Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Carl Bertelsmann-Preis 2003 für vorbildliche Unternehmenskultur

22.09.2003


Bertelsmann Stiftung würdigt vorbildliche Unternehmenskultur. Die Hilti Aktiengesellschaft mit Sitz in Schaan/Fürstentum Liechtenstein erhält den mit 150.000 Euro dotierten Carl Bertelsmann-Preis 2003.



Hilti zeige in herausragender Weise, wie eine mitarbeiter- und kundenorientierte Unternehmenskultur sowie vorbildliches Führungsverhalten entscheidend zum wirtschaftlichen Erfolg beitragen könnten, begründete Prof. Heribert Meffert, Präsidiumsvorsitzender der Bertelsmann Stiftung, die Entscheidung der Jury. Insgesamt hatte die Stiftung 60 europäische Unternehmen eingehend analysiert. Dabei konnten sich neben Hilti auch die BMW Group und das dänische Pharmaunternehmen Novo Nordisk durchsetzen und als weitere Finalisten für den Carl Bertelsmann-Preis qualifizieren.

... mehr zu:
»Unternehmenskultur


In einem Festakt in der Gütersloher Stadthalle nahm Michael Hilti, Präsident des Verwaltungsrates, den Carl Bertelsmann-Preis aus den Händen von Liz Mohn, Präsidiumsmitglied der Bertelsmann Stiftung, entgegen. Zu den rund 700 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Medien gehörten Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement, der frühere niederländische Ministerpräsident Ruud Lubbers und die ehemalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth. Mit der Preisverleihung für beispielhaft gelebte Unternehmenskultur und vorbildliches Führungsverhalten will die Bertelsmann Stiftung darauf hinweisen, dass die sogenannten "weichen Faktoren" für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens von großer Bedeutung sind.

Die Hilti Aktiengesellschaft (14.600 Mitarbeiter; Umsatz: 2 Mrd. Euro) ist weltweit führend in der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von qualitativ hochwertigen Produkten und Systemen für den Profi am Bau und in der Gebäudeinstandhaltung. Das Unternehmen überzeuge durch seine konsequente Kundenausrichtung und unternehme große Anstrengungen, Werte und Haltungen an seine Mitarbeiter zu vermitteln, heißt es in der Begründung der Jury. Alle Mitarbeiter, auch die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat, nehmen an kontinuierlichen Unternehmenskultur-Trainings teil. Wesentliche Instrumente der Unternehmens-kultur sind Mitarbeiterbefragungen und regelmäßige Führungskräftebeurteilungen.

Der Wertekanon bei Hilti hebt deutlich das Team hervor. Hilti motiviert seine Mitarbeiter zur Übernahme von Verantwortung und setzt dabei konsequent auf eine offene Vertrauenskultur, die Risiken bewusst in Kauf nimmt. Vorbildlich ist auch das klar definierte Corporate-Gover-nance-Modell, das Kompetenzen abgrenzt, Doppelmandate vermeidet und Qualifikationsanforderungen für das Management definiert. Hilti zeichnet sich durch vielfältige Aktivitäten im gesellschaftspolitischen Bereich aus. Die Hilti-Stiftung ist Ausdruck des sozialen und kulturellen Engagements der Inhaber-Familie.

"Hilti ist es in beeindruckender Weise gelungen, marktnahe Entscheidungsstrukturen aufzubauen und den Mitarbeitern unternehmerisches Denken zu vermitteln", lobte Meffert die Führungsprinzipien des Unternehmens. Besonders die Orientierung an zentralen Werten wie Integrität, Selbstverantwortung, Vertrauen, Toleranz und Respekt sei beindruckend. Der Erfolg von Hilti sei das Ergebnis einer positiven Wechselbeziehung zwischen den Elementen Mitarbeiterzufriedenheit, Kundenzufriedenheit und wirtschaftlicher Ertragskraft. "Das Beispiel Hilti zeigt, wie eine vorbildlich gelebte Unternehmenskultur zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil werden kann", sagte Meffert.

Mit der Verleihung des Carl Bertelsmann-Preises will die Bertelsmann Stiftung auf internationale Modelle und Lösungsansätze aufmerksam machen, um der gesellschaftspolitischen Diskussion in Deutschland neue Impulse zu geben. Im vergangenen Jahr erhielt Transparency International (TI) den Carl Bertelsmann-Preis. Gewürdigt wurde die Organisation, die sich dem weltweiten Kampf gegen die Korruption verschrieben hat, als Beispiel für eine vorbildliche Kooperation zwischen Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Staat. Der Carl Bertelsmann-Preis wird seit 1988 jährlich verliehen.

Über die Bertelsmann Stiftung:

Die Bertelsmann Stiftung versteht sich als Förderin des Wandels für eine zukunftsfähige Gesellschaft. Sie will Reformen in den Bereichen Bildung, Wirtschaft und Soziales, Gesundheit, Demokratie und Bürgergesellschaft sowie Internationale Verständigung voranbringen. Die 1977 von Reinhard Mohn gegründete, gemeinnützige Einrichtung hält die Mehrheit der Kapitalanteile der Bertelsmann AG. In ihrer Projektarbeit ist die Stiftung unabhängig vom Unternehmen und parteipolitisch neutral.

Rückfragen an: Andreas Henke, Telefon: 0 52 41 / 81-81 129


Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Julia Schormann | idw
Weitere Informationen:
http://www.carl-bertelsmann-preis.de
http://www.hilti.com

Weitere Berichte zu: Unternehmenskultur

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Künstliche Intelligenz erobert die Fahrzeugentwicklung
21.09.2018 | Technische Universität Berlin

nachricht Preis für Arbeit über autonomes Fahren
11.09.2018 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Therapien bei Gefäßerkrankungen

Auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Angiologie (DGA) vom 12. bis 15. September in Münster stellten Gefäßspezialisten aus ganz Deutschland die neuesten Therapien bei Gefäßerkrankungen vor. Vor allem in den Bereichen periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) und venöse Verschlusskrankheiten wie die Tiefe Venenthrombose (TVT) gibt gute Neuigkeiten für die Patienten. Viele der 720 Gefäßspezialisten, die an der Jahrestagung teilnahmen, stellten neueste Studienergebnisse vor.

Millionen Menschen leiden in Deutschland unter Gefäßerkrankungen, allein rund fünf Millionen unter der „Schaufensterkrankheit“, medizinisch periphere...

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Mit traditionellen Methoden gegen extreme Trockenheit

24.09.2018 | Geowissenschaften

Europäische Spitzenforschung auf der EuMW

24.09.2018 | Messenachrichten

Neue Therapien bei Gefäßerkrankungen

24.09.2018 | Medizintechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics