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Bundespräsident Rau überreicht Preis für gesellschaftliches Engagement von Unternehmen

19.12.2001


Bundespräsident Johannes Rau verlieh heute im Rahmen einer Festveranstaltung im Schloss Bellevue den Preis "Freiheit und Verantwortung". Der Preis prämiert herausragendes bürgerschaftliches Engagement von Unternehmen, durch das gesellschaftliche Probleme nachhaltig gelöst werden sollen - auch bekannt als "Corporate Citizenship". Der Bundespräsident ist Schirmherr der Initiative "Freiheit und Verantwortung", die diesen Preis ausgelobt hat. Diese Initiative ist Ende des Jahres 2000 von den Spitzenverbänden der Wirtschaft, dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA), dem Deutschen Industrie- und Handelkammertag (DIHK), dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und der WirtschaftsWoche gegründet worden mit dem Ziel, gesellschaftliches Engagement von Unternehmen zu fördern. Mehr als 100 deutsche Unternehmen hatten sich bis Ende Juli 2001 um den Preis beworben. Die Unternehmen kommen aus allen Branchen, Bereichen und Regionen Deutschlands. Kleine und mittlere Unternehmen machen nahezu die Hälfte der Bewerbungen aus. Der Preis wird in den drei Kategorien kleine, mittlere und große Unternehmen vergeben. Die Preise gehen dieses Jahr an:

  • Xynias, Wetzel, von Büren Werbeagentur GmbH, München, mit dem Projekt "Tatendrang" in der Kategorie kleine Unternehmen,
  • VAUDE Sport, Tettnang, mit dem Projekt VAUDE Kinderhaus, und
  • BMW AG, München, mit dem Projekt Schulen im gesellschaftlichen Verbund.

Im Rahmen des Wettbewerbes Freiheit und Verantwortung packen Unternehmen laut BDI-Präsident Rogowski mit mutiger Eigeninitiative zentrale gesellschaftliche Probleme an und lösen sie überzeugend. "Die Idee des bürgerlichen Engagements muss daher weiter verbreitet und vorangetrieben werden", so ZDH-Präsident Dieter Philipp.

"Mit den Projekten dokumentieren die Preisträger das Interesse von Unternehmen und Verbänden, noch stärker daran mitzuwirken, Orientierung zu geben und das Vertrauen in die Soziale Marktwirtschaft zu stärken," meinte Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt anlässlich der Preisverleihung.

WirtschaftsWoche-Chefredakteur Stefan Baron betonte während der Veranstaltung, die Unternehmen dürften nicht nur mehr Freiheit fordern. Sie müssten zugleich auch bereit sein, mehr Verantwortung zu übernehmen. Baron: "Sonst wird es nichts mit dem mehr an Freiheit."

Nicht nur die Sieger sondern auch die für die Prämierung nominierten neun Projekte wurden von der Jury als sehr gut bewertet. Sie umfassen die Themen wirtschaftsnahe Schulausbildung, Informations- und Kommunikationstechniken für Behinderte und Kranke, Kinderhäuser für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, den Kampf gegen Kindesmissbrauch, Minderung des Pflegenotstandes und Werbung für den Freiwilligendienst. Dabei erfüllen alle genannten Projekte die Kriterien, eines möglichst dauerhaften gesellschaftlichen Engagements mit inhaltlicher Breiten- und Tiefenwirkung unter Beteiligung einer möglichst hohen Anzahl von Mitarbeitern des Unternehmens.

Thomas Hüne | ots

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