Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Universitätsklinikum Essen erhält Heinz-Horst-Deichmann-Stiftungsprofessur

27.09.2001


Zur Stärkung des Schwerpunktes Herz-Kreislauf-Medizin als einem von drei Forschungsschwerpunkten der Medizinischen Fakultät wird am Essener Universitätsklinikum eine neue Professur für Atheroskleroseforschung eingerichtet. Sie wird der Universität durch den Essener Unternehmer Dr. Heinz-Horst Deichmann als Stiftungsprofessur zur Verfügung gestellt. Der Gründer der weltweit tätigen "Wort- und Tat-Gesellschaft", Honorarkonsul von Indien und Professor h. c. der Ben Gurion-Universität in der Negev-Wüste entschloss sich zu diesem großzügigen Sponsoring anlässlich seines 75. Geburtstages am kommenden Sonntag. Entsprechend wird die neue Professur für Atheroskleroseforschung seinen Namen tragen.

Insgesamt 1,5 Millionen Mark stellt Dr. Deichmann in den nächsten fünf Jahren für die Einrichtung der Professur sowie für einen wissenschaftlichen und einen nichtwissenschaftlichen Mitarbeiter zur Verfügung. Nach diesem üblichen Stiftungs-Zeitraum wird die Medizinische Fakultät die Weiterführung der Arbeitsgruppe gewährleisten, denn die Erforschung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bildet neben der Onkologie und der Transplantationsmedizin eine der drei Säulen der wissenschaftlichen Arbeit am Klinikum. Diesen Anspruch hat die Fakultät auch in ihrem jüngsten Strukturkonzept bekräftigt; die aktuelle Ausstattung in der Inneren Medizin wird diesem Konzept derzeit allerdings noch nicht gerecht.

In der Herz-Kreislauf-Medizin ist die Abteilung für Pathophysiologie - Direktor Professor Dr. Dr. h. c. Gerd Heusch - am Essener Klinikum aktuell die einzige auf die Grundlagenforschung konzentrierte Institution. In enger Kooperation mit dem Direktor der Abteilung für Kardiologie - Professor Dr. Raimund Erbel - konnten allerdings dennoch weltweit beachtete Arbeitsergebnisse vorgelegt werden. Nicht ohne Stolz bemerkt Heusch, dass die Abteilungen für Kardiologie und Pathophysiologie "publikatorisch zu den stärksten des Klinikums" gehören. Für den Erhalt und den Ausbau dieses hohen Standards ist eine weitere Professur in der Pathophysiologie dringend erforderlich. Schwerpunkt der Arbeit wird die Vaskuläre Biologie oder Gefäßbiologie sein. Während sich Heusch in seiner Forschung auf die Konsequenzen atherosklerotischer Komplikationen für das Herz konzentriert, soll die neue Professur auf atherosklerotische Prozesse selbst ausgerichtet sein. Damit könne, sagt Heusch, die Innere Medizin am Essener Klinikum "die kritische Masse" für eine fundierte Grundlagenforschung in der Herz-Kreislauf-Medizin erreichen. Ein besseres Verständnis der Grundlagen solle schließlich in neue und wirksame Therapiekonzepte einmünden.

In Deutschland ist die Grundlagenforschung in der Herz-Kreislauf-Medizin nur wenig vertreten, international aber gut besetzt. Deshalb wird die neue Stelle am Klinikum auch international ausgeschrieben. Unabdingbare Anforderung: Zell- und molekularbiologische Arbeitsmethoden müssen perfekt beherrscht werden. Auf diese Weise gestärkt, können Pathophysiologie, Kardiologie sowie Thorax- und Kardiovaskuläre Chirurgie des Klinikums künftig auch größere Projekte konzipieren - und dafür gegebenenfalls erfolgreich Drittmittel einwerben.


Redaktion: Monika Rögge, Telefon (02 01) 1 83 - 20 85


Weitere Informationen: Prof. Dr. Dr. h. c. Gerd Heusch, Telefon (02 01) 7 23 - 44 80

Monika Roegge | idw

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Phoenix Contact gewinnt BME-Preis für elektronische Beschaffung
13.03.2019 | Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME)

nachricht Innovationspreis für Simulationswerkzeug zur Kanalalterung verliehen
12.03.2019 | KompetenzZentrum Wasser Berlin gGmbH (KWB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kartographie eines fernen Sterns

Der am Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) gefertigte Spektrograph PEPSI zeigt erste Aufnahmen der Struktur des Magnetfelds auf der Oberfläche eines weit entfernten Sterns. Mittels innovativer Verfahren lassen sich damit neue Erkenntnisse über die Vorgänge auf der Sternoberfläche gewinnen. Die Ergebnisse stellte ein Wissenschaftlerteam nun in der Fachzeitschrift Astronomy & Astrophysics vor.

Selbst mit den größten Teleskopen erscheinen die Oberflächen entfernter Sterne normalerweise nur als Lichtpunkte. Eine detaillierte Auflösung wird erst mittels...

Im Focus: Stellar cartography

The Potsdam Echelle Polarimetric and Spectroscopic Instrument (PEPSI) at the Large Binocular Telescope (LBT) in Arizona released its first image of the surface magnetic field of another star. In a paper in the European journal Astronomy & Astrophysics, the PEPSI team presents a Zeeman- Doppler-Image of the surface of the magnetically active star II Pegasi.

A special technique allows astronomers to resolve the surfaces of faraway stars. Those are otherwise only seen as point sources, even in the largest telescopes...

Im Focus: Heading towards a tsunami of light

Researchers at Chalmers University of Technology and the University of Gothenburg, Sweden, have proposed a way to create a completely new source of radiation. Ultra-intense light pulses consist of the motion of a single wave and can be described as a tsunami of light. The strong wave can be used to study interactions between matter and light in a unique way. Their research is now published in the scientific journal Physical Review Letters.

"This source of radiation lets us look at reality through a new angle - it is like twisting a mirror and discovering something completely different," says...

Im Focus: Oszillation im Muskelgewebe

Wenn ein Muskel wächst oder eine Verletzung in ihm ausheilt, verwandelt sich ein Teil seiner Stammzellen in neue Muskelzellen. Wie dieser Prozess über zwei oszillierend hergestellte Proteine gesteuert wird, beschreibt nun das MDC-Team um Carmen Birchmeier im Fachjournal „Genes & Development“.

Die Stammzellen des Muskels müssen jederzeit auf dem Sprung sein: Wird der Muskel beispielsweise beim Sport verletzt, ist es ihre Aufgabe, sich so rasch wie...

Im Focus: Das Geheimnis des Vakuums erstmals nachweisen

Neue Forschungsgruppe an der Universität Jena vereint Theorie und Experiment, um erstmals bestimmte physikalische Prozesse im Quantenvakuum nachzuweisen

Für die meisten Menschen ist das Vakuum ein leerer Raum. Die Quantenphysik hingegen geht davon aus, dass selbst in diesem Zustand niedrigster Energie noch...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz: Ausprobieren und diskutieren

19.03.2019 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Tagung zur Gesundheit von Meeressäugern

18.03.2019 | Veranstaltungen

Tuberkulose - eine der ältesten Krankheiten der Menschheit eliminieren!

15.03.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kartographie eines fernen Sterns

19.03.2019 | Physik Astronomie

Schlauer Handschuh für Industrie 4.0: Forscher verbinden die Hand mit der virtuellen Welt

19.03.2019 | HANNOVER MESSE

Das neue Original für Industrie 4.0 - Rittal mit neuen Gehäuseserien AX und KX

19.03.2019 | HANNOVER MESSE

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics