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Bedeutender Transplantations-Forschungspreis an Herzchirurgen der Universität Jena verliehen

04.11.2004


Dr. Jan Groetzner (35) aus dem Jenaer Universitätsklinikum ist gerade auf der Jahrestagung der Deutschen Transplantationsgesellschaft in Kiel ausgezeichnet worden. Dem Mediziner aus der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie wurde der mit 10.000 Euro hoch dotierte Wyeth-Forschungs- und Innovationspreis verliehen.



Dr. Groetzner beschäftigt sich damit, wie nach Herztransplantationen die Abstoßungsreaktionen des Körpers auf das neue Organ möglichst verhindert werden können. Hauptprobleme dabei sind die Nebenwirkungen der so genannten Immunsuppressiva, die z. B. zu einer Einschränkung der Nierenfunktion führen. Groetzner konnte in einer großen klinischen Studie zeigen, dass durch eine neuartige Kombination von abstoßungsunterdrückenden Medikamenten die Nierenfunktion der Herztransplantierten im Langzeitverlauf erheblich gebessert werden konnte. "Hierdurch wurde ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Nachbehandlung von Organtransplantierten erzielt", betont Klinikdirektor Prof. Dr. Thorsten Wahlers. Dies ist auch für das Herz- und Lungentransplantationsprogramm der Friedrich-Schiller-Universität von Bedeutung, bei dem durch Prof. Wahlers und seine Mitarbeiter bereits mehr als 80 Transplantationen durchgeführt wurden.



Mit der Preisverleihung an Jan Groetzner wird die hohe Qualität der klinischen Forschung auf dem Gebiet der Optimierung der Abstoßungsbehandlung in Jena gewürdigt. Prof. Wahlers: " Aus meiner Sicht hat Dr. Groetzner einen herausragenden Beitrag für die Transplantationsmedizin geleistet, der nicht nur den herz- und lungentransplantierten Patienten zugute kommt, sondern eine Bedeutung für alle soliden Organtransplantationen aufweist. Dies kommt auch darin zum Ausdruck, dass ihm dieser Preis auf der einzigen deutschen Transplantationstagung verliehen wurde, die alle Organgebiete zusammenfasst."

Der Preis ist zugleich Ansporn, den Forschungsschwerpunkt "Nachbehandlung von Patienten nach Organtransplantation" an der Klinik konsequent weiterzuführen. Das Team um Prof. Wahlers ist sich sicher, dass dies erheblich dazu beitragen wird, die Lebensqualität der Transplantierten zu verbessern und die besondere Rolle des Transplantationszentrums Jena in den neuen Ländern zu unterstreichen.

Axel Burchardt | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-jena.de

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