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Akademienprogramm 2003 verabschiedet - Steigerung um 3,85% gegenüber 2002

17.07.2002


Das von Bund und Ländern gemeinsam geförderte Forschungsprogramm der deutschen Akademien der Wissenschaften ("Akademienprogramm") soll - so die Empfehlung der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) - im nächsten Jahr mit über 43 Mio. Euro gefördert werden. Dies ist gegenüber 2002 eine Steigerung von 3,85%. Außerdem sollen sieben Projekte in das Akademienprogramm 2003 übernommen werden, von denen sich zwei bislang in der Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) befinden. Die abschließende Entscheidung über ein weiteres Projekt steht derzeit noch aus.



Sechs Vorhaben werden dieses Jahr ihre oft jahrzehntelangen Forschungen abschließen. Fünf neue Projekte werden 2003 in das Akademienprogramm aufgenommen, davon zwei der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften ("Census of the Antique works known in the Renaissance" und "Berliner Klassik"), die "Edition der Predigten Friedrich Schleiermachers" (Akademie der Wissenschaften zu Göttingen), "Frühwarnsysteme für globale Umweltveränderungen" (Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz) sowie die "Erforschung von jungen Sternen und Quasaren" der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften Düsseldorf. Aus der DFG-Förderung wird das "Etymologische Wörterbuch des Althochdeutschen" (Sächsische Akademie) übernommen sowie die "Edition des Altägyptischen Totenbuchs vom neuen Reich bis zur Römerzeit" (Nordrhein-Westfälische Akademie). Damit wird das Akademienprogramm im nächsten Jahr 162 Vorhaben an 210 Arbeitsstellen in ganz Deutschland umfassen.

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Das Akademienprogramm ist ein Forschungsprogramm von Langzeitvorhaben in den Geisteswissenschaften (vor allem Editionen, Wörterbücher und Musikvorhaben) und von Langzeitbeobachtungen in den Naturwissenschaften. Alle Vorhaben sind auf eine langfristige Bearbeitungszeit angelegt, interdisziplinär ausgerichtet, von besonderer überregionaler und gesamtstaatlicher Bedeutung und eingebunden in internationale Kooperationen mit anderen Akademien der Wissenschaften. In manchen Vorhaben sind weltweit bis zu 40 Wissenschaftsakademien eingebunden. Koordiniert wird das Akademienprogramm von der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften, dem Zusammenschluss der sieben deutschen Akademien der Wissenschaften.
Das Akademienprogramm wird jeweils zur Hälfte vom Bund und von derzeit 15 daran beteiligten Bundesländern gefördert.

Das über lange Jahre unterfinanzierte Programm erhält mit der Steigerung des Finanzvolumens zum zweiten Mal hintereinander die Möglichkeit zur Sanierung und Weiterentwicklung, d.h. die unmittelbaren und mittelbaren Tarifsteigerungen können aufgefangen und in 26 Vorhaben zusätzlich Personal- oder Sachmittel gegeben werden. Dies ist ein entscheidender Schritt im Rahmen des Neustrukturierungskonzeptes der Zuwendungsgeber und der Union. Das gemeinsame Ziel ist dabei mittelfristig eine Erneuerung des Programms mit einem ausgewogenen Verhältnis von Projektbeendigungen und -neuaufnahmen bei gleichzeitiger Sanierung notleidender Vorhaben.
Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und die am Programm beteiligten Akademien danken den Zuwendungsgebern von Bund und Ländern für deren nachhaltige Unterstützung.


Bärbel Lange M.A. | idw
Weitere Informationen:
http://www.akademienunion.de

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