Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kabinett beschließt Neuordnung der geisteswissenschaftlichen Auslandsinstitute

17.01.2002


Bulmahn: "Neue Stiftung erhöht Leistungsfähigkeit der Institute"

Das Bundeskabinett hat heute den Gesetzentwurf zur Gründung einer Stiftung "Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland, Bonn" verabschiedet. Mit diesem Gesetz wird jetzt ein gemeinsames Dach für die sieben geisteswissenschaftlichen Institute im Ausland geschaffen.

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, erklärte dazu heute in Berlin: "Ziel des neuen Konzeptes ist es, die Leistungsfähigkeit, Flexibilität, Sichtbarkeit und Entwicklungsfähigkeit der Institute zu steigern. Sie werden von Verwaltungsaufgaben entlastet und bekommen gleichzeitig mehr Raum für neue Initiativen und bessere Möglichkeiten für ihre Außendarstellung."

Ausgehend von einer Empfehlung des Wissenschaftsrates hat das BMBF mit der neuen Stiftung in Bonn ein Konzept für eine zeitgemäße Organisation der Auslandsinstitute entwickelt: ein gemeinsames Dach unter dem die Institute ihr jeweils spezifisches Forschungsprofil beibehalten. Eine halbe Million Euro erhält die Stiftung zusätzlich für die Arbeit der Institute. "Mit der neuen Stiftung haben wir die richtige Mischung aus Staatsferne, wissenschaftlicher Selbststeuerung und zeitgemäßen Strukturen für die Auslandsinstitute gefunden", so die Ministerin.

Die sieben geisteswissenschaftlichen Auslandsinstitute befinden sich in Rom, Paris, London, Washington, Warschau, Beirut/Istanbul und Tokio. Sie werden institutionell vom Bund aus dem Haushalt des BMBF gefördert. Die beiden ältesten Institute in Rom und Florenz wurden bereits Ende des 19. Jahrhunderts gegründet. Die in verschiedenen historischen Situationen gegründeten Einrichtungen hatten bisher unterschiedliche Entwicklungen genommen: Neben drei Instituten in der Rechtsform unselbständiger Bundesanstalten des BMBF befand sich ein Institut in der Trägerschaft eines Vereins und die übrigen in der Trägerschaft zweier privatrechtlicher Stiftungen. Das bisher achte Institut, das Kunsthistorische Institut in Florenz, ist wegen der besonderen fachlichen Nähe zur Bibliotheca Hertziana an die Max-Planck-Gesellschaft übertragen worden.

Die Deutschen Geisteswissenschaftlichen Institute im Ausland sind in Forschung, Service und Nachwuchsförderung tätig. Die Forschung auf Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Bezug auf das Gastland stellen den Schwerpunkt dar. Mit den Instituten wird ein Beitrag zum gegenseitigen Verständnis zwischen Deutschland und dem Gastland geleistet. Sie spielen eine besondere Rolle als institutioneller Knotenpunkte der Kommunikation zwischen der deutschen und der Fachwissenschaft der Gastländer. Die Institute fördern den wissenschaftlichen Dialog und den Austausch durch Veröffentlichungen, wissenschaftliche Tagungen und Veranstaltungen, die sich auch an die wissenschaftlich und kulturell interessierte allgemeine Öffentlichkeit der Gastländer richten. Darüber hinaus gehören die Betreuung von Gastwissenschaftlern, Stipendiaten und Praktikanten, die Beantwortung wissenschaftlicher Anfragen sowie die Vermittlung wissenschaftlicher Kontakte und die Bereitstellung von Expertise für deutsche Einrichtungen in Politik und Wirtschaft zu ihren Leistungen.

Pressereferat (LS 13) | Pressemitteilung
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/2103_3625.html

Weitere Berichte zu: BMBF

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Wie ein infizierter Knochen besser heilt
16.10.2019 | Klinikum der Ruhr-Universität Bochum - Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil GmbH

nachricht Sensorschleuse Argus von dormakaba mit ICONIC Award 2019 ausgezeichnet
15.10.2019 | dormakaba Deutschland GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die schnellste Ameise der Welt - Wüstenflitzer haben kurze Beine, aber eine perfekte Koordination

Silberameisen gelten als schnellste Ameisen der Welt - obwohl ihre Beine verhältnismäßig kurz sind. Daher haben Forschende der Universität Ulm den besonderen Laufstil dieses "Wüstenflitzers" auf einer Ameisen-Rennstrecke ergründet. Veröffentlicht wurde diese Entdeckung jüngst im „Journal of Experimental Biology“.

Sie geht auf Nahrungssuche, wenn andere Siesta halten: Die saharische Silberameise macht vor allem in der Mittagshitze der Sahara und in den Wüsten der...

Im Focus: Fraunhofer FHR zeigt kontaktlose, zerstörungsfreie Qualitätskontrolle von Kunststoffprodukten auf der K 2019

Auf der K 2019, der Weltleitmesse für die Kunststoff- und Kautschukindustrie vom 16.-23. Oktober in Düsseldorf, demonstriert das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR das breite Anwendungsspektrum des von ihm entwickelten Millimeterwellen-Scanners SAMMI® im Kunststoffbereich. Im Rahmen des Messeauftritts führen die Wissenschaftler die vielseitigen Möglichkeiten der Millimeterwellentechnologie zur kontaktlosen, zerstörungsfreien Prüfung von Kunststoffprodukten vor.

Millimeterwellen sind in der Lage, nicht leitende, sogenannte dielektrische Materialien zu durchdringen. Damit eigen sie sich in besonderem Maße zum Einsatz in...

Im Focus: Solving the mystery of quantum light in thin layers

A very special kind of light is emitted by tungsten diselenide layers. The reason for this has been unclear. Now an explanation has been found at TU Wien (Vienna)

It is an exotic phenomenon that nobody was able to explain for years: when energy is supplied to a thin layer of the material tungsten diselenide, it begins to...

Im Focus: Rätsel gelöst: Das Quantenleuchten dünner Schichten

Eine ganz spezielle Art von Licht wird von Wolfram-Diselenid-Schichten ausgesandt. Warum das so ist, war bisher unklar. An der TU Wien wurde nun eine Erklärung gefunden.

Es ist ein merkwürdiges Phänomen, das jahrelang niemand erklären konnte: Wenn man einer dünnen Schicht des Materials Wolfram-Diselenid Energie zuführt, dann...

Im Focus: Wie sich Reibung bei topologischen Isolatoren kontrollieren lässt

Topologische Isolatoren sind neuartige Materialien, die elektrischen Strom an der Oberfläche leiten, sich im Innern aber wie Isolatoren verhalten. Wie sie auf Reibung reagieren, haben Physiker der Universität Basel und der Technischen Universität Istanbul nun erstmals untersucht. Ihr Experiment zeigt, dass die durch Reibung erzeugt Wärme deutlich geringer ausfällt als in herkömmlichen Materialien. Dafür verantwortlich ist ein neuartiger Quantenmechanismus, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift «Nature Materials».

Dank ihren einzigartigen elektrischen Eigenschaften versprechen topologische Isolatoren zahlreiche Neuerungen in der Elektronik- und Computerindustrie, aber...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

VR-/AR-Technologien aus der Nische holen

18.10.2019 | Veranstaltungen

Ein Marktplatz zur digitalen Transformation

18.10.2019 | Veranstaltungen

Wenn der Mensch auf Künstliche Intelligenz trifft

17.10.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Insekten teilen den gleichen Signalweg zur dreidimensionalen Entwicklung ihres Körpers

18.10.2019 | Biowissenschaften Chemie

Volle Wertschöpfungskette in der Mikrosystemtechnik – vom Chip bis zum Prototyp

18.10.2019 | Physik Astronomie

Innovative Datenanalyse von Fraunhofer Austria

18.10.2019 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics