Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bundesregierung fördert erfolgreich innovative Lösungen beim Umgang des Menschen mit der Technik

03.06.2003


Älteren Menschen ist es möglich, durch Gesten intelligente Serviceroboter zur Haushaltsarbeit anzuleiten. Videorekorder können ohne vorherige Lektüre einer komplizierten Betriebsanleitung durch bloßes Sprechen programmiert werden. Diese Beispiele sind keineswegs Fiktion, sondern Ergebnisse von Forschung, die auf einer internationalen Statustagung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) heute und morgen in Berlin präsentiert werden. Die Bundesregierung hatte im Jahr 1999 sechs Leitprojekte mit dem Ziel gestartet, einfache Bedienungsmöglichkeiten für komplizierte Technik zu schaffen.

"Alle Leitprojekte haben ihre Forschungsziele erreicht", erklärte Staatssekretär Wolf-Dieter Dudenhausen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. "Insgesamt konnten sogar 116 Patente angemeldet werden. Dreizehn spin-off-Unternehmen wurden gegründet und 56 spin-off-Produkte entwickelt". Besonders erfreulich sei, so Dudenhausen, dass durch die Forschungsarbeiten bislang 154 neue High-Tech-Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen wurden.

In den vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit geförderten interdisziplinären Projekten zur Mensch-Technik-Interaktion arbeiteten insgesamt 102 Forschungsgruppen mit einem Förderumfang von 82,6 Millionen Euro. Die Gesamtmittel belaufen sich auf 152,2 Millionen Euro.

Dudenhausen erklärte vor den fast 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Internationalen Statustagung aus dem In- und Ausland, dass nur innovative Lösungen zum Umgang des Menschen mit der Technik die nötige Akzeptanz schaffen würden, neue Systeme schneller im Markt umsetzen zu können. "Die Leitprojekte zeigen, dass die Ergebnisse von Forschung an den Bedürfnissen der Menschen orientiert sein müssen. Jetzt geht es darum, die Lösungen noch bekannter zu machen und in die Anwendung zu bringen".

Highlights der sechs Leitprojekte sind:

  • SMARTKOM: Computer ohne Tastatur und Maus - integrierte Sprach- und Gestikverarbeitung zur natürlichen Interaktion mit dem System. Verstehen auch von unpräzisen, mehrdeutigen oder unvollständigen Eingaben. Zeigegesten und Gesichtsausdruck steuern den Computer.
  • ARVIKA: Der Computer in der Brille - mobiles Agieren in gemischt realen und virtuellen zukunftsorientierten Arbeitsumgebungen von Produktion und Service. Der Serviceingenieur erhält vor Ort eingeblendete situationsgerechte Informationen.
  • MORPHA: Mobile Serviceroboter auf dem Vormarsch - vor allem im Haushalt und im Pflegebereich. Roboter, die im Umfeld des Menschen agieren oder mit ihm zusammenarbeiten, müssen den Menschen erkennen und ihre Bewegungen auf ihn einstellen.
  • MAP: Der vernetzte digitale Assistent im Taschenformat - neue technische Lösungen bei mobilen Tätigkeiten durch die Integration von multimodalen Interaktionsfunktionen, neuen Assistenzsystemen, Agententechnologien und Multimedialität.
  • INVITE: Werkzeuge zum innovativen Informations- und Wissensaustausch werden entwickelt, um räumlich verteilte Telearbeit zu ermöglichen.
  • EMBASSI: Multimodale Fernbedienung für alle elektronischen Geräte des Alltags - es kommt Ordnung und Intelligenz in den Wirrwarr von Benutzerschnittstellen und Bedienungsanleitungen.

| BMBF
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

Weitere Berichte zu: Leitprojekt Serviceroboter

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Höchster deutscher Forschungspreis geht nach Freiburg
05.12.2019 | Universitätsklinikum Freiburg

nachricht Deutschlands gesündeste Arbeitgeber 2019 stehen fest
04.12.2019 | Corporate Health Initiative

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Developing a digital twin

University of Texas and MIT researchers create virtual UAVs that can predict vehicle health, enable autonomous decision-making

In the not too distant future, we can expect to see our skies filled with unmanned aerial vehicles (UAVs) delivering packages, maybe even people, from location...

Im Focus: Freiformflächen bis zu 80 Prozent schneller schlichten: Neue Werkzeuge und Algorithmen für die Fräsbearbeitung

Beim Schlichtfräsen komplexer Freiformflächen können Kreissegment- oder Tonnenfräswerkzeuge jetzt ihre Vorteile gegenüber herkömmlichen Werkzeugen mit Kugelkopf besser ausspielen: Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen entwickelte im Forschungsprojekt »FlexiMILL« gemeinsam mit vier Industriepartnern passende flexible Bearbeitungsstrategien und implementierte diese in eine CAM-Software. Auf diese Weise lassen sich große frei geformte Oberflächen nun bis zu 80 Prozent schneller bearbeiten.

Ziel im Projekt »FlexiMILL« war es, für die Bearbeitung mit Tonnenfräswerkzeugen nicht nur neue, verbesserte Werkzeuggeometrien zu entwickeln, sondern auch...

Im Focus: Bis zu 30 Prozent mehr Kapazität für Lithium-Ionen-Akkus

Durch Untersuchungen struktureller Veränderungen während der Synthese von Kathodenmaterialen für zukünftige Hochenergie-Lithium-Ionen-Akkus haben Forscherinnen und Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und kooperierender Einrichtungen neue und wesentliche Erkenntnisse über Degradationsmechanismen gewonnen. Diese könnten zur Entwicklung von Akkus mit deutlich erhöhter Kapazität beitragen, die etwa bei Elektrofahrzeugen eine größere Reichweite möglich machen. Über die Ergebnisse berichtet das Team in der Zeitschrift Nature Communications. (DOI 10.1038/s41467-019-13240-z)

Ein Durchbruch der Elektromobilität wird bislang unter anderem durch ungenügende Reichweiten der Fahrzeuge behindert. Helfen könnten Lithium-Ionen-Akkus mit...

Im Focus: Neue Klimadaten dank kompaktem Alexandritlaser

Höhere Atmosphärenschichten werden für Klimaforscher immer interessanter. Bereiche oberhalb von 40 km sind allerdings nur mit Höhenforschungsraketen direkt zugänglich. Ein LIDAR-System (Light Detection and Ranging) mit einem diodengepumpten Alexandritlaser schafft jetzt neue Möglichkeiten. Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Atmosphärenphysik (IAP) und des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT entwickeln ein System, das leicht zu transportieren ist und autark arbeitet. Damit kann in Zukunft ein LIDAR-Netzwerk kontinuierlich und weiträumig Daten aus der Atmosphäre liefern.

Der Klimawandel ist in diesen Tagen ein heißes Thema. Eine wichtige wissenschaftliche Grundlage zum Verständnis der Phänomene sind valide Modelle zur...

Im Focus: Auxetische Membranen - Paradoxes Ersatzgewebe für die Medizin

Ein Material, das dicker wird, wenn man daran zieht, scheint den Gesetzen der Physik zu widersprechen. Der sogenannte auxetische Effekt, der auch in der Natur vorkommt, ist jedoch für eine Vielzahl von Anwendungen interessant. Eine neue, vor kurzem im Fachblatt «Nature Communications» veröffentlichte Studie der Empa zeigt nun, wie sich das erstaunliche Materialverhalten weiter steigern lässt – und sogar für die Behandlung von Verletzungen und Gewebeschäden genutzt werden kann.

Die Natur macht es vor: Ein Kälbchen, das am Euter der Mutterkuh Milch saugt, nutzt eine faszinierende physikalische Eigenschaft der Kuhzitze: Diese besteht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

QURATOR 2020 – weltweit erste Konferenz für Kuratierungstechnologien

04.12.2019 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Arbeit

03.12.2019 | Veranstaltungen

Intelligente Transportbehälter als Basis für neue Services der Intralogistik

03.12.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Gleichstrom für die Fabrik der Zukunft

06.12.2019 | Energie und Elektrotechnik

Für Körperscanner und Materialprüfung: Neues bildgebendes Verfahren für Terahertz-Strahlung setzt auf Mikrospiegel

06.12.2019 | Physik Astronomie

Freiformflächen bis zu 80 Prozent schneller schlichten: Neue Werkzeuge und Algorithmen für die Fräsbearbeitung

06.12.2019 | Maschinenbau

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics