Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Christiane Herzog Preis für Mukoviszidose-Ambulanz der Tübinger Kinderklinik

02.04.2003


Am Dienstag, 8. April um 15 Uhr wird die Mukoviszidose-Ambulanz der Universitätsklinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Abteilung Allgemeine Pädiatrie, Hämatologie und Onkologie (Ärztlicher Direktor Prof. Dietrich Niethammer) mit dem Christiane Herzog Preis ausgezeichnet.

... mehr zu:
»Mukoviszidose

Die Verleihung findet im Hörsaal der Kinderklinik, Ebene C3, Hoppe-Seyler-Str. 1, Tübingen statt. Die Urkunde wird durch Prof. Dr. Hans-Georg Herzog und dem Vorsitzenden der Stiftung, Rolf Hacker überreicht.
Vertreter der Medien sind herzlich zur Feierstunde eingeladen.

Verliehen wird der Preis für die langjährige kontinuierliche und gute Arbeit der Ambulanz. Damit verbunden ist eine Würdigung an den Ambulanzleiter Prof. Dr. Martin Stern. Auf seine Initiative hin entstand eine Kooperation und ein Qualitätszirkel der baden-württembergischen Mukovizidose-Ambulanzen. An der Erarbeitung von Diagnose- und Therapieleitlinien ist er maßgeblich beteiligt. Über Baden-Württemberg hinaus initiierte Prof. Stern das bundesweite Qualitätssicherungsprojekt für die Therapie der Mukoviszidose.

Der Christiane Herzog Preis ist mit keinem Preisgeld versehen. Vielmehr fördert die Stiftung die Tübinger Ambulanz, indem sie unter anderem die Arbeit eines Sozialpädagogen und einer Diätassistentin finanziell unterstützt. Seit Christiane Herzog vor 18 Jahren ihr Engagement für Mukoviszidose-Erkrankte aufgenommen hat, wurde dieser Preis erst zweimal verliehen. Mit der diesjährigen Vergabe wird erstmals eine Kinderambulanz ausgezeichnet.

Was ist Mukoviszidose?

Mukoviszidose ist die häufigste erbliche Stoffwechselerkrankung in unseren Breiten. In der Bundesrepublik leiden etwa 6000 bis 8000 Kinder und junge Erwachsene daran. Statistisch gesehen trägt etwa jeder 25. Bundesbürger das krankheitsverursachende Gen in sich. Doch nur wenn beide Eltern Erbträger sind und den Gendefekt weitergeben wird das Kind an Mukoviszidose leiden.

Die Folge dieses Fehlers im Bauplan der Zellen ist ein Salzkanaldefekt, infolge dessen die körpereigenen Sekrete eingedickt produziert werden. Ein zäher Schleim verklebt vor allem die Lunge und die Bauchspeicheldrüse. Schrittweise verlieren die Organe ihre Funktionstüchtigkeit. Am Ende fehlt den Betroffenen buchstäblich die Kraft zum Atmen. In den letzten Jahren stieg die Lebensqualität und die Lebenserwartung der Patienten ganz erheblich. Die mittlere Lebenserwartung beträgt nunmehr in Deutschland 32 Jahre.

Die Tübinger Mukoviszidose-Ambulanz

Die zertifizierte Ambulanz der Tübinger Kinderklinik betreut regelmäßig 130 Patienten vom Säuglings- bis zum Erwachsenenalter und berät kleinere Ambulanzen. Neben einer qualifizierten medizinischen Versorgung durch erfahrenes ärztliches und pflegerisches Personal bietet die Ambulanz regelmäßige Beratung und Therapie durch spezialisierte Mitarbeiter der Physiotherapie, der Diätetik sowie des psychosozialen Dienstes.
Zu den Aufgaben der Ärztinnen und Ärzten gehört die klinische Forschung in den Bereichen Ernährung, Magen-Darm-Problematik, Inhalation und Antibiotikatherapie.
Fortbildungen für alle beteiligten Berufsgruppen werden in Tübingen in Form von Hospitationen sowie Informationsveranstaltungen angeboten.

Die Ambulanz arbeitet mit regionalen und überregionalen Selbsthilfegruppen zusammen. Aber vor allem die Familien der Patienten sind eng in die Arbeit der Ambulanz eingebunden. Da ein Großteil der Therapie zuhause stattfindet, sind gut geschulte Angehörige unverzichtbar.

Was tut die Christiane Herzog Stiftung?

"Mit Taten helfen" - unter dieses Motto stellte Christiane Herzog 1985 ihre Mukoviszidose-Aktivitäten, die sie 1997 in der Christiane Herzog Stiftung bündelte. Ziel ist es, den Betroffenen und deren Familien das Leben mit dieser tragischen Krankheit zu erleichtern und ihnen Hoffnung und neue Kraft im Kampf gegen die Mukoviszidose zu geben. Durch Spenden fördert die Stiftung unter anderem die Forschung, richtet Arztstellen ein und verbessert die krankengymnastische Versorgung der Patienten.

