Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vorbildhafte Sanierung von Wohnhäusern der 50er und 60er Jahre - Auszeichnung der Preisträger des KfW-Award 2005

03.06.2005


Die KfW Förderbank hat in Berlin die fünf Preisträger des KfW-Award 2005 ausgezeichnet. Der mit insgesamt 27.000 Euro dotierte Award stand in diesem Jahr unter dem Motto: "Umbauen statt Neubauen - Mehrwert durch Revitalisierung von Wohnimmobilien der 50er und 60er Jahre". Über 360 private Wohneigentümer haben ihre Bewerbungen eingereicht, die nach Meinung des Juryvorsitzenden Prof. Hans Kollhoff insgesamt "auf einem hohen Niveau lagen und nicht selten einen ausgesprochen intelligenten Umgang mit der Architektur und Bauweise der damaligen Zeit dokumentierten".

Die KfW Förderbank zählt zu den großen Finanziers von Investitionen in Wohnimmobilien und unterstützt mit einer Reihe von attraktiven Förderprogrammen den Traum der Menschen vom Leben in den eignen vier Wänden. Hier gibt es in Deutschland einen echten Nachholbedarf, denn im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, wie Frankreich, Großbritannien, Dänemark oder den Niederlanden, liegt Deutschland hinsichtlich der Wohneigentumsquote deutlich zurück. Mit dem KfW-Award "Europäisch Leben - Europäisch Wohnen" will die KfW Förderbank auf innovative Entwicklungen im Wohnungsbau aufmerksam machen und nachahmenswerte Beispiele präsentieren.

Das diesjährige Schwerpunktthema beschäftigt sich mit den 50er und 60er Jahren, ein Zeitabschnitt, in dem die Bedingungen für das Bauen äußerst schwierig waren. "Es freut uns ganz besonders, mit den heutigen Preisträgern äußerst kreative ’Lösungen’ auszeichnen zu können, die gleichzeitig energiebewusst und kostengünstig sind", sagte Ingrid Matthäus-Maier, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe. Das Nachrichtenmagazin FOCUS und das ZDF-Wirtschaftsmagazin WISO unterstützen den KfW-Award als Medienpartner.

Die Preisträger

Der erste Preis in Höhe von 10.000 Euro ging an Dr. Wolfgang Meyer-Sparenberg (Düsseldorf). Ausgezeichnet wurde die Neugestaltung eines im Jahre 1959 ursprünglich als zweigeschossig gebautes Einfamilienhaus, das im Jahre 1992 in zwei Hauskomplexe aufgeteilt wurde. Nach Meinung der Jury besticht bei diesem Projekt die intelligente Gestaltung des Innenraums mit einer großzügigen dreigeschossigen Eingangshalle. Der Jahresenergieverbrauch pro Quadratmeter Wohnfläche konnte durch den Umbau von 150 kWh auf 65 kWh beträchtlich reduziert werden.

Den zweiten Preis erhielten Ralf und Michaela Stelzner (Stuttgart) für den Umbau ihres 1958 erbauten zweigeschossigen Einfamilien-Typenhauses. Bei diesem Projekt zeigte sich die Jury von der eleganten und gleichzeitig einfachen Lösung beeindruckt. Das trotz der Addition eines weiteren Baukörpers einheitliche Erscheinungsbild mit einer ruhigen Fassade wird dadurch erreicht, dass die Oberfläche auf wenige Materialien und Farben reduziert ist. Im Zuge der Erweiterungsmaßnahmen wurde die Wohnfläche von 115 m2 auf 195 m2 vergrößert.

Mit dem dritten Preis würdigte die Jury die Sanierung des freistehenden Einfamilienhauses von Wenke Burgemeister (Wandlitz), das 1952 erbaut wurde. Überzeugt hat die Jury vor allem, wie aus ursprünglich einfachen Wohnverhältnissen heraus eine zweckmäßige Lösung geschaffen wurde. Dies gilt für das äußere Erscheinungsbild mit neuen großzügigen Fenstern sowie für die innere Raumaufteilung ohne Trennwände. Der ohnehin relativ niedrige Energieverbrauch konnte beträchtlich auf 38 kWh/m2 reduziert werden.

Der vierte Preis ging an Marianne und Richard Wevering (Bocholt) für die Neugestaltung ihres 1953 gebauten Einfamilien-Reihenmittelhauses. Bei diesem Projekt ist nach Meinung der Jury eine großzügige Innenraumqualität gelungen, ohne die harmonische Integration des Hauses in den Siedlungscharakter des Wohngebietes zu beeinträchtigen. Die Umbaumaßnahmen dieses Wohnobjektes sind vorbildlich, insbesondere hinsichtlich des Erhalts der einfachen, aber in der Detaillierung charaktervollen Straßenfront, der Ausbildung einer ansprechenden zeitgemäßen Hoffassade sowie einer ausgesprochenen sorgfältigen Detaillierung, die handwerklich anspruchsvoll umgesetzt wurde.

Den fünften Preis erhielten Frank Bertram und Holger Klausch (Dresden). Bei diesem Projekt handelt es sich um den Umbau, die Sanierung und die Erweiterung von zwei Plattenbauzeilen (Mehrfamilienhäuser) in Dresden von Anfang der 60er Jahre. Die Jury würdigte hier in erster Linie eine gut durchdachte Lösung, die beispielhaft aufzeigt, wie aus einem qualitativ unzulänglichen Plattenbau eine den heutigen Ansprüchen gerecht werdende Wohnsituation geschaffen werden kann. Beeindruckt war die Jury bei diesem Projekt auch von der Berücksichtigung städtebaulicher und sozialer Aspekte sowie von dem relativ geringen Energieverbrauch, der durch die Umbaumaßnahmen realisiert werden konnte.

Dr. Charis Pöthig | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de

Weitere Berichte zu: Energieverbrauch KfW-Award

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Schönheit der organischen Form in 3D
12.07.2018 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

nachricht Infektionen und Krebs: Welche Rolle spielen spezielle weiße Blutkörperchen?
06.07.2018 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics