur Entwicklung von Mikrosystemtechnik basierten Produkten.

Das MST-Applikationszentrum Smart System Integration, das am Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (Berlin) angesiedelt ist, soll den Transfer moderner Systemintegrationstechnologien in die Industrie sichern.

Embedded Microsystems Bremen (Bremen) vernetzt die Kompetenzen der Region in den Bereichen Sensorik, Aktorik und Mikrofluidik für industrielle Anwendungen in der Logistik, Medizin, Umwelt, im Kraftfahrzeug, sowie in der Luft- und Raumfahrt.

Das Applikationszentrum Mikrooptische Systeme (Thüringen) ist ein Zusammenschluss der Entwicklungskompetenzen in der Region auf dem Gebiet optischer und optoelektronischer Mikrosysteme.

Das Application Centre Dortmund Life Science and NanoTech Information Systems (Nordrhein-Westfalen) hat das Ziel, FuE-Ergebnisse der Mikrosystemtechnik in Produkte auf den Gebieten der Lebenswissenschaften und der Lebensqualität (biomedizinische Diagnostik für Klinik und Home care, Life Style, Sicherheit) zu überführen.

Das Applikationszentrum Hybride Mikrosysteme (Bayern) bündelt das technologische Know-how der Partner in dem Bereich der Entwicklung und des Aufbaus hybrider Mikrosysteme für Anwendungen in den Branchen Anlagen- und Maschinenbau, Biotechnologie, Umwelt - und Medizintechnik.

Weitere Informationen erteilt auch der Projektträger
VDI/VDE Innovation + Technik GmbH
Dr. Gabi Fernholz
Steinplatz 1, 10623 Berlin
Tel.: 030 310078-252, fernholz@vdivde-it.de

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Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/
http://www.vdivde-it.de

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