Ansprechpartner für nähere Informationen:

Universitätsklinikum Tübingen
Klinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin
Mukoviszidose-Ambulanz
Prof. Dr. Martin Stern
Dipl. Soz.-Päd. Bernhard Rottinghaus
Hoppe-Seyler-Str. 1, 72076 Tübingen
Tel. 07071 - 29-83781
Fax 07071 - 29-5477

Christiane Herzog Stiftung
Geißstraße 4, 70173 Stuttgart
Tel. 0711 - 246346, Fax 0711 - 242631

Dr. Ellen Katz | idw
Weitere Informationen:
http://www.christianeherzogstiftung.de

Weitere Berichte zu: Mukoviszidose

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Acht Millionen Euro für die Forschung: Smarte Implantate sollen Knochen besser heilen
10.12.2019 | Universität des Saarlandes

nachricht German Design Award 2020 für Sensorschleuse Argus von dormakaba
09.12.2019 | dormakaba Deutschland GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochgeladenes Ion bahnt den Weg zu neuer Physik

In einer experimentell-theoretischen Gemeinschaftsarbeit hat am Heidelberger MPI für Kernphysik ein internationales Physiker-Team erstmals eine Orbitalkreuzung im hochgeladenen Ion Pr9+ nachgewiesen. Mittels einer Elektronenstrahl-Ionenfalle haben sie optische Spektren aufgenommen und anhand von Atomstrukturrechnungen analysiert. Ein hierfür erwarteter Übergang von nHz-Breite wurde identifiziert und seine Energie mit hoher Präzision bestimmt. Die Theorie sagt für diese „Uhrenlinie“ eine sehr große Empfindlichkeit auf neue Physik und zugleich eine extrem geringe Anfälligkeit gegenüber externen Störungen voraus, was sie zu einem einzigartigen Kandidaten zukünftiger Präzisionsstudien macht.

Laserspektroskopie neutraler Atome und einfach geladener Ionen hat während der vergangenen Jahrzehnte Dank einer Serie technologischer Fortschritte eine...

Im Focus: Highly charged ion paves the way towards new physics

In a joint experimental and theoretical work performed at the Heidelberg Max Planck Institute for Nuclear Physics, an international team of physicists detected for the first time an orbital crossing in the highly charged ion Pr⁹⁺. Optical spectra were recorded employing an electron beam ion trap and analysed with the aid of atomic structure calculations. A proposed nHz-wide transition has been identified and its energy was determined with high precision. Theory predicts a very high sensitivity to new physics and extremely low susceptibility to external perturbations for this “clock line” making it a unique candidate for proposed precision studies.

Laser spectroscopy of neutral atoms and singly charged ions has reached astonishing precision by merit of a chain of technological advances during the past...

Im Focus: Ultrafast stimulated emission microscopy of single nanocrystals in Science

The ability to investigate the dynamics of single particle at the nano-scale and femtosecond level remained an unfathomed dream for years. It was not until the dawn of the 21st century that nanotechnology and femtoscience gradually merged together and the first ultrafast microscopy of individual quantum dots (QDs) and molecules was accomplished.

Ultrafast microscopy studies entirely rely on detecting nanoparticles or single molecules with luminescence techniques, which require efficient emitters to...

Im Focus: Wie Graphen-Nanostrukturen magnetisch werden

Graphen, eine zweidimensionale Struktur aus Kohlenstoff, ist ein Material mit hervorragenden mechanischen, elektronischen und optischen Eigenschaften. Doch für magnetische Anwendungen schien es bislang nicht nutzbar. Forschern der Empa ist es gemeinsam mit internationalen Partnern nun gelungen, ein in den 1970er Jahren vorhergesagtes Molekül zu synthetisieren, welches beweist, dass Graphen-Nanostrukturen in ganz bestimmten Formen magnetische Eigenschaften aufweisen, die künftige spintronische Anwendungen erlauben könnten. Die Ergebnisse sind eben im renommierten Fachmagazin Nature Nanotechnology erschienen.

Graphen-Nanostrukturen (auch Nanographene genannt) können, je nach Form und Ausrichtung der Ränder, ganz unterschiedliche Eigenschaften besitzen - zum Beispiel...

Im Focus: How to induce magnetism in graphene

Graphene, a two-dimensional structure made of carbon, is a material with excellent mechanical, electronic and optical properties. However, it did not seem suitable for magnetic applications. Together with international partners, Empa researchers have now succeeded in synthesizing a unique nanographene predicted in the 1970s, which conclusively demonstrates that carbon in very specific forms has magnetic properties that could permit future spintronic applications. The results have just been published in the renowned journal Nature Nanotechnology.

Depending on the shape and orientation of their edges, graphene nanostructures (also known as nanographenes) can have very different properties – for example,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Analyse internationaler Finanzmärkte

10.12.2019 | Veranstaltungen

QURATOR 2020 – weltweit erste Konferenz für Kuratierungstechnologien

04.12.2019 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Arbeit

03.12.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Verbesserte Architekturgläser durch Plasmabehandlung – Reinigung, Vorbehandlung & Haftungssteigerung

11.12.2019 | Architektur Bauwesen

Beleuchtung von Höhlen vertreibt Fledermäuse – die Farbe des Lichts spielt nur untergeordnete Rolle

11.12.2019 | Biowissenschaften Chemie

„Daten sind Macht“: be top Magazin mit neuer Ausgabe

11.12.2019 | Unternehmensmeldung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics