Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschungsprojekt "Hörvorgänge bei Insekten" gefördert

10.07.2003


VolkswagenStiftung fördert mit 1,3 Millionen Euro



Hörvorgänge bei Insekten und zwar die mechanischen Prozesse und zellulären sowie molekularen Mechanismen sind der Gegenstand eines Forschungsprojektes von Dr. Martin C. Göpfert vom Zoologischen Institut der Universität zu Köln, das jetzt von der VolkswagenStiftung mit 1,3 Millionen Euro gefördert wird. Konkret geht es ihm um die genauen Abläufe der mechanischen Verstärkung ins Ohr einfallender Reize. Bekannt ist, dass die im Ohr sitzenden Sinneszellen ihre erstaunliche Empfindlichkeit für eintreffende Geräusche mit Hilfe eines Tricks erreichen: Ähnlich wie das Anstoßen einer Schaukel deren Schwingungen verstärkt, verstärken auch diese Zellen aktiv mit eigenen Bewegungen die durch Schall ausgelösten Schwingungen. Um die biophysikalischen Prozesse rund um jene aktive mechanische Verstärkung zu erforschen, will Göpfert neurobiologische, biophysikalische und genetische Methoden kombinieren. Untersuchungsobjekte sind die Taufliege Drosophila, Stechmücken und Nachtfalter. Kennzeichen des im hohen Maße interdisziplinären Vorhabens der Nachwuchsgruppe mit dem Titel "Active auditory mechanics in insects" ist es, dass die Gebiete Biomechanik, Akustik und Genetik in noch ungewohnter Weise verbunden werden.

... mehr zu:
»Insekt »Ohr


Das Projekt von Dr. Göpfert hat die VolkswagenStiftung zusammen mit fünf weiteren aus insgesamt 55 anderen Anträgen ausgewählt. Mit dieser Maßnahme möchte die Stiftung vor allem Nachwuchsgruppen fördern. Wer als junger Wissenschaftler eine solche Gruppe leitet, verwaltet die eingeworbenen Gelder eigenständig und hat insgesamt sechs Jahre Zeit, die selbst gesteckten Forschungsziele zu erreichen. Dabei können sich die Nachwuchswissenschaftler die Hochschule und ihre Mitarbeiter selber auswählen. Sie sind damit organisatorisch unabhängig, aber eingebettet in die Universität.

Dr. Göpfert (Jahrgang 1968) arbeitete von 1998 bis 2002 als Forschungsstipendiat des DAAD und der Deutschen Akademie der Naturforscher am Zoologischen Institut der Universität Zürich; dort habilitierte er sich vor kurzem. Im April 2003 wurde er mit dem Walter Arndt-Preis der Deutschen Zoologischen Gesellschaft ausgezeichnet. Seit 2002 ist Göpfert als Royal Society Research Fellow an der School of Biological Sciences der Universität Bristol beschäftigt. "Damit ist er ein Paradebeispiel eines jungen Wissenschaftlers, der trotz hervorragender Arbeitsbedingungen im Ausland durch ein attraktives Angebot nach Deutschland zurückkehrt", betont Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung.

Rückfragen an:

Dr. Ansgar Büschges
Telefon 0221 - 470-2607
E-mail: ansgar.bueschges@uni-koeln.de

Gabriele Rutzen | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-koeln.de/pi

Weitere Berichte zu: Insekt Ohr

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Das Stromnetz fit für E-Mobilität machen
21.10.2019 | Universität Passau

nachricht Wie ein infizierter Knochen besser heilt
16.10.2019 | Klinikum der Ruhr-Universität Bochum - Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hohlraum vermittelt starke Wechselwirkung zwischen Licht und Materie

Forschern ist es gelungen, mithilfe eines mikroskopischen Hohlraumes eine effiziente quantenmechanische Licht-Materie-Schnittstelle zu schaffen. Darin wird ein einzelnes Photon bis zu zehn Mal von einem künstlichen Atom ausgesandt und wieder absorbiert. Das eröffnet neue Perspektiven für die Quantentechnologie, berichten Physiker der Universität Basel und der Ruhr-Universität Bochum in der Zeitschrift «Nature».

Die Quantenphysik beschreibt Photonen als Lichtteilchen. Will man ein einzelnes Photon mit einem einzelnen Atom interagieren lassen, stellt dies aufgrund der...

Im Focus: A cavity leads to a strong interaction between light and matter

Researchers have succeeded in creating an efficient quantum-mechanical light-matter interface using a microscopic cavity. Within this cavity, a single photon is emitted and absorbed up to 10 times by an artificial atom. This opens up new prospects for quantum technology, report physicists at the University of Basel and Ruhr-University Bochum in the journal Nature.

Quantum physics describes photons as light particles. Achieving an interaction between a single photon and a single atom is a huge challenge due to the tiny...

Im Focus: Freiburger Forschenden gelingt die erste Synthese eines kationischen Tetraederclusters in Lösung

Hauptgruppenatome kommen oft in kleinen Clustern vor, die neutral, negativ oder positiv geladen sein können. Das bekannteste neutrale sogenannte Tetraedercluster ist der weiße Phosphor (P4), aber darüber hinaus sind weitere Tetraeder als Substanz isolierbar. Es handelt sich um Moleküle aus vier Atomen, deren räumliche Anordnung einem Tetraeder aus gleichseitigen Dreiecken entspricht. Bisher waren neben mindestens sechs neutralen Versionen wie As4 oder AsP3 eine Vielzahl von negativ geladenen Tetraedern wie In2Sb22– bekannt, jedoch keine kationischen, also positiv geladenen Varianten.

Ein Team um Prof. Dr. Ingo Krossing vom Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Universität Freiburg ist es gelungen, diese positiv geladenen...

Im Focus: Die schnellste Ameise der Welt - Wüstenflitzer haben kurze Beine, aber eine perfekte Koordination

Silberameisen gelten als schnellste Ameisen der Welt - obwohl ihre Beine verhältnismäßig kurz sind. Daher haben Forschende der Universität Ulm den besonderen Laufstil dieses "Wüstenflitzers" auf einer Ameisen-Rennstrecke ergründet. Veröffentlicht wurde diese Entdeckung jüngst im „Journal of Experimental Biology“.

Sie geht auf Nahrungssuche, wenn andere Siesta halten: Die saharische Silberameise macht vor allem in der Mittagshitze der Sahara und in den Wüsten der...

Im Focus: Fraunhofer FHR zeigt kontaktlose, zerstörungsfreie Qualitätskontrolle von Kunststoffprodukten auf der K 2019

Auf der K 2019, der Weltleitmesse für die Kunststoff- und Kautschukindustrie vom 16.-23. Oktober in Düsseldorf, demonstriert das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR das breite Anwendungsspektrum des von ihm entwickelten Millimeterwellen-Scanners SAMMI® im Kunststoffbereich. Im Rahmen des Messeauftritts führen die Wissenschaftler die vielseitigen Möglichkeiten der Millimeterwellentechnologie zur kontaktlosen, zerstörungsfreien Prüfung von Kunststoffprodukten vor.

Millimeterwellen sind in der Lage, nicht leitende, sogenannte dielektrische Materialien zu durchdringen. Damit eigen sie sich in besonderem Maße zum Einsatz in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

13. Aachener Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung – »Collaborate to Innovate: Making the Net Work«

22.10.2019 | Veranstaltungen

Serienfertigung von XXL-Produkten: Expertentreffen in Hannover

22.10.2019 | Veranstaltungen

Digitales-Krankenhaus – wo bleibt der Mensch?

21.10.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

13. Aachener Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung – »Collaborate to Innovate: Making the Net Work«

22.10.2019 | Veranstaltungsnachrichten

Studenten entwickeln einen Koffer, der automatisch auf Schritt und Tritt folgt

22.10.2019 | Innovative Produkte

Chemikern der Universität Münster gelingt Herstellung neuartiger Lewis-Supersäuren auf Phosphor-Basis

22.10.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics