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ZIM: Einheitliches Dach für vier Programme und drei Fördersäulen

02.07.2008
Fast 20 Jahre nach der Wende ist die Zeit reif, die BMWi-Förderprogramme für Forschung und Entwicklung (FuE) in kleinen und mittleren Unternehmen mit mehr Transparenz und geringerem Verwaltungsaufwand zu bündeln und in zwei Fällen von Deutschland Ost auf das gesamte Bundesgebiet auszuweiten.

Das ab 1. Juli 2008 in Kraft tretende Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) stellt sich als Teil der Hightech-Strategie der Bundesregierung diesem Anspruch. Es integriert für bessere Nutzerfreundlichkeit vier technologieoffene und marktorientierte Förderprogramme.

Zu den Unternehmen, die von diesen Fördermitteln mit langfristigen Umsatz- und Beschäftigungswirkungen profitieren, kommen jährlich rund 2.000 neu hinzu. Mit ZIM, so die Haushaltsplanung, soll sich der Kreis der Förderempfänger zudem nochmals erweitern.

Mittelstand als Motor der Wirtschaft

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KMU bis 250 Mitarbeiter und 50 Mio. Euro Jahresumsatz sind mit einem Anteil von 60 Prozent an der Beschäftigung und über der Hälfte der gesamten Wertschöpfung Motor der deutschen Wirtschaft. Obwohl finanziell zumeist ohne große Spielräume, betreiben 30.000 von ihnen permanent Industrieforschung; schätzungsweise weitere 70.000 bringen fallweise eigene Innovationen auf den Markt. Im Vergleich zu Großunternehmen, die fast 90 Prozent aller FuE-Aktivitäten in Deutschland bestreiten, ist das innovative Potenzial der KMU jedoch noch zu gering. FuE-Förderung verfolgt deshalb mehrere Ziele. So sollen mit nichtrückzahlbaren Zuschüssen die enormen FuE-Aufwendungen, die sich oft erst nach Jahren durch mehr Umsatz auszahlen, abgefedert und zudem der Zugang zu Forschungsergebnissen von Hochschulen und Forschungseinrichtungen erleichtert werden.

Mit neuen Strukturen in die Zukunft

ZIM wird als Programm drei bisher gesonderte Fördersäulen abdecken:
In der ersten. Stufe ab Juli 2008: FuE-Kooperation (PRO INNO II, InnoNet) sowie Netzwerkförderung (NEMO).

In einer zweiten. Stufe ab 2009: einzelbetriebliche FuE-Förderung für KMU, wie sie bisher im Programm INNO-WATT erfolgt.

Zusätzlich zu dieser Programmkonzentration mit effizienteren Strukturen sollen alle Programmteile bundesweite Gültigkeit erlangen. Bisher standen NEMO und INNO-WATT nur für Unternehmen in den Neuen Bundesländern und Berlin zur Verfügung. In einem ersten Schritt werden ab 1. Juli 2008 die Kooperations- und Netzwerkprogramme PRO INNO II, InnoNet und NEMO bundesweit integriert.

Im ersten Modul des neuen ZIM werden Forschungskooperationen zwischen Unternehmen und mit Forschungseinrichtungen unterstützt, die damit auf gestärkten Füßen stehen. Die Förderbedingungen in diesem ZIM-Modul sollen weitgehend an die bisherige PRO INNO II-Förderung anschließen. Neu ist die Einbeziehung innovationsunterstützender Dienstleistungen, wie Marktstudien, Produkttests und die Fertigung von Prototypen, in die Förderung.

In einem zweiten Modul werden die Dienstleistungen externer Netzwerkmanager entsprechend dem bisherigen Programm NEMO (NetzwerkManagement Ost)-Modell unterstützt.

In einem weiteren Schritt soll ab 2009 das dritte Modul, die einzelbetriebliche FuE-Förderung für KMU (bisher INNO-WATT), in das Zentralprogramm integriert werden. Geplant ist auch hier die Ausweitung auf ganz Deutschland – vorbehaltlich der Bereitstellung der dafür notwendigen Haushaltsmittel durch den Bundestag.

Doro Mante | Innomedia
Weitere Informationen:
http://www.innomedia-berlin.de
http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/wirtschaft,did=231772.html

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