Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ausgezeichnete Ideen für sichere IT

30.10.2003


CAST-Förderpreis für Nachwuchsforscher



Datensicherheit war eines der Schwerpunkt-Themen der Systems 2003, die letzte Woche IT-Fachleute nach München lockte. Kein Zufall, denn Computer-Viren, Hackerangriffe via Internet, Raubkopien von Musik, Datenklau durch Mitarbeiter und andere Formen der Computerkriminalität verursachen in Unternehmen und staatlichen Stellen immense Schäden - nicht nur finanzieller Art. Schnell ist auch das Vertrauen der Geschäftspartner und Kunden verloren. Es braucht sichere Informations- und Kommunikationsinfrastrukturen, damit Unternehmen Verträge übers Netz austauschen, Mitarbeiter mobile Endgeräte auch außerhalb der firmeneigenen Firewall unbedenklich nutzen können, Jede und Jeder Banküberweisung oder Steuererklärung bequem vom heimischen PC aus erledigen kann. Vielfältige Forschungsaktivitäten sind nötig, um innovative Sicherheitsverfahren und -konzepte zu entwickeln, denn die Industrie bringt in rasantem Tempo neue Systeme und Endgeräte auf den Markt.

... mehr zu:
»CAST-Forum »IT-Sicherheit


Um die nötige Kompetenz in diesem Sektor der Informationstechnik (IT) zu sichern und insbesondere den Nachwuchs zu fördern, schreibt das Competence Center for Applied Security Technology (CAST-Forum ) den CAST-Förderpreis IT-Sicherheit aus. Damit prämiert das Forum herausragende und innovative Ideen, Konzepte und Anwendungen auf diesem Gebiet. Die Auszeichnung wird seit 2001 zum dritten Mal verliehen und ist in diesem Jahr mit Preisgeldern von insgesamt 18.000 Euro für die ersten drei Plätze dotiert. Um Studierenden und Auszubildenden gleiche Chancen zu bieten, werden die Preise erstmals in zwei Kategorien vergeben. Aus der Vielzahl der eingereichten Arbeiten hat eine hochkarätige Jury bereits acht Werke - fünf je Kategorie - ausgewählt. Darunter sind grundlegende Forschungsarbeiten wie auch Konzepte zu aktuellen Themen: So referiert Ingo Riedel, Student der Ruhr-Universität Bochum und NEC-Mitarbeiter, zur Sicherheit in Ad-hoc-Netzwerken. Welche Methoden und Werkzeuge für Angriffe auf die digitale Signatur eingesetzt werden, zeigt Jan Blumenstein, Student der FH Darmstadt und Mitarbeiter der Deutschen Bank. Weitere Beiträge beschäftigen sich unter anderem mit Fragen der Autorisierung bei Online-Tickets und der Einführung einer Public-Key-Infrastruktur in einer Universität.

Welche dieser Arbeiten mit den ersten drei Preisen ausgezeichnet werden, entscheidet sich am "CAST-Nachwuchstag IT-Sicherheit", Zeit: Donnerstag, 20. November 2003, 10:00 bis 20:00 Uhr, Ort: Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD, Fraunhoferstraße 5, 64283 Darmstadt.

Die Autoren werden im Rahmen der Veranstaltung ihre Arbeiten in einer jeweils 20minütigen Präsentation vorstellen und sich einer anschließenden kurzen Diskussion stellen. Danach entscheiden die Mitglieder des CAST-Forums in geheimer Wahl über die Vergabe der Preise. Die Sieger in beiden Kategorien dürfen sich über einen Geldpreis in Höhe von 4.000 Euro freuen, den Zweit- und Drittplatzierten winken Geldprämien in Höhe von 3.000 und 2.000 Euro. Die weiteren Nominierten können kostenlos an allen Workshops des CAST-Forums im nächsten Jahr teilnehmen - was einem Gegenwert von zirka 2.500 Euro pro Gewinner entspricht. Teilnahmeberechtigt am CAST-Förderpreis IT-Sicherheit waren Studierende und Auszubildende aller deutschen Hochschulen und betrieblichen Ausbildungsstellen oder Mitglieds-Institutionen des CAST-Forums, die ihre preiswürdigen Arbeiten im Zeitraum vom Januar 2002 bis August 2003 abgeschlossen haben.

Die Veranstaltung richtet das Competence Center for Applied Security Technology (CAST) aus, ein Forum des Zentrums für Graphische Datenverarbeitung (ZGDV). Die CAST-Mitglieder haben die Preise gestiftet. Schirmherr des diesjährigen Förderpreises ist der Hessische Ministerpräsident Roland Koch. Die Preise verleihen wird Harald Lemke, Staatssekretär im Hessischen Finanzministerium und E-Government-Beauftragter der Landesregierung. Um den Zuhörern die Zeit zwischen Vortragsende und Preisverleihung zu verkürzen, haben sich die Veranstalter etwas Besonderes einfallen lassen: In einem Zuhörerwettbewerb kann Jede und Jeder wetten, in welcher Reihenfolge sich die Gewinner platzieren werden. Wer hier ins Schwarze trifft, der wird mit einer Kiste edlen Weins belohnt.

Das CAST-Forum hat sich zum Ziel gesetzt, der wachsenden Bedeutung der IT-Sicherheit in allen Wirtschaftszweigen und Bereichen der öffentlichen Verwaltung die erforderliche Kompetenz gegenüberzustellen und diese weiterzuentwickeln. Zu den Aufgaben des Forums gehört die Förderung von innovativen Sicherheitstechnologien und -konzepten für den europäischen Wirtschaftsraum wie auch die Aus- und Weiterbildung zur IT-Sicherheit für alle Berufs- und Tätigkeitsbereiche. Dabei nimmt die Förderung der Ausbildung einen hohen Stellenwert ein. Zu den 72 Mitgliedern des CAST-Forums gehören namhafte Unternehmen aus dem In- und Ausland, Landes- und Bundesbehörden sowie renommierte europäische Forschungseinrichtungen. Die Vorträge der Kandidaten sind öffentlich.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei, allerdings ist eine Anmeldung erforderlich. Wir möchten Sie daher bitten, sich bis zum 14. November per Fax (06151/155-446), per E-Mail: Bernad.Lukacin@zgdv.de, Tel. 06151-155-146 oder auf der Internetseite anzumelden.

Kurzprofil INI-GraphicsNet:
Das internationale Netzwerk der Graphischen Datenverarbeitung (INI-GraphicsNet) besteht aus dem Fraunhofer-Institut fuer Graphische Datenverarbeitung IGD, dem Zentrum fuer Graphische Datenverarbeitung (ZGDV) e.V., beide in Darmstadt und Rostock, und dem Fachgebiet Graphisch-Interaktive Systeme (GRIS) der Technischen Universitaet Darmstadt. Weitere Institutionen des Netzwerkes sind das Fraunhofer-Anwendungszentrum fuer Computergraphik in Chemie und Pharmazie (AGC) in Frankfurt, das Fraunhofer Center for Research in Computer Graphics (CRCG) und imedia - The ICPNM Academy, beide in Providence, Rhode Island (USA), das Centre for Advanced Media Technology (CAMTech) und das Centre for Graphics and Media Technology (CGMT), beide in Singapur, das Centro de Computaç"o Gráfica (CCG) in Guimar"es (Portugal), das Centre for Visual Interaction and Communication Technologies (VICOMTech) in San Sebastian (Spanien), das Institute for New Media Technology (NEMETech) in Seoul (Sued-Korea) und das Center for Advanced Computer Graphics Technologies (GRAPHITech) in Trento (Italien).

Innerhalb des Netzverbundes sind an den neun Standorten ueber 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie rund 560 wissenschaftliche Hilfskraefte beschaeftigt. Bei einem Haushalt von ueber 42 Millionen Euro bildet das INI-GraphicsNet weltweit den groeßten Forschungsverbund auf dem Gebiet der Graphischen Datenverarbeitung.

Bernad Lukacin | idw
Weitere Informationen:
http://www.castforum.de/events/cast/2003/Nachwuchstag

Weitere Berichte zu: CAST-Forum IT-Sicherheit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Kieler Mediziner erhält renommierten Balzan-Preis
21.11.2019 | Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

nachricht Intelligente Werkstoffe erforschen
18.11.2019 | Carl-Zeiss-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Machine learning microscope adapts lighting to improve diagnosis

Prototype microscope teaches itself the best illumination settings for diagnosing malaria

Engineers at Duke University have developed a microscope that adapts its lighting angles, colors and patterns while teaching itself the optimal...

Im Focus: Kleine Teilchen, große Wirkung: Wie Nanoteilchen aus Graphen die Auflösung von Mikroskopen verbessern

Konventionelle Lichtmikroskope können Strukturen nicht mehr abbilden, wenn diese einen Abstand haben, der kleiner als etwa die Lichtwellenlänge ist. Mit „Super-resolution Microscopy“, entwickelt seit den 80er Jahren, kann man diese Einschränkung jedoch umgehen, indem fluoreszierende Materialien eingesetzt werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Polymerforschung haben nun entdeckt, dass aus Graphen bestehende Nano-Moleküle genutzt werden können, um diese Mikroskopie-Technik zu verbessern. Diese Nano-Moleküle bieten eine Reihe essentieller Vorteile gegenüber den bisher verwendeten Materialien, die die Mikroskopie-Technik noch vielfältiger einsetzbar machen.

Mikroskopie ist eine wichtige Untersuchungsmethode in der Physik, Biologie, Medizin und vielen anderen Wissenschaften. Sie hat jedoch einen Nachteil: Ihre...

Im Focus: Small particles, big effects: How graphene nanoparticles improve the resolution of microscopes

Conventional light microscopes cannot distinguish structures when they are separated by a distance smaller than, roughly, the wavelength of light. Superresolution microscopy, developed since the 1980s, lifts this limitation, using fluorescent moieties. Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research have now discovered that graphene nano-molecules can be used to improve this microscopy technique. These graphene nano-molecules offer a number of substantial advantages over the materials previously used, making superresolution microscopy even more versatile.

Microscopy is an important investigation method, in physics, biology, medicine, and many other sciences. However, it has one disadvantage: its resolution is...

Im Focus: Mit künstlicher Intelligenz zum besseren Holzprodukt

Der Empa-Wissenschaftler Mark Schubert und sein Team nutzen die vielfältigen Möglichkeiten des maschinellen Lernens für holztechnische Anwendungen. Zusammen mit Swiss Wood Solutions entwickelt Schubert eine digitale Holzauswahl- und Verarbeitungsstrategie unter Verwendung künstlicher Intelligenz.

Holz ist ein Naturprodukt und ein Leichtbauwerkstoff mit exzellenten physikalischen Eigenschaften und daher ein ausgezeichnetes Konstruktionsmaterial – etwa...

Im Focus: Eine Fernsteuerung für alles Kleine

Atome, Moleküle oder sogar lebende Zellen lassen sich mit Lichtstrahlen manipulieren. An der TU Wien entwickelte man eine Methode, die solche „optischen Pinzetten“ revolutionieren soll.

Sie erinnern ein bisschen an den „Traktorstrahl“ aus Star Trek: Spezielle Lichtstrahlen werden heute dafür verwendet, Moleküle oder kleine biologische Partikel...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage 2020: „Mach es einfach!“

18.11.2019 | Veranstaltungen

Humanoide Roboter in Aktion erleben

18.11.2019 | Veranstaltungen

1. Internationale Konferenz zu Agrophotovoltaik im August 2020

15.11.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

3D-Landkarten der Genaktivität

21.11.2019 | Biowissenschaften Chemie

Rekord-Gammastrahlenblitz aus den Tiefen des Weltraums

21.11.2019 | Physik Astronomie

Gammablitz mit Ultra-Strahlkraft: MAGIC-Teleskope beobachten bisher stärksten Gammastrahlen-Ausbruch

21.11.2019 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics