Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Aktive Lebensmittelfolie - Forschungsprojekt gewinnt Innovationspreis

12.09.2003


Cofresco Institute zeichnet "Activ Packaging" Projekt zum Schutz vor Lebensmittelvergiftungen aus. Sonderpreis für eine Studentengruppe aus Reims.


Die zweite Auflage des europäischen Wettbewerbs um die Innovationspreise hat den Erfolg des im November 2001 gegründeten Cofresco Institutes bestätigt: Insgesamt wurden doppelt so viele Bewerbungen eingereicht wie im Jahr zuvor. Der mit 10 000 Euro dotierte Preis wurde in diesem Jahr im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung in Frankfurt/M. an ein "Active Packaging" Projekt vergeben, das einen Beitrag zur Vermeidung von Lebensmittelvergiftungen leistet. Des Weiteren wurde eine Studentengruppe der Fachhochschule für Verpackung (ESIEC), Reims, für ihr Konzept eines diätetischen Tellers mit 2 000 Euro ausgezeichnet.

Doppelt so viele Projekte wie im Jahr zuvor waren für die Innovationspreise 2003 des Cofresco Institutes eingereicht worden. Der Wettbewerb stand in diesem Jahr unter dem Titel "Verbraucherorientierte Lösungen, die den Umgang mit Lebensmitteln im Haushalt für eine gesunde Ernährung aktiv unterstützen". Im Mai traf sich der wissenschaftliche Ausschuss des Cofresco Institutes und wählte das Projekt von Dr. Sebti Issam, "Herstellung effizienter antimikrobieller Folien mit Chitosan- und/oder Nisin-Beschichtung bei Kunststoffbeuteln und Cellophanfolien", zum Sieger. Ausschlaggebend waren der Innovationsgrad des Projektes, sein wissenschaftlicher Wert und seine Vorteile für den Verbraucher.


Unverarbeitete Lebensmittel werden in der Regel für mehrere Tage im Kühlschrank aufbewahrt und nur unzureichend in Kunststoffbeuteln oder mit Cellophan-Folien geschützt. In Abhängigkeit von der Kühlschranktemperatur und der mikrobiellen Empfindlichkeit des Produkts können unerwünschte mikrobielle Erreger die Qualität und Genießbarkeit der Lebensmittel erheblich beeinträchtigen. Ein mikrobieller Befall kann im Extremfall zu einer Lebensmittelvergiftung, zum Beispiel durch Listerien, führen und schwerwiegende Konsequenzen insbesondere für ältere Menschen und Schwangeren haben.

Das Ziel des Projektes von Dr. Sebti Issam besteht darin, durch die Entwicklung neuartiger Kunststoffbeutel und Cellophan-Folien für den Verbraucher eine aktive Verpackung bereitzustellen, die die ursprüngliche mikrobielle Qualität des Produktes erhält. Dabei sollte die Handhabung der derzeit gebräuchlichen entsprechen.

Der wissenschaftliche Ausschuss beschloss darüber hinaus, weitere 2 000 Euro an eine Studentengruppe der ESIEC zu vergeben. Das Team erhält die Auszeichnung für das Konzept eines speziellen "diätetischen mikrowellentauglichen Tellers für frisches Gemüse". Obwohl dieses Projekt den Auswahlkriterien deutlich weniger gerecht wird als das von Dr. Issam, wurde es von der Jury mit einem Sonderpreis versehen. Er wird dem jungen Forscherteam als Anerkennung für seine Arbeit und sein Engagement verliehen.

Wettbewerb um die Innovationspreise 2004 bereits gestartet

Früher als im vergangenen Jahr ruft das Cofresco Institute zur Teilnahme am Wettbewerb um die Innovationspreise 2004 auf. Das Forschungsthema lautet: "Neue Ideen oder Lösungen, die dem Verbraucher dabei helfen, Nahrungsmittel zu Hause länger frisch zu halten".

Ein Qualitätsverlust kann bei Nahrungsmitteln sowohl durch die Art der Verpackung, des Transports und der Lagerung als auch durch den natürlichen Prozess des Verderbens auftreten. Das Forschungsthema für das Jahr 2004 zielt auf Lösungen für die Verpackung von Nahrungsmitteln im Haushalt oder für den Umgang mit ihnen zu Hause. Alle eingereichten Lösungen bzw. Konzepte müssen das europäische Lebensmittelgesetz erfüllen.

Die Bewerbungsunterlagen müssen bis Mitternacht des 31. März 2004 (es gilt das Datum des Poststempels) an die folgende Adresse geschickt werden: Cofresco Institute, Innovationspreise 2004, Melittastr.17, D-32427 Minden.

