Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Leibniz-Preis für Christof Niehrs

14.02.2003


Der Entwicklungsbiologe Professor Christof Niehrs, Leiter der Abteilung Molekulare Embryologie des Deutschen Krebsforschungszentrums, erhält den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für das Jahr 2003.



Die Auszeichnung mit dem höchstdotierten deutschen Förderpreis - das Preisgeld beträgt 1,55 Millionen Euro - würdigt Niehrs Arbeiten auf dem Gebiet der Entwicklungsbiologie.

... mehr zu:
»DFG »Gewebe

Die DFG hat insgesamt elf Preisträger gekürt. Die Fördergelder sind für Forschungsarbeiten in einem Zeitraum von fünf Jahren vorgesehen und können nach den Bedürfnissen der Wissenschaftler flexibel eingesetzt werden. Die Verleihung der Preise findet am 17. Februar 2003 in Berlin statt.

Am Beispiel des afrikanischen Krallenfroschs Xenopus untersuchte Christof Niehrs, wie sich aus einer Keimzelle das Mesoderm bildet, ein embryonales Gewebe, aus dem unter anderem Skelett, Muskeln und Nieren sowie Blut- und Immunzellen hervorgehen. Mit seiner Forschungsarbeit beschritt er neue Wege: Er entwickelte ein innovatives Verfahren, um Gene und ihre Funktionsweise systematisch zu untersuchen. Dabei wurde eine Reihe von Kontrollgenen entdeckt, die in der Embryonalentwicklung eine Rolle spielen. In einem weiteren Arbeitsschwerpunkt beschäftigte sich Niehrs mit der Funktion des Spemann’schen Organisators. Verpflanzt man dieses Stück Gewebe aus einem Amphibienembryo in einen anderen, so entsteht dort ein ganz neuer Embryo. In diesem Zusammenhang entdeckte und untersuchte der Wissenschaftler die Funktion des so genannten dickkopf-Gens, das die Bildung des Kopfes steuert. Die gewonnenen Erkenntnisse sind bedeutsam für das Verständnis von Zellwachstum und -differenzierung in normalen und entarteten Zellen.

Für seine bedeutenden wissenschaftlichen Leistungen wurden Professor Christof Niehrs bereits mehrfach Preise und Ehrungen zuteil. Erst vor kurzem wählte ihn die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina in Halle zum Mitglied. Die gemeinnützige Einrichtung ist die älteste naturwissenschaftliche Akademie in Deutschland.


Dr. Julia Rautenstrauch | idw
Weitere Informationen:
http://www.dkfz.de

Weitere Berichte zu: DFG Gewebe

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Höchster deutscher Forschungspreis geht nach Freiburg
05.12.2019 | Universitätsklinikum Freiburg

nachricht Deutschlands gesündeste Arbeitgeber 2019 stehen fest
04.12.2019 | Corporate Health Initiative

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das 136 Millionen Atom-Modell: Wissenschaftler simulieren Photosynthese

Die Umwandlung von Sonnenlicht in chemische Energie ist für das Leben unerlässlich. In einer der größten Simulationen eines Biosystems weltweit haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diesen komplexen Prozess an einem Bestandteil eines Bakteriums nachgeahmt – am Computer, Atom um Atom. Die Arbeit, die jetzt in der renommierten Fachzeitschrift „Cell“ veröffentlicht wurde, ist ein wichtiger Schritt zum besseren Verständnis der Photosynthese in einigen biologischen Strukturen. An der internationalen Forschungskooperation unter Leitung der University of Illinois war auch ein Team der Jacobs University Bremen beteiligt.

Das Projekt geht zurück auf eine Initiative des inzwischen verstorbenen, deutsch-US-amerikanischen Physikprofessors Klaus Schulten von der University of...

Im Focus: Developing a digital twin

University of Texas and MIT researchers create virtual UAVs that can predict vehicle health, enable autonomous decision-making

In the not too distant future, we can expect to see our skies filled with unmanned aerial vehicles (UAVs) delivering packages, maybe even people, from location...

Im Focus: Freiformflächen bis zu 80 Prozent schneller schlichten: Neue Werkzeuge und Algorithmen für die Fräsbearbeitung

Beim Schlichtfräsen komplexer Freiformflächen können Kreissegment- oder Tonnenfräswerkzeuge jetzt ihre Vorteile gegenüber herkömmlichen Werkzeugen mit Kugelkopf besser ausspielen: Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen entwickelte im Forschungsprojekt »FlexiMILL« gemeinsam mit vier Industriepartnern passende flexible Bearbeitungsstrategien und implementierte diese in eine CAM-Software. Auf diese Weise lassen sich große frei geformte Oberflächen nun bis zu 80 Prozent schneller bearbeiten.

Ziel im Projekt »FlexiMILL« war es, für die Bearbeitung mit Tonnenfräswerkzeugen nicht nur neue, verbesserte Werkzeuggeometrien zu entwickeln, sondern auch...

Im Focus: Bis zu 30 Prozent mehr Kapazität für Lithium-Ionen-Akkus

Durch Untersuchungen struktureller Veränderungen während der Synthese von Kathodenmaterialen für zukünftige Hochenergie-Lithium-Ionen-Akkus haben Forscherinnen und Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und kooperierender Einrichtungen neue und wesentliche Erkenntnisse über Degradationsmechanismen gewonnen. Diese könnten zur Entwicklung von Akkus mit deutlich erhöhter Kapazität beitragen, die etwa bei Elektrofahrzeugen eine größere Reichweite möglich machen. Über die Ergebnisse berichtet das Team in der Zeitschrift Nature Communications. (DOI 10.1038/s41467-019-13240-z)

Ein Durchbruch der Elektromobilität wird bislang unter anderem durch ungenügende Reichweiten der Fahrzeuge behindert. Helfen könnten Lithium-Ionen-Akkus mit...

Im Focus: Neue Klimadaten dank kompaktem Alexandritlaser

Höhere Atmosphärenschichten werden für Klimaforscher immer interessanter. Bereiche oberhalb von 40 km sind allerdings nur mit Höhenforschungsraketen direkt zugänglich. Ein LIDAR-System (Light Detection and Ranging) mit einem diodengepumpten Alexandritlaser schafft jetzt neue Möglichkeiten. Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Atmosphärenphysik (IAP) und des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT entwickeln ein System, das leicht zu transportieren ist und autark arbeitet. Damit kann in Zukunft ein LIDAR-Netzwerk kontinuierlich und weiträumig Daten aus der Atmosphäre liefern.

Der Klimawandel ist in diesen Tagen ein heißes Thema. Eine wichtige wissenschaftliche Grundlage zum Verständnis der Phänomene sind valide Modelle zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

QURATOR 2020 – weltweit erste Konferenz für Kuratierungstechnologien

04.12.2019 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Arbeit

03.12.2019 | Veranstaltungen

Intelligente Transportbehälter als Basis für neue Services der Intralogistik

03.12.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Der Stammbaum der Käfer steht

06.12.2019 | Biowissenschaften Chemie

Das 136 Millionen Atom-Modell: Wissenschaftler simulieren Photosynthese

06.12.2019 | Biowissenschaften Chemie

Gleichstrom für die Fabrik der Zukunft

06.12.2019 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics