Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Medvantis-Forschungspreis erstmals verliehen

16.05.2002


Im Rahmen des Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit ist erstmals der mit 130 000 Euro dotierte Medvantis-Forschungspreis verliehen worden. In ihrem in Abwesenheit verlesenen Grußwort sagte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, sie danke allen Teilnehmern für ihre wegweisenden Beiträge und dem Auslober des Preises für seinen Anstoß zur Beschäftigung mit diesen zukunftsorientierten Themenbereichen.

Dr. Jörg-Peter Schröder, Sprecher der Geschäftsführung von Medvantis Medical Services GmbH, zeigte sich erfreut über die große Resonanz - 79 eingereichte Arbeiten -, die es der interdisziplinär und multiprofessionell besetzten vierzehnköpfigen Jury schwer gemacht habe bei ihrer Entscheidung. "Zugleich bestätigt diese Resonanz, dass wir richtig liegen, wenn wir mit diesem Preis zukunftsweisende Impulse geben wollen." Sein Unternehmen, so Schröder weiter, wolle mit diesem künftig jährlich ausgeschriebenen Preis innovative Lösungen vorantreiben, "die unter anderem dazu beitragen, unser Gesundheitswesen insgesamt transparenter zu machen, die Qualität der Versorgung zu verbessern und, wenn möglich, dabei auch die Kosten zu senken".

Der Juryvorsitzende, Professor Dr. Johann-Matthias Graf von der Schulenburg, erklärte in einer Presseveranstaltung anlässlich der Preisverleihung, der Preis sei ausgeschrieben worden für fünf Themengebiete: Reform des Gesundheitswesens und europäische Integration; Integrierte Versorgung, Telematik und e-Health; Disease Management; Qualitätsmanagement und Zertifizierung; Health Technology Assessment. "Bei der Preisverleihung hat sich die Jury von folgenden Bewertungskriterien leiten lassen: Originalität der Fragestellung; Qualität des methodischen Vorgehens; Modellhaftigkeit der Ergebnisse, Bedeutung und Umsetzbarkeit der Ergebnisse; Bedeutung für weiterführende wissenschaftliche Arbeiten." Da die Jury in diesem Jahr für ein Gebiet zwei Preisträger ermittelt hat, sind insgesamt sechs Preise vergeben worden.

Die Preisträger sind Dr. Mathias Kifmann, wissenschaftlicher Assistent an der Universität Konstanz (1. Themenbereich), René Mahnel, Assistenzarzt an der Deutschen Klinik für Diagnostik in Wiesbaden sowie Dr. Helmut Küster, Kinderarzt und Neonatologischer Oberarzt am Dr. von Haunerschen Kinderspital in München (2. Themenbereich), Dr. Wolfgang Greiner, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Hannover (3. Themenbereich), Prof. Dr. Dr. Sebastian Schneeweiss, Projektleiter an der Ludwig-Maximilians-Universität München (4. Themenbereich) und schließlich Prof. Dr. Regine Kollek, Universität Hamburg (5. Bereich).

Ab sofort läuft die Ausschreibung für den Medvantis-Forschungspreis 2002. Praktiker und Forscher sollten sich bereits jetzt aufgerufen fühlen, sich an der Preisausschreibung zu beteiligen. "Wichtig", sagte Jörg-Peter Schröder, "ist uns dabei vermehrt Internationalität, weshalb wir den Preis im nächsten Jahr zusätzlich auch in englischer Sprache ausschreiben werden."

Erstes Themenfeld: "Disease Management Programme"; zweiter Bereich: "Prävention und Screening im Gesundheitswesen"; dritter Bereich: "Health Risk Assessment"; 4. Themenfeld: "Integrierte Versorgung im und durch das Krankenhaus"; das fünfte Themenfeld hat eine internationale Ausrichtung und ist daher auch in englischer Sprache ausgeschrieben: "New approaches in Public Health - Private Public Partnership in developed and developing countries". (Die Unterlagen sind unter www.medvantis.de/forschungspreis herunterzuladen oder unter dem Infotelefon +49611 3359 281 anzufordern.)

Ministerin Ulla Schmidt - sie war während der Veranstaltung auf einer Dienstreise im Ausland - ließ ausrichten, sie begrüße den Medvantis-Forschungspreis: "Was wir brauchen, sind Menschen und Institutionen, die mit ihren innovativen Ideen Impulse geben und die Zukunft unseres Gesundheitswesens aktiv mitgestalten." Der Forschungspreis von Medvantis lade dazu ein, sich mit Schlüsselfragen der Entwicklung unseres Gesundheitswesens zu befassen, "mit der Verknüpfung der Qualität der medizinischen Versorgung und wirtschaftlichem Handeln".

Die Medvantis Medical Services GmbH bietet innovative medizinische Service-Dienstleistungen für gesetzliche und private Krankenversicherungen an. Das Angebot umfasst unter anderem Disease Management Programme sowie Programme zur Patienteninformation und Prävention. Derzeit werden medizinische Services für rund 10,6 Mio. Versicherte in Deutschland angeboten.

Philipp Huwe | ots

Weitere Berichte zu: Gesundheitswesen Medvantis-Forschungspreis

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Höchster deutscher Forschungspreis geht nach Freiburg
05.12.2019 | Universitätsklinikum Freiburg

nachricht Deutschlands gesündeste Arbeitgeber 2019 stehen fest
04.12.2019 | Corporate Health Initiative

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Developing a digital twin

University of Texas and MIT researchers create virtual UAVs that can predict vehicle health, enable autonomous decision-making

In the not too distant future, we can expect to see our skies filled with unmanned aerial vehicles (UAVs) delivering packages, maybe even people, from location...

Im Focus: Freiformflächen bis zu 80 Prozent schneller schlichten: Neue Werkzeuge und Algorithmen für die Fräsbearbeitung

Beim Schlichtfräsen komplexer Freiformflächen können Kreissegment- oder Tonnenfräswerkzeuge jetzt ihre Vorteile gegenüber herkömmlichen Werkzeugen mit Kugelkopf besser ausspielen: Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen entwickelte im Forschungsprojekt »FlexiMILL« gemeinsam mit vier Industriepartnern passende flexible Bearbeitungsstrategien und implementierte diese in eine CAM-Software. Auf diese Weise lassen sich große frei geformte Oberflächen nun bis zu 80 Prozent schneller bearbeiten.

Ziel im Projekt »FlexiMILL« war es, für die Bearbeitung mit Tonnenfräswerkzeugen nicht nur neue, verbesserte Werkzeuggeometrien zu entwickeln, sondern auch...

Im Focus: Bis zu 30 Prozent mehr Kapazität für Lithium-Ionen-Akkus

Durch Untersuchungen struktureller Veränderungen während der Synthese von Kathodenmaterialen für zukünftige Hochenergie-Lithium-Ionen-Akkus haben Forscherinnen und Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und kooperierender Einrichtungen neue und wesentliche Erkenntnisse über Degradationsmechanismen gewonnen. Diese könnten zur Entwicklung von Akkus mit deutlich erhöhter Kapazität beitragen, die etwa bei Elektrofahrzeugen eine größere Reichweite möglich machen. Über die Ergebnisse berichtet das Team in der Zeitschrift Nature Communications. (DOI 10.1038/s41467-019-13240-z)

Ein Durchbruch der Elektromobilität wird bislang unter anderem durch ungenügende Reichweiten der Fahrzeuge behindert. Helfen könnten Lithium-Ionen-Akkus mit...

Im Focus: Neue Klimadaten dank kompaktem Alexandritlaser

Höhere Atmosphärenschichten werden für Klimaforscher immer interessanter. Bereiche oberhalb von 40 km sind allerdings nur mit Höhenforschungsraketen direkt zugänglich. Ein LIDAR-System (Light Detection and Ranging) mit einem diodengepumpten Alexandritlaser schafft jetzt neue Möglichkeiten. Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Atmosphärenphysik (IAP) und des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT entwickeln ein System, das leicht zu transportieren ist und autark arbeitet. Damit kann in Zukunft ein LIDAR-Netzwerk kontinuierlich und weiträumig Daten aus der Atmosphäre liefern.

Der Klimawandel ist in diesen Tagen ein heißes Thema. Eine wichtige wissenschaftliche Grundlage zum Verständnis der Phänomene sind valide Modelle zur...

Im Focus: Auxetische Membranen - Paradoxes Ersatzgewebe für die Medizin

Ein Material, das dicker wird, wenn man daran zieht, scheint den Gesetzen der Physik zu widersprechen. Der sogenannte auxetische Effekt, der auch in der Natur vorkommt, ist jedoch für eine Vielzahl von Anwendungen interessant. Eine neue, vor kurzem im Fachblatt «Nature Communications» veröffentlichte Studie der Empa zeigt nun, wie sich das erstaunliche Materialverhalten weiter steigern lässt – und sogar für die Behandlung von Verletzungen und Gewebeschäden genutzt werden kann.

Die Natur macht es vor: Ein Kälbchen, das am Euter der Mutterkuh Milch saugt, nutzt eine faszinierende physikalische Eigenschaft der Kuhzitze: Diese besteht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

QURATOR 2020 – weltweit erste Konferenz für Kuratierungstechnologien

04.12.2019 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Arbeit

03.12.2019 | Veranstaltungen

Intelligente Transportbehälter als Basis für neue Services der Intralogistik

03.12.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Gleichstrom für die Fabrik der Zukunft

06.12.2019 | Energie und Elektrotechnik

Für Körperscanner und Materialprüfung: Neues bildgebendes Verfahren für Terahertz-Strahlung setzt auf Mikrospiegel

06.12.2019 | Physik Astronomie

Freiformflächen bis zu 80 Prozent schneller schlichten: Neue Werkzeuge und Algorithmen für die Fräsbearbeitung

06.12.2019 | Maschinenbau

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics