Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BIENE Award: FIT entwickelt Bewertungskriterien für Barrierefreiheit

15.12.2003


Die ’Aktion Mensch’ und die Stiftung ’Digitale Chancen’ haben die besten barrierefreien Websites mit BIENE Awards ausgezeichnet. Dabei wurde erstmals ein Sonderpreis in der Kategorie ’Für Menschen mit Lernschwierigkeiten’ vergeben; er ging an das Projekt "Lebenshilfe angesagt". Ein Experte aus FIT war Mitglied des fachlichen Beirats, der die Bewertungskriterien maßgeblich bestimmte.



Trotz des europäischen Jahres für Menschen mit Behinderung und zahlreicher politischer Appelle sind unnötige "Behinderungen" für Behinderte an der Tagesordnung. Das gilt auch für den digitalen Raum, der trotz aller Möglichkeiten noch lange nicht barrierefrei gestaltet ist. Dass es aber auch ganz anders geht, soll der BIENE Award (Barrierefreies Internet eröffnet neue Einsichten) zeigen und belohnen.



Bei dem Sonderpreis "Angebot für Menschen mit geistiger Behinderung" stand die Jury jedoch vor einem Problem: Die einschlägigen Richtlinien für Barrierefreiheit sind auf Menschen mit Lese- und Lernbehinderungen nur unzureichend anwendbar.

FIT wurde daher mit der Erarbeitung eines speziellen Bewertungskatalogs betraut. Die Forschungsgruppe um Leiter Dr. Michael Pieper konnte hier auf den Ergebnissen des Projekts KOMM@SCHU.LE aufsetzen, in dem kürzlich ein pädagogisches Medienkonzept für die speziellen Anforderungen von Lernbehinderten erarbeitet wurde.

"Die speziellen Merkmale von lese- und lernbehinderten Menschen müssen gesondert berücksichtigt werden. Gute Webpages sind so gestaltet, dass sie die Handikaps der Zielgruppe kompensieren können. Besonders wichtig sind dabei - neben einer einfachen, linearen Dialogführung - vor allem leicht lesbare, kurze Texte mit klaren Satzstrukturen, ohne unnötige Fremdwörter."

Zusätzlich werden selbstverständlich die allgemeinen softwareergonomischen Standards für benutzerfreundliche Gestaltung von Dialogsystemen berücksichtigt, wie sie in der Norm DIN (66234, Teil 8; ISO 9241, Teile 10-17) festgelegt sind.

"Ein wichtiger, über die Kompensation von Behinderungen hinausreichender Aspekt der Barrierefreiheit wird in der Diskussion über deren Kosten häufig vergessen", so Pieper weiter. "Viele Menschen mit Behinderungen greifen mit anderen Ein-/Ausgabegeräten als Tastatur und Monitor auf Web-Inhalte zu. Sie sind daher häufig die Vorreiter bei der Umsetzung universeller Design-Standards im Internet, die sich plötzlich für Nicht-Behinderte als sehr nützlich erweisen, wenn die mit neuartigen Endgeräten, etwa per Handy, PDA oder Auto-Bordcomputer, auf Web-Inhalte zugreifen wollen."

Kontakt:
pr@fit.fraunhofer.de

Alex Deeg | idw
Weitere Informationen:
http://www.fit.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: Barrierefreiheit Behinderung Biene

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Künstliche Intelligenz erobert die Fahrzeugentwicklung
21.09.2018 | Technische Universität Berlin

nachricht Preis für Arbeit über autonomes Fahren
11.09.2018 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Tiefseebergbau: Forschung zu Risiken und ökologischen Folgen geht weiter

21.09.2018 | Geowissenschaften

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Optimierungspotenziale bei Kaminöfen

21.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics