Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Leuchtturmprojekte des High-Tech Gründerfonds ausgezeichnet

20.02.2006


High-Tech Strategie Deutschland: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie will Start junger Technologieunternehmen in Deutschland erleichtern



Auf dem heutigen Innovationsforum im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat der Staatssekretär Georg Wilhelm Adamowitsch in Vertretung für Bundesminister Glos drei Leuchtturmprojekte des High-Tech Gründerfonds ausgezeichnet. Der Gründerfonds mit einem Volumen von 262 Mio. Euro war im Sommer 2005 vom Bundeswirtschaftsministerium gemeinsam mit der BASF, der Deutschen Telekom und Siemens sowie der KfW aufgelegt worden. Die drei prämierten Unternehmen gehören zu den ersten 13 Finanzierungszusagen, die der High-Tech Gründerfonds noch im vergangenen Jahr auf den Weg gebracht hat. Im gleichen Zeitraum haben die deutschen Venture Capital Gesellschaften gerade einmal fünf Erstrundenfinanzierungen getätigt.



Adamowitsch: "Der High-Tech Gründerfonds hat bereits innerhalb weniger Monate dem Gründungsgeschehen bei Spitzentechnologien wichtige Impulse verleihen und sich einen ausgezeichneten Ruf erarbeiten können. Damit füllt er die Lücke wirkungsvoll aus, die nach dem weitgehenden Rückzug von Banken und Wagniskapitalgebern aus der Gründungsfinanzierung von Technologieunternehmen entstanden ist."

Mit der Ausrichtung des Innovationsforum unterstreicht das Ministerium die hohe Bedeutung, die der Technologiepolitik in dieser Legislaturperiode zukommen soll. Das Ministerium wird in den nächsten Monaten zusammen mit dem Bundesforschungsministerium eine "High-Tech Strategie Deutschland" ausarbeiten. Bundesminister Glos: "Dabei werden wir uns insbesondere der Frage einer besseren Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft widmen und eine Stärkung des Standorts Deutschlands in wichtigen Querschnitts- und Spitzentechnologien anstreben. Der innovative Mittelstand und die jungen Technologieunternehmen sind unverzichtbarer Bestandteil dieser Strategie".

Der High-Tech Gründerfonds selbst wird künftig weiter ausgebaut. Im eingeschwungenen Zustand sollen 60 bis 80 Unternehmen pro Jahr finanziert werden. Dabei sollen insbesondere weitere Partner aus der Industrie für den Fonds gewonnen werden, um die Investorenbasis in Hochtechnologiefelder wie den Pharma-, dem Software-, dem Automobilbereich und andere zu verstärken.

Der High-Tech Gründerfonds beschränkt sich bewusst auf die ganz frühe Phase nach der Unternehmensgründung. Anschließend sollen private Wagniskapitalgeber - Venture Capital Gesellschaften oder Business Angel - in die Finanzierung der jungen Technologieunternehmen einsteigen. Für die Verfügbarkeit von Wagniskapital in Deutschland ist es entscheidend, dass die Rahmenbedingungen insbesondere im steuerlichen Bereich international attraktiv sind. Daher wird die Bundesregierung das Gesetz für die Unternehmenbeteiligungsgesellschaften (UBGG) modernisieren und zu einem "Private Equity Gesetz" weiterentwickeln. Zudem mobilisiert das Bundeswirtschaftsministerium mit seiner Förderarchitektur zur Unterstützung von Wagniskapital weitere private Mittel in diesem Bereich.

Zu den ausgezeichneten Unternehmen:

1.) Particle Computer GmbH, Karlsruhe

Die intelligenten, schnurlosen Sensornetzwerke (sog. ’Smart Items’) der Particle Computer ermöglichen es, Ressourcen wie z.B. verteilte Anlagen der Mineralölindustrie lückenlos und kontinuierlich zu überwachen. Dadurch können Gerätschaften optimal ausgelastet und Betriebskosten gesenkt werden. Die innovative Technologie wurde von den Gründern am TecO Institut für Telematik der Universität Karlsruhe zusammen mit der SAP AG entwickelt. Die Particle Computer GmbH wurde von High-Tech Gründerfonds zusammen mit dem Hamburger Seed-Investor MAZ Level One finanziert (www.particle-computer.net).

2.) Dresden Silicon GmbH

Das Unternehmen entwirft Halbleiterchips, die effizienter und kleiner sind als herkömmliche Chips und sich durch einen geringen Stromverbrauch auszeichnen. Die Hauptmärkte dieses Produkts sind mobile Video-Endgeräte, wie z.B. Videotelefone, Camcorder und portable DVD-Player. In solchen Geräten kommt es auf hohe Rechenleistung und Flexibilität, aber vor allem auch auf eine lange Batterielebensdauer an. Die Dresden Silicon GmbH ist ein neues Start up der Dresdener Chip Branche und die fünfte Ausgründung aus dem Vodafone Stiftungslehrstuhl der Technischen Universität Dresden (www.dresdensilicon.com).

3.) Transinsight GmbH, Dresden

Transinsight entwickelt in Zusammenarbeit mit der TU Dresden die Softwareplattform GoPubMed, eine intelligente Recherchemaschine speziell für den Life Science-Bereich. Die Software führt deutlich schneller zu signifikant besseren und intelligenteren Rechercheergebnissen als dies klassische Suchmaschinen können. Kurz nach Gründung konnte bereit ein erster Kundenauftrag gewonnen werden. Transinsight wird durch den High-Tech Gründerfonds und einen Privatinvestor aus Hamburg finanziert (www.transinsight.com).

| BMWi-Tagesnachrichten
Weitere Informationen:
http://www.high-tech-gruenderfonds.de
http://www.bmwi.bund.de

Weitere Berichte zu: Gründerfonds Leuchtturmprojekt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Weltweit einzigartige Femtosekundenlaseranlage eingeweiht
21.06.2018 | Hochschule RheinMain

nachricht Stahl-Innovationspreis 2018: Mikro-Dampfturbine ausgezeichnet
21.06.2018 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

Noch mehr Reichweite oder noch mehr Nutzlast - das wünschen sich Fluggesellschaften für ihre Flugzeuge. Wegen ihrer hohen spezifischen Steifigkeiten und Festigkeiten kommen daher zunehmend leichte Faser-Kunststoff-Verbunde zum Einsatz. Bei Rümpfen oder Tragflächen sind permanent Innovationen in diese Richtung zu beobachten. Um dieses Innovationsfeld auch für Flugzeugräder zu erschließen, hat das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF jetzt ein neues EU-Forschungsvorhaben gestartet. Ziel ist die Entwicklung eines ersten CFK-Bugrads für einen Airbus A320. Dabei wollen die Forscher ein Leichtbaupotential von bis zu 40 Prozent aufzeigen.

Faser-Kunststoff-Verbunde sind in der Luftfahrt bei zahlreichen Bauteilen bereits das Material der Wahl. So liegt beim Airbus A380 der Anteil an...

Im Focus: IT-Sicherheit beim autonomen Fahren

FH St. Pölten entwickelt neue Methode für sicheren Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen mittels Funkdaten

Neue technische Errungenschaften wie das Internet der Dinge oder die direkte drahtlose Kommunikation zwischen Objekten erhöhen den Bedarf an effizienter...

Im Focus: Innovative Handprothesensteuerung besteht Alltagstest

Selbstlernende Steuerung für Handprothesen entwickelt. Neues Verfahren lässt Patienten natürlichere Bewegungen gleichzeitig in zwei Achsen durchführen. Forscher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) veröffentlichen Studie im Wissenschaftsmagazin „Science Robotics“ vom 20. Juni 2018.

Motorisierte Handprothesen sind mittlerweile Stand der Technik bei der Versorgung von Amputationen an der oberen Extremität. Bislang erlauben sie allerdings...

Im Focus: Temperaturgesteuerte Faser-Lichtquelle mit flüssigem Kern

Die moderne medizinische Bildgebung und neue spektroskopische Verfahren benötigen faserbasierte Lichtquellen, die breitbandiges Laserlicht im nahen und mittleren Infrarotbereich erzeugen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) zeigen in einer aktuellen Veröffentlichung im renommierten Fachblatt Optica, dass sie die optischen Eigenschaften flüssigkeitsgefüllter Fasern und damit die Bandbreite des Laserlichts gezielt über die Umgebungstemperatur steuern können.

Das Besondere an den untersuchten Fasern ist ihr Kern. Er ist mit Kohlenstoffdisulfid gefüllt - einer flüssigen chemischen Verbindung mit hoher optischer...

Im Focus: Temperature-controlled fiber-optic light source with liquid core

In a recent publication in the renowned journal Optica, scientists of Leibniz-Institute of Photonic Technology (Leibniz IPHT) in Jena showed that they can accurately control the optical properties of liquid-core fiber lasers and therefore their spectral band width by temperature and pressure tuning.

Already last year, the researchers provided experimental proof of a new dynamic of hybrid solitons– temporally and spectrally stationary light waves resulting...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leben im Plastikzeitalter: Wie ist ein nachhaltiger Umgang mit Plastik möglich?

21.06.2018 | Veranstaltungen

Kongress BIO-raffiniert X – Neue Wege in der Nutzung biogener Rohstoffe?

21.06.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen im August 2018

20.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

22.06.2018 | Materialwissenschaften

Lernen und gleichzeitig Gutes tun? Baufritz macht‘s möglich!

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

GFOS und skip Institut entwickeln gemeinsam Prototyp für Augmented Reality App für die Produktion

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics