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Mit Biochirurgie und Fliegenmaden auf den ersten Platz

10.05.2006


Patenkind des Rudolf-Virchow-Zentrums gewinnt bei "Jugend forscht - Schüler experimentieren" in Bayern in der Kategorie Biologie


Das Rudolf-Virchow-Patenkind Constanze Rieckmann belegte heute in Dingolfing beim Landesentscheid von "Jugend forscht - Schüler experimentieren" den ersten Platz in Bayern.

Mit ihrem Thema "Biochirurgie - wie Fliegenmaden bei der Wundheilung helfen" hat die 14jährige die Jury überzeugt. Prof. Martin Lohse, Sprecher des Rudolf-Virchow-Zentrums, freut sich über den Erfolg bei "Jugend forscht": " Als Forschungseinrichtung unterstützen wir Jungwissenschaftler gerne bei ihren ersten Erfahrungen in der Wissenschaft".


Die junge Forscherin hatte sich bereits vorher theoretisch mit dem Thema befasst und war sehr unzufrieden, dass über den genauen Wirkmechanismus nur wenig bekannt war.

Allerdings - Fliegenmaden in Muttis Küche - da hört es sicher bei der tolerantesten Mutti auf. Hier setzt die Unterstützung des DFG-Forschungszentrums an.

Mit den "Rudolf-Virchow-Paten" unterstützt das Rudolf-Virchow-Zentrum in jedem Jahr Jugendliche bei ihrer Teilnahme am Wettbewerb "Jugend forscht". Die Schüler kommen mit ihren eigenen Themenideen und sind in ihrer Forschung völlig unabhängig. Da aber nicht jedes Experiment auch in Muttis Küche funktioniert, können die jungen Forscher die Labore und Geräte des Rudolf-Virchow-Zentrums nutzen. Und wenn es mal Probleme gibt, steht ein Wissenschaftler als Pate jederzeit mit Rat und Tat zu Seite.

Patenkind Constanze konnte sich am Rudolf-Virchow-Zentrum auf ein ganzes Paten-Team verlassen: Prof. Michael P. Schön, Dr. Margarete Schön und Dr. Gregor Wienrich sowie zusätzlich Dr. Charis Papavassilis aus der Hautklinik der Universität Würzburg, ein guter Mix aus Medizinern und Biologen, unterstützte Constanze.

Constanze untersuchte Wundsekret aus mit Fliegenmaden behandelten Wunden und fand folgendes heraus: das Wundsekret tötet Bakterien ab und führt zur Ablösung von Zellen. Constanze folgert daraus, dass durch die antibiotische Wirkung und die Ablösung der Zellen der Wundeheilungsprozess beschleunigt wird. Kontrollen aus unbehandeltem Wundsekret zeigten die starke Wirkung nicht.

Auch im kommenden Jahr wird das Rudolf-Virchow-Zentrum ein "Patenkind" unterstützen. Schüler mit guten Ideen für spannende Forschungsprojekte können sich schon jetzt melden. Mehr Informationen gibt es unter www.rudolf-virchow-zentrum.de. Bilder von der Preisverleihung auf Anfrage.

Das Rudolf-Virchow-Zentrum ist das DFG-Forschungszentrum für Experimentelle Biomedizin und gehört als Zentrale Einrichtung zur Universität Würzburg. Das Zentrum wurde im Januar 2002 gegründet und ist eines von drei im Sommer 2001 bewilligten Pilotprojekten, mit denen die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) so genannte "Centers of Excellence" fördert. In den drei Bereichen "Nachwuchsgruppeninstitut", "Kernzentrum" und "Forschungsprofessuren" arbeiten zur Zeit zehn Arbeitsgruppen auf dem Gebiet der Schlüsselproteine. Außerdem gehört ein Lehr- und Ausbildungsbereich zum Rudolf-Virchow-Zentrum. Gemeinsam mit den Fakultäten für Biologie und Medizin der Universität Würzburg werden ein Studiengang Biomedizin und eine "Graduate-School" für Doktoranden angeboten. Das "Public Science Center", eine eigene Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit, setzt sich für den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft ein.

Kontakt und Interviewanfragen:
Rudolf-Virchow-Zentrum / DFG-Forschungszentrum für Experimentelle Biomedizin
Sonja Jülich (Leiterin Öffentlichkeitsarbeit), Telefon 0931 / 201 48714, Mobil: 0174-2118850, Email: sonja.juelich@virchow.uni-wuerzburg.de

Sonja Jülich | idw
Weitere Informationen:
http://www.rudolf-virchow-zentrum.de

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