Martin Linnemann M. A. | idw
Weitere Informationen:
http://www.cofrescoinstitute.com

Weitere Berichte zu: Innovationspreis Lebensmittelvergiftung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Haensel AMS und Universität Amsterdam starten Innovationswettbewerb für Dynamic Pricing
21.03.2019 | Haensel AMS GmbH

nachricht Phoenix Contact gewinnt BME-Preis für elektronische Beschaffung
13.03.2019 | Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochdruckwasserstrahlen zum flächigen Materialabtrag von hochfesten Werkstoffen erprobt

Beim Fräsen hochfester Werkstoffe wie Oxidkeramik oder Sondermetalle – und besonders bei der Schruppbearbeitung – verschleißen Werkzeuge schnell. Für Unternehmen ist die Bearbeitung dieser Werkstoffe deshalb mit hohen Kosten verbunden. Im Projekt »HydroMill« hat das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen mit seinen Projektpartnern nun gezeigt, dass sich der Hochdruckwasserstrahl zum flächigen Materialabtrag von hochfesten Werkstoffen eignet. War der Einsatz von Wasserstrahlen bislang auf die Schneidbearbeitung beschränkt, zeigen die Projektergebnisse, wie sich hochfeste Werkstoffe kosten- und ressourcenschonender als bisher flächig abtragen lassen.

Diese neue und zur konventionellen Schruppbearbeitung alternative Anwendung der Wasserstrahlbearbeitung untersuchten die Aachener Ingenieure gemeinsam mit...

Im Focus: Die Zähmung der Lichtschraube

Wissenschaftler vom DESY und MPSD erzeugen in Festkörpern hohe-Harmonische Lichtpulse mit geregeltem Polarisationszustand, indem sie sich die Kristallsymmetrie und attosekundenschnelle Elektronendynamik zunutze machen. Die neu etablierte Technik könnte faszinierende Anwendungen in der ultraschnellen Petahertz-Elektronik und in spektroskopischen Untersuchungen neuartiger Quantenmaterialien finden.

Der nichtlineare Prozess der Erzeugung hoher Harmonischer (HHG) in Gasen ist einer der Grundsteine der Attosekundenwissenschaft (eine Attosekunde ist ein...

Im Focus: The taming of the light screw

DESY and MPSD scientists create high-order harmonics from solids with controlled polarization states, taking advantage of both crystal symmetry and attosecond electronic dynamics. The newly demonstrated technique might find intriguing applications in petahertz electronics and for spectroscopic studies of novel quantum materials.

The nonlinear process of high-order harmonic generation (HHG) in gases is one of the cornerstones of attosecond science (an attosecond is a billionth of a...

Im Focus: Magnetische Mikroboote

Nano- und Mikrotechnologie sind nicht nur für medizinische Anwendungen wie in der Wirkstofffreisetzung vielversprechende Kandidaten, sondern auch für die Entwicklung kleiner Roboter oder flexibler integrierter Sensoren. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) haben mit einer neu entwickelten Methode magnetische Mikropartikel hergestellt, die den Weg für den Bau von Mikromotoren oder die Zielführung von Medikamenten im menschlichen Körper, wie z.B. zu einem Tumor, ebnen könnten. Die Herstellung solcher Strukturen sowie deren Bewegung kann einfach durch Magnetfelder gesteuert werden und findet daher Anwendung in einer Vielzahl von Bereichen.

Die magnetischen Eigenschaften eines Materials bestimmen, wie dieses Material auf das Vorhandensein eines Magnetfeldes reagiert. Eisenoxid ist der...

Im Focus: Magnetic micro-boats

Nano- and microtechnology are promising candidates not only for medical applications such as drug delivery but also for the creation of little robots or flexible integrated sensors. Scientists from the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) have created magnetic microparticles, with a newly developed method, that could pave the way for building micro-motors or guiding drugs in the human body to a target, like a tumor. The preparation of such structures as well as their remote-control can be regulated using magnetic fields and therefore can find application in an array of domains.

The magnetic properties of a material control how this material responds to the presence of a magnetic field. Iron oxide is the main component of rust but also...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Größte nationale Tagung 2019 für Nuklearmedizin in Bremen

21.03.2019 | Veranstaltungen

6. Magdeburger Brand- und Explosionsschutztage vom 25. bis 26.3. 2019

21.03.2019 | Veranstaltungen

Teilchenphysik trifft Didaktik und künstliche Intelligenz in Aachen

20.03.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Nieten, schrauben, kleben im Flugzeugbau: Smarte Mensch-Roboter-Teams meistern agile Produktion

25.03.2019 | HANNOVER MESSE

Auf der Suche nach der verschwundenen Antimaterie: Messungen mit Belle II erfolgreich gestartet

25.03.2019 | Physik Astronomie

HEIDENHAIN auf der CONTROL 2019: Belastbare Systeme für mehr Genauigkeit und Zuverlässigkeit

25.03.2019 | Messenachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics