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InnoRegio-Prozess in Ostdeutschland erfolgreich

03.09.2002


Bulmahn: "Forschungsförderung schafft Aufschwung in Neuen Ländern"

Die Forschungsförderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) legt in den neuen Ländern die Basis für neue Arbeitsplätze. Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn hob anlässlich ihrer Informationsreise durch Mecklenburg-Vorpommern am Dienstag in Rostock die gute Zusammenarbeit von Forschungseinrichtungen, Universitäten und der Wirtschaft im 1999 gestarteten InnoRegio-Prozess hervor: "Mit der Forschungsförderung schaffen wir die Basis für den Aufschwung in den neuen Ländern." Der Bereich Bildung und Forschung werde hier von der Bundesregierung jährlich mit 1,8 Milliarden Euro gefördert. Allein bis zum Jahr 2006 seien fast 470 Millionen Euro für die Gründung innovativer Netzwerke in Ostdeutschland eingeplant. In diesem Jahr stelle das BMBF für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, die von kleinen und mittleren Unternehmen gemeinsam mit Forschungseinrichtungen und Hochschulen der jeweiligen Region realisiert werden, rund 65 Millionen Euro zur Verfügung.

Bisher entfielen nur sechs Prozent der Aufwendungen der deutschen Wirtschaft in Forschung und Entwicklung auf Ostdeutschland, sagte Bulmahn. Von den Bundesausgaben für Forschung und Entwicklung würden dagegen 18 Prozent in die neuen Länder fließen. "Der Osten Deutschlands gewinnt in der anwendungsorientierten Forschung zunehmend eine Vorreiterrolle. Denn gerade in den neuen Ländern gibt es zahlreiche flexible und gut ausgebildete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die neue Wege gehen und hervorragende Arbeit leisten", sagte Bulmahn. "Mit InnoRegio führen wir vor Ort Menschen in Forschung und Wirtschaft zusammen und schaffen so wichtige und leistungsfähige Innovationszentren."

In Ostdeutschland sind 23 InnoRegios entstanden. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es vier InnoRegios, für die insgesamt rund 49 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

  1. Nukleus mit einem Budget von über 11 Millionen Euro. Die Region Prachim-Wismar-Rostock soll damit zu einem international anerkannten Standort für Präzisionsmaschinenbau ausgebaut werden.
  2. Maritime Allianz Ostsee mit einem Budget von rund 16 Millionen Euro. Der Raum Wismar-Rostock soll ein wichtiger Standort für moderne Zulieferer und Entwickler von maritimer Technik und Dienstleistungen werden.
  3. Die Initiative Kunststoffzentrum Westmecklenburg zielt mit einem Etat von über 11 Millionen Euro auf die Entwicklung der Kunststofftechnik zum wichtigsten Industriezweig in der Region mit nationaler und internationaler Ausstrahlung ab.
  4. Das Diabetes Informations- und Service-Center Online entsteht mit über 10 Millionen Euro Fördermitteln als telemedizinisches Dienstleistungsunternehmen, das die Kompetenzen der Bereiche Medizin/Pflege, Kranken- und Rentenversicherungsträger, Fremdenverkehr, IuK-Branche, Finanzierung sowie private und öffentliche Einrichtungen verknüpft.

Pressereferat (LS 13) | BMBF-Pressedienst
Weitere Informationen:
http://www.innoregio.de

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