Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verleihung des 1. hessischen Kooperationspreises

20.04.2004


Am 19. April verlieh der hessische Minister für Wissenschaft und Kunst den mit 5.000 Euro dotierten ersten hessischen Kooperationspreis auf der Hannover Messe.



Den Preis erhalten die Firma Sacher-Lasertechnik aus Marburg und die Arbeitsgruppe Halbleiteroptik um Dr. Ingo Fischer und Prof. Wolfgang Elsäßer vom Institut für Angewandte Physik der TU Darmstadt. Die Kooperationspartner entwickelten ein Hochleistungs-Diodenlaser-System. Dieses arbeitet im Leistungsbereich von einem Watt. Zum Vergleich dazu: ein Laserpointer hat eine Leistung von einem Milliwatt. Mit den verbesserten Strahleigenschaften, der guten Fokussierbarkeit und einer hohen spektralen Reinheit des Laserstrahls gelang den Partnern ein Technologiedurchbruch im Bereich der Lasertechnik. Anwendung soll diese Technologie in der Diabetes-Diagnostik finden. Hier wird der Glukosegehalt in vivo gemessen, eine Blutabnahme ist also nicht mehr notwendig. Weitere Anwendungsfelder bestehen in der Materialbearbeitung, z.B. für fälschungssichere Gravuren wie Seriennummern und in der direkten Satellitenkommunikation.

... mehr zu:
»Kooperationspreis


Das zweitplazierte Projekt hat ein neues nationales Trustcenter für Deutschland entwickelt. In dem Konsortium arbeiteten Prof. Dr. Johannes Buchmann vom Darmstädter Zentrum für IT-Sicherheit (DZI) mit der Firma FlexSecure GmbH aus Darmstadt zusammen. Ein Trustcenter ist eine Zertifizierungsstelle, die eindeutige und vertrauenswürdige Identitäten für verschiedene Anwendungen im elektronischen Datenverkehr vergibt. Dadurch verhindert sie den Dokumentenmissbrauch im Internet, zum Beispiel in den Bereichen E-Government, E-Health und E-Commerce. Da elektronische Signaturen mit der Zeit durch neue Angriffe und schnellere Computer unsicher werden, sind neue Konzepte gefordert, die flexibel auf diese Bedrohungen reagieren. Ein solches Konzept haben die Kooperationspartner in dem Produkt FlexiTrust realisiert.
Das deutsche Signaturgesetz verlangt die Existenz eines nationalen Trustcenters für Deutschland und die Partner haben diese Trustcenterlösung für das nationale Trustcenter implementiert.


Mit der umweltschonenden Verwertung von Glas- und Steinwolle erreichten Prof. Dr. Gäth von der Justus-Liebig-Universität Gießen und Edwin Fritsch mit der Firma Wool.rec den dritten Platz. Bei dem Verwertungsverfahren entsteht ein neues Produkt "Woolit®". Dieses findet als neuer Rohstoff Verwendung bei der Ziegelherstellung und trägt so noch zur Schonung natürlicher Ressourcen bei.

Prof. Dr. Gäth vom Institut für Landschaftsökologie und Ressourcenmanagement der Justus-Liebig-Universität in Gießen übernahm im Projekt die stoffliche Untersuchung und Überwachung der Mineralfaserabfälle und der Zuschlagstoffe von der Produktion bis zur Weiterverwertung. Die Aufgabe des Unternehmens war es, Produktionsanlagen zu realisieren, den Markt zu analysieren, die genehmigungsrechtlichen Verfahren einzuleiten und ein Managementkonzept zu entwickeln. Das Ergebnis des vom Umweltbundesamtes geförderten Projektes ist das europaweit patentiertes Produkt Woolit®, sowie eine weiter fortbestehende Kooperation der Partner. Ein Absolvent des Instituts wurde im Unternehmen eingestellt.

Wissenschaftsminister Udo Corts würdigte bei der Preisverleihung die hervorragende Zusammenarbeit von mittelständischen Unternehmern und Wissenschaftlern, die zusammen das Know-how aus der Forschung für den nachhaltigen Unternehmenserfolg nutzbar machten. Die Vielzahl und die hohe Qualität auch der weiteren eingereichten Beiträge zeige, dass in Hessen eine lebhafte Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und der Wirtschaft bestehe.

Die Projekte wurden für den technologischen Fortschritt, die technologische und wirtschaftliche Bedeutung, die Art und die Komplexität der Kooperation, den Erfolg des Projekts für das Unternehmen und für die beteiligten Wissenschaftler ausgezeichnet. Insgesamt waren 29 Beiträge eingereicht worden. Informationen über alle eingereichten Beiträge und die Projektpartner sind im Internet abrufbar.

Dipl.-Biol. Claudia Müller | idw
Weitere Informationen:
http://www.ttn-hessen.de/kooperationspreis

Weitere Berichte zu: Kooperationspreis

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Schönheit der organischen Form in 3D
12.07.2018 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

nachricht Infektionen und Krebs: Welche Rolle spielen spezielle weiße Blutkörperchen?
06.07.2018 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

18.07.2018 | Physik Astronomie

Schonend, schnell und präzise: Innovative Herz-Bildgebung in Freiburg

18.07.2018 | Medizintechnik

Chemische Waffe durch laterale Gen-Übertragung schützt Wollkäfer gegen schädliche Pilze

18.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics