Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

European Academic Software Award (EASA) 2002 für "Elektronische Kreide"

27.11.2002


Beim diesjährigen Finale des Europäischen Software-Wettbewerbs in Ronneby, Schweden, erhielt das Projekt "Elektronische Kreide" (E-Chalk) der Freien Universität Berlin diese Woche den European Academic Software Award (EASA) 2002.



Das Institut für Informatik der FU Berlin wurde damit zum dritten Mal hintereinander für verschiedene Projekte (EuroMET im Jahr 1998, Cinderella im Jahr 2000, E-Chalk im Jahr 2002) mit diesen renommierten Preis ausgezeichnet. "Portability across Europe" und tatsächlicher Einsatz in verschiedensten Bereichen sowie Nutzer-Evaluationen waren entscheidende Kriterien für die Preisvergabe. Das Centre for Media Research unter Prof. Issing (FU Berlin) führte eine unabhängige Evaluation des Systems durch.

... mehr zu:
»EASA


E-Kreide ist ein System zur Verbesserung der Präsenzlehre, das zusätzlich Möglichkeiten der Übertragung über das Internet bietet: Mit E-Kreide schreibt der Dozent direkt an einem grossen kontaktsensitiven Bildschirm, oder mit Hilfe eines Digitalisiertabletts. Das Tafelbild kann mit Bildern und Funktionplots bereichert werden. Der Dozent kann vorbereitend die notwendigen Bilder in Bookmarks abzulegen.

E-Kreide bietet dem Dozenten auch die zusätzliche Hilfe von intelligenten Assistenten: So kann der Dozent einen algebraischen Server aufrufen und eine Integral-Gleichung lösen, ein Gleichungssystem vereinfachen oder einfach eine arithmetische Berechnung durchführen. Es können auch Webserver im Internet angesprochen werden, die verschiedene Dienste anbieten. Wenn der Dozent z.B. die Übersetzung eines Wortes braucht, kann er sie sofort aus einem Server im Internet anfordern. Der Dozent verlässt die Tafelmetapher nicht, die als Schnittstelle in die digitale und vernetzte Welt dient. Über Handschriftenerkennung werden einige von diesen Funktionen ausgelöst. Es ist geplant, E-Kreide mit mathematischer Formelerkennung in zukünftigen Versionen vollständig auszustatten.

E-Kreide wird inzwischen in zahlreichen Einrichtungen eingesetzt: So im Europaprojekt GIOVE, in der Geographie und der Veterinärmedizin der FU, in der Mathematik der TU Berlin, der Betriebswirtschaft der FHTW Berlin, in der Informatik der Universität Wien und in der Informatik einer Berliner Oberschule

E-Kreide erhielt bereits in Jahr 2001 den Multimedia-Gründerpreis des Bundesministeriums für Wirtschaft und Forschung. Kürzlich wählte die Gesellschaft für Informatik den E-Kreide Editor von G. Friedland als beste studentische Diplomarbeit bei der GI Tagung 2002 aus.

Ansprechpartner E-Kreide-Team:

FU Berlin, Fachbereich Mathematik und Informatik
Institut für Informatik, Takustr. 9, 14195 Berlin

Prof. Dr. Raul Rojas
Tel.: 030/838-75100
E-Mail: rojas@inf.fu-berlin.de

Lars Knipping, Tel.: 838-75149
E-Mail: knipping@inf.fu-berlin.de

Gerald Friedland, Tel.: 838-75149
E-Mail: fland@inf.fu-berlin.de

Christian Zick, Tel.: 838-75148
E-Mail: zick@inf.fu-berlin.de

Hedwig Görgen | idw
Weitere Informationen:
http://www.e-kreide.de
http://www.easa-award.net

Weitere Berichte zu: EASA

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Preis für Arbeit über autonomes Fahren
11.09.2018 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

nachricht Mit der Getränkedose hoch hinaus – Minisatellitenwettbewerb vom 17. bis 21. September in Bremen
10.09.2018 | Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Im Focus: Bio-Kunststoffe nach Maß

Zusammenarbeit zwischen Chemikern aus Konstanz und Pennsylvania (USA) – gefördert im Programm „Internationale Spitzenforschung“ der Baden-Württemberg-Stiftung

Chemie kann manchmal eine Frage der richtigen Größe sein. Ein Beispiel hierfür sind Bio-Kunststoffe und die pflanzlichen Fettsäuren, aus denen sie hergestellt...

Im Focus: Patented nanostructure for solar cells: Rough optics, smooth surface

Thin-film solar cells made of crystalline silicon are inexpensive and achieve efficiencies of a good 14 percent. However, they could do even better if their shiny surfaces reflected less light. A team led by Prof. Christiane Becker from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) has now patented a sophisticated new solution to this problem.

"It is not enough simply to bring more light into the cell," says Christiane Becker. Such surface structures can even ultimately reduce the efficiency by...

Im Focus: Mit Nano-Lenkraketen Keime töten

Wo Antibiotika versagen, könnten künftig Nano-Lenkraketen helfen, multiresistente Erreger (MRE) zu bekämpfen: Dieser Idee gehen derzeit Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen (UDE) und der Medizinischen Hochschule Hannover nach. Zusammen mit einem führenden US-Experten tüfteln sie an millionstel Millimeter kleinen Lenkraketen, die antimikrobielles Silber zielsicher transportieren, um MRE vor Ort zur Strecke zu bringen.

In deutschen Krankenhäusern führen die MRE jährlich zu tausenden, teils lebensgefährlichen Komplikationen. Denn wer sich zum Beispiel nach einer Implantation...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Experten der Orthopädietechnik tagen in Göttingen

19.09.2018 | Veranstaltungen

Von den Grundlagen bis zur Anwendung - Internationale Elektrochemie-Tagung in Ulm

18.09.2018 | Veranstaltungen

Unbemannte Flugsysteme für die Klimaforschung

18.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Fester Platz im Unternehmen - 36 Auszubildende und Studierende der Friedhelm Loh Group erhalten Zeugnisse

19.09.2018 | Unternehmensmeldung

Virtual Reality ohne Kopfschmerz oder Simulationsübelkeit

19.09.2018 | Informationstechnologie

Kaiserslauterer Architekten setzen Holzkuppel dank Software einfach wie Puzzle zusammen

19.09.2018 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics