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Projekte zum verbesserten Einsatz von Biokraftstoffen im Auto und zur Verbesserung von Dialysegeräten laufen an

03.06.2008
Bund fördert Forschung an der Hochschule Coburg

Die Hochschule Coburg erhält aus dem Bundesforschungsministerium weitere Mittel für die angewandte Forschung in Höhe von insgesamt 330.000 EUR. Im Rahmen des bundesweit ausgeschriebenen Programms FHproFUND konnten zwei Projekte aus der Fakultät Angewandte Naturwissenschaften platziert werden. Die Hochschule Coburg scheidet mit einem Anteil von 11 % an den nach Bayern fließenden Mittel überdurchschnittlich gut ab.

Gefördert werden zwei Projekte mit zukunftsweisender und durchaus aktueller Themenstellung. Prof. Dr. habil. Jürgen Krahl erhält 210.000 EUR für sein Projekt zur Untersuchung der Wechselwirkungen des Motoröls mit neuen Biokraftstoffen im Kfz-Motor und damit verbunden der Verlängerung des Ölwechselintervalls. Anders als normalerweise üblich, soll hier das Ölwechselintervall nicht auf mechanischem, sondern auf chemischem Weg verlängert werden. Ziel ist es, den CO2-Ausstoß zu reduzieren und damit zur Verbesserung des Klimaschutzes beizutragen. Prof. Krahl hat dazu vor kurzem bereits ein Patent angemeldet. Das Forschungsprojekt dient dazu, die industrielle Anwendung sicherzustellen. Industriepartner ist die VW AG, Wolfsburg, die nochmals 100.000 EUR in das Projekt einbringt. Verantwortlich ist hier Dr. Wolfgang Steiger, Leiter der Konzernforschung Antrieb, der auch als Lehrbeauftragter mit der Hochschule Coburg verbunden ist.

Weiterhin wird ein Forschungsvorhaben von Prof. Dr. habil. Gerhard Lindner mit 120.000 EUR gefördert. Dieses Projekt befasst sich mit dem Nachweis biogener Oberflächen-Ablagerungen durch mikroakustische Oberflächenwellen. Es ist im Bereich der Medizintechnik angesiedelt. Ziel des Projektes ist es, den Biofilm auf Dialysegeräten zu überwachen, der bei der Nutzung der Geräte entsteht. Auf diese Weise sollen die notwendigen Reinigungsmittel gezielter eingesetzt werden können. Damit will man die Patientensicherheit von Dialysegeräten weiter erhöhen.

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»Biokraftstoff »Dialysegerät

Als Unternehmenspartner konnte Fresenius Medical Care, Schweinfurt