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VolkswagenStiftung fördert Materialforschung in der Physikalischen Chemie der Uni Kaiserslautern

11.08.2003


Materialien nehmen eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung neuer Technologien ein. Von neuen Materialien erhofft man sich unter anderem Miniaturisierung, Gewichtsminderung, bessere Umwelt- und Bioverträglichkeit oder auch geringeren Rohstoff- und Energieverbrauch - und dies bei gleichzeitig optimierten strukturellen und funktionellen Eigenschaften.


Drei Jahre lang fördert die VolkswagenStiftung im Rahmen ihrer neuen Förderinitiative ’Komplexe Materialien’ mit 481.600 EUR das von zwei Arbeitsgruppen getragene Verbundvorhaben von Professor Dr. Rüdiger Wortmann, Physikalische Chemie der Universität Kaiserslautern und Professor Dr. Frank Würthner vom Institut für Organische Chemie der Universität Würzburg. Dieses Vorhaben beschäftigt sich mit Selbstorganisationsprozessen und deren gezielten Einsatz in der Materialsynthese. Moleküle mit Dipolcharakter (positiv und negativ geladenem Molekülende) haben die Eigenschaft, sich aneinander zu lagern, so dass sich die Ladung gegenseitig aufhebt. Diese Aneinanderlagerung geschieht spontan und unkontrolliert. Es sollen nun erstmals neue Möglichkeiten realisiert werden, mit Hilfe von elektrischen Feldern diesen Selbstorganisationsprozess und damit die optischen Eigenschaften von Polymeren gezielt zu steuern. Daraus werden sich neue Perspektiven für das Design elektrooptisch aktiver Materialien wie beispielsweise photorefraktiver Polymere ergeben. Derartige Materialien besitzen ein breites Spektrum möglicher technologischer Anwendungen im Bereich der optischen Signalverarbeitung und der optischen Datenspeicherung.

Thomas Jung | idw

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