Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sehr individuell: magnetische Nanopartikel

14.04.2005


Helmholtz-Preis für Metrologie geht an zwei junge Physiker der Universität Regensburg

... mehr zu:
»Metrologie »Nanopartikel »Physik

Wo wird die Informationsgesellschaft in Zukunft ihre Bits ablegen? Gewiss auch in magnetischen Nanopartikeln, die - in großer Zahl dicht gepackt - als Speichermedium fungieren werden. Jedes Bit würde dann in der Magnetisierungsrichtung eines einzelnen Partikels stecken und die Umkehrung dieser Magnetisierung änderte das Bit von Null auf Eins oder umgekehrt. Dieser "Schreib-Prozess" hängt jedoch sehr empfindlich von der geometrischen Form der Nanopartikel ab, wie Thomas Uhlig und Martin Heumann an der Universität Regensburg herausfanden. Für ihre Untersuchungen, die nur mit einer sehr spezialisierten Messtechnik möglich sind, wurden die beiden jungen Physiker aus der Arbeitsgruppe von Professor Josef Zweck mit dem diesjährigen Helmholtz-Preis für Metrologie ausgezeichnet, der mit 20.000 Euro dotiert ist.

Das Messgerät, mit dem Uhlig und Heumann den Nanopartikeln den "magnetischen Puls" fühlen, ist ein Transmissions-Elektronenmikroskop. Die beiden Forscher konnten das Mikroskop soweit modifizieren, dass sie Abbildungen der magnetischen Konfigurationen, kombiniert mit mikromagnetischen Messungen, mit bisher unerreicht hoher räumlicher Auflösung von unter 10 Nanometer (nm) gewinnen konnten. Untersuchungen an einzelnen Nanopartikeln (Durchmesser bis hinunter zu 100 nm) wurden so erst möglich. Dabei zeigte sich, dass sich die Nanopartikel viel individueller verhalten, als es man es aufgrund der räumlichen Nachbarschaft und der identischen Herstellungsbedingungen erwarten würde: Die magnetischen Feldstärken, die nötig sind, um ein vorliegendes Nanopartikel umzumagnetisieren (die so genannten Schaltfeldstärken), fallen von Teilchen zu Teilchen, je nach geometrischer Form, sehr unterschiedlich aus. Wer in Zukunft Speicherzellen auf der Basis von Nanopartikeln bauen will, wird diesen Befund berücksichtigen müssen.


Den Helmholtz-Preis für Metrologie verleiht der Helmholtz-Fonds e.V., dessen Vorsitzer der Präsident der PTB ist, gemeinsam mit dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V. Die Entscheidung über die Preisverleihung trifft ein unabhängiges Gutachterkollegium, das vom Vorstand des Helmholtz-Fonds einberufen ist.

Dr. Jens Simon | idw
Weitere Informationen:
http://www.ptb.de/

Weitere Berichte zu: Metrologie Nanopartikel Physik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Schönheit der organischen Form in 3D
12.07.2018 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

nachricht Infektionen und Krebs: Welche Rolle spielen spezielle weiße Blutkörperchen?
06.07.2018 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Sichere Schraubverbindungen mit standardisiertem Ultraschallverfahren

23.07.2018 | Verfahrenstechnologie

Studie zu Werkstoffprüfung: Schäden in nichtmagnetischem Stahl mit Magnetismus aufspüren

23.07.2018 | Studien Analysen

Sauerstoffstabile Hydrogenasen für die Anwendung

23.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics