Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

EU fördert Optimierung optischer Verbindungstechnologien in Computersystemen mit 4,5 Mio Euro

28.11.2002


Die Schnelligkeit von Computersystemen bleibt oft hinter der Leistungsfähigkeit der einzelnen Komponenten zurück. Mit 4,5 Millionen Euro fördert die EU daher das dreijährige Projekt "High-speed Optoelectronic Memory Systems", bei dem Technologie des Lehrgebiets Optische Nachrichtentechnik der FernUniversität den Kern darstellt.



Die acht Projektpartner haben das Ziel, die optische Verbindungstechnologie in Computersystemen zu optimieren.

... mehr zu:
»Computersystem


Die Schnelligkeit von Computersystemen - also miteinander vernetzter Prozessoren - bleibt oft hinter der Leistungsfähigkeit der einzelnen Komponenten zurück. Mit 4,5 Millionen Euro fördert die EU daher das dreijährige Projekt "High-speed Optoelectronic Memory Systems", bei dem Technologie des Lehrgebiets Optische Nachrichtentechnik der FernUniversität den Kern darstellt. Prof. Dr. Jürgen Jahns und seine sieben Partner in Europa haben das Ziel, die optische Verbindungstechnologie in Computersystemen zu optimieren. Das Projekt ist eines der ersten in dieser Größenordnung, bei denen es nicht nur um das Prinzip geht, sondern auch um die Realisierung eines Prototypen unter Fertigungsaspekten.

Die Schnelligkeit von Multiprozessorsystemen verbessert sich in der Praxis keineswegs im gleichen Maße wie die Entwicklung der einzelnen Komponenten. Dies liegt insbesondere daran, dass der für die interne Kommunikation der Bauteile zuständige "Bus" die Datenmengen nicht schnell genug übermitteln kann. Durch den Einsatz optischer Nachrichtentechnik kann der Strom der Daten auf diesem Informations-Highway erheblich schneller fließen: Die Bandbreite von Glasfasern, Lasern, usw. ist größer als die von metallischen Leitungen. Zum Zweiten können sich Lichtstrahlen kreuzen, ohne sich zu beeinflussen. Und zum Dritten müssen Kreuzungen in einem optischen Computer-System nicht nur zweidimensional sein: Die Zu- und Abführung der Daten in einem "Verkehrsknotenpunkt" kann durch eine dreidimensionale Optik in alle Richtungen erfolgen.

Genau um diese dreidimenionalen Verbindungen in Computersystemen geht es bei dem dreijährigen Projekt "High-speed Optoelectronic Memory Systems". Ziel ist es, mehrere Prozessoren so miteinander zu koppeln, dass die Leistungsfähigkeit der Computersysteme tatsächlich so steigt, wie dies von Seiten der Chips her möglich ist. Dies soll an einem Prototypen unter Beweis gestellt werden. Der Hagener Mikrooptik-Fachmann Jürgen Jahns ist optimistisch, dass die Forschungsarbeiten dazu beitragen, mittelfristig zu einem Quantensprung in der Computertechnik zu kommen: "In wenigen Jahren erwarte ich die ersten Computersysteme, die optischen Datentransfer auf der Chipebene einsetzen".

Projektpartner sind die FernUniversität Hagen, die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich, die Universitäten Karlsruhe, Paderborn und die Heriot-Watt University in Edinburgh sowie die Firmen Siemens, Thales (Frankreich) und ILFA (Hannover). Gerade die Verbindung von Wissenschaft und Praxis durch die Zusammenarbeit von Universitäten und mittelständischer Wirtschaft veranlasste die EU, das Vorhaben als IST-Projekt zu fördern.

Gerd Dapprich | idw
Weitere Informationen:
http://www.fernuni-hagen.de

Weitere Berichte zu: Computersystem

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Preis für Arbeit über autonomes Fahren
11.09.2018 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

nachricht Mit der Getränkedose hoch hinaus – Minisatellitenwettbewerb vom 17. bis 21. September in Bremen
10.09.2018 | Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Im Focus: Bio-Kunststoffe nach Maß

Zusammenarbeit zwischen Chemikern aus Konstanz und Pennsylvania (USA) – gefördert im Programm „Internationale Spitzenforschung“ der Baden-Württemberg-Stiftung

Chemie kann manchmal eine Frage der richtigen Größe sein. Ein Beispiel hierfür sind Bio-Kunststoffe und die pflanzlichen Fettsäuren, aus denen sie hergestellt...

Im Focus: Patented nanostructure for solar cells: Rough optics, smooth surface

Thin-film solar cells made of crystalline silicon are inexpensive and achieve efficiencies of a good 14 percent. However, they could do even better if their shiny surfaces reflected less light. A team led by Prof. Christiane Becker from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) has now patented a sophisticated new solution to this problem.

"It is not enough simply to bring more light into the cell," says Christiane Becker. Such surface structures can even ultimately reduce the efficiency by...

Im Focus: Mit Nano-Lenkraketen Keime töten

Wo Antibiotika versagen, könnten künftig Nano-Lenkraketen helfen, multiresistente Erreger (MRE) zu bekämpfen: Dieser Idee gehen derzeit Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen (UDE) und der Medizinischen Hochschule Hannover nach. Zusammen mit einem führenden US-Experten tüfteln sie an millionstel Millimeter kleinen Lenkraketen, die antimikrobielles Silber zielsicher transportieren, um MRE vor Ort zur Strecke zu bringen.

In deutschen Krankenhäusern führen die MRE jährlich zu tausenden, teils lebensgefährlichen Komplikationen. Denn wer sich zum Beispiel nach einer Implantation...

Im Focus: Schaltung des Stromflusses auf atomarer Skala

Forscher aus Augsburg, Trondheim und Zürich weisen gleichrichtende Eigenschaften von Grenzflächenkontakten im ferroelektrischen Halbleiter nach.

Die Grenzflächen zwischen zwei elektrisch unterschiedlich polarisierten Bereichen im Festkörper werden als ferroelektrische Domänenwände bezeichnet. In der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von den Grundlagen bis zur Anwendung - Internationale Elektrochemie-Tagung in Ulm

18.09.2018 | Veranstaltungen

Unbemannte Flugsysteme für die Klimaforschung

18.09.2018 | Veranstaltungen

Studierende organisieren internationalen Wettbewerb für zukünftige Flugzeuge

17.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Auf der InnoTrans 2018 mit innovativen Lösungen für den Güter- und Personenverkehr

18.09.2018 | Messenachrichten

Von den Grundlagen bis zur Anwendung - Internationale Elektrochemie-Tagung in Ulm

18.09.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

18.09.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics