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Transatlantischen Ideenwettbewerb USable sucht nach "guten Ideen aus den USA"

05.06.2003


Der Transatlantische Ideenwettbewerb ist ein Forum, das ganz praxisorientiert den transatlantischen Dialog verantwortungsbewusster Menschen fördert.

"Ideas wanted" ist das Motto - und an guten Ideen und innovativen Konzepten für ein besseres gesellschaftliches Miteinander herrscht in den USA nach wie vor kein Mangel. Es sind soziale, integrative, pädagogische oder bildungspolitische Projekte, die der Wettbewerb bisher aus den USA nach Deutschland importiert hat: zum Beispiel ein Gartenprojekt für Asylbewerber, Vorlesen für bildungsferne Kinder, Emanzipation von Behinderten, schreibpädagogische Konzepte oder die Stärkung von Career Centers an Hochschulen. Diese Ideen sind Ausdruck des ausgeprägten Bürgersinns und der Experimentierfreudigkeit der amerikanischen Gesellschaft.

Der Transatlantische Ideenwettbewerb will auch in einer Zeit politischer Spannungen im deutsch-amerikanischen Verhältnis dazu einladen, Brücken zu schlagen für einen fortgesetzten Erfahrungsaustausch, von dem alle Seiten nur profitieren können. "Zusammen leben: Integration und Vielfalt" lautet das Thema der aktuellen USable-Ausschreibung. Gesucht werden konkrete Ideen und Initiativen aus den USA, die auch in Deutschland ein besseres gesellschaftliches Miteinander fördern und die Diskriminierung von Minderheiten abbauen. Für gute Beiträge und vor allem für die Erprobung innovativer Ideen stellt die Körber-Stiftung Preise und Fördermittel in Höhe von 150.000 Euro zur Verfügung.

Stichworte wie Affirmative Action, Behindertenrechtsbewegung, Gender Studies oder Diversity-Konzepte erinnern an die Vorreiterrolle der USA als ein Land, das wie kaum ein anderes gute Ideen für das Zusammenleben unterschiedlichster Menschen hervorgebracht hat. Dabei war die US-Gesellschaft zu keiner Zeit konfliktfrei: Weltoffenheit und Toleranz sind nicht erst in unseren Tagen gefährdet, und immer kannten die USA auch ethnische, religiöse oder kulturelle Spannungen und Ungleichheiten. Dennoch können die amerikanischen Erfahrungen zur Inspiration für andere werden. Das liegt vor allem darin begründet, dass für die Lösung der immensen Probleme in den USA oft weniger die staatliche Politik verantwortlich zeichnet als vielmehr die vielen individuellen Initiativen engagierter Bürgerinnen und Bürger. Und genau hier können die Teilnehmer des Transatlantischen Ideenwettbewerbs fündig werden - um dann mit Hilfe der Körber- Stiftung ihre Ideen aus den USA auch in Deutschland zu erproben.

Zwei Chancen haben die Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmer: Im USable-Ideenwettbewerb geht es darum, eine konkrete Idee aus den USA zu beschreiben und Vorschläge für ihre Übertragung nach Deutschland zu machen. Für die Erprobung hierzulande bietet die Körber-Stiftung Betreuung und erhebliche Fördermittel. Wer viel versprechende Konzepte aus den USA kennt, sie aber nicht selbst in Deutschland umsetzen will, kann sich dem Thema auch journalistisch nähern. Der USable-Textwettbewerb ist die zweite Möglichkeit, am Transatlantischen Ideenwettbewerb teilzunehmen. Für beide Wettbewerbskategorien ist der Einsendeschluss am 31. Oktober 2003.

Eveline Metzen | USable
Weitere Informationen:
http://www.usable.de

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