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Würzburger Ärzte sind dem plötzlichen Herztod auf der Spur

13.04.2005


Mit einem hoch dotierten Forschungsstipendium im Gepäck sind Alexander Maaß und Sebastian Maier vom Deutschen Kardiologen-Kongress aus Mannheim zurückgekommen. Dort wurden die beiden Mediziner vom Herz-Kreislaufzentrum der Uni Würzburg für ihre Arbeit über eine erbliche Herzkrankheit ausgezeichnet. Mit dem Preisgeld von 50.000 Euro treiben sie ihre Forschungen nun weiter voran.



Maaß (36) und Maier (35) befassen sich mit der so genannten hypertrophischen Kardiomyopathie. Bei diesem Leiden ist das Herz verdickt und vergrößert. Viele der Betroffenen merken keinerlei Symptome, aber bisweilen kommt es zu Herzrhythmusstörungen, in Extremfällen zum plötzlichen Herztod. Letzterer trifft insbesondere Leistungssportler. "Das sind dann diese Fälle, bei denen ein Fußballspieler auf dem Platz unvermittelt tot zusammenbricht", erklärt Maier.



Die beiden Mediziner wollen wissen, wie diese Art des plötzlichen Herztodes genau zu Stande kommt. Als Auszeichnung und zur weiteren Forcierung ihrer Forschung ist das "Klaus-Georg und Sigrid Hengstberger-Forschungsstipendium" gedacht, das ihnen auf der 71. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, Herz- und Kreislaufforschung verliehen wurde.

Das Preisgeld verwenden Maaß und Maier für ein auf zwei Jahre angelegtes Forschungsprojekt. Dabei wollen sie die Entstehung von Herzrhythmusstörungen bei der hypertrophischen Kardiomyopathie detailliert ergründen. Mit diesem Projekt wollen die beiden Ärzte einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Patientenversorgung leisten. Am Würzburger Uniklinikum werden zurzeit rund 50 Patienten, die an dieser erblichen Herzkrankheit leiden, mitsamt ihrer Familien betreut.

Alexander Maaß ist ein ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der molekularen und biochemischen Erforschung der hypertrophischen Kardiomyopathie. Er studierte Medizin in Bonn und New York City. Die Ausbildung zum Internisten und Kardiologen begann er 1995 an der Medizinischen Klinik der Uni Würzburg. Seine klinische Tätigkeit ergänzte er durch einen fast dreijährigen Forschungsaufenthalt an der University of Colorado.

Sebastian Maier ist Fachmann für klinische und experimentelle Rhythmologie und Elektrophysiologie. Das Medizinstudium absolvierte er in Würzburg und San Francisco. Seine klinische Tätigkeit begann ebenfalls an der Würzburger Medizinischen Klinik, und auch er unterbrach seine klinische Ausbildung für einen Auslandsaufenthalt, der ihn für zweieinhalb Jahre an die University of Washington in Seattle führte.

Zum ersten Mal begegnet sind sich die zwei Mediziner an der Medizinischen Uniklinik in Würzburg. Hier nahm die Kooperation der beiden ihren Anfang. Ihre gemeinsame Würzburger Arbeitsgruppe wird derzeit von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und vom Bundesforschungsministerium finanziell gefördert.

Robert Emmerich | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-wuerzburg.de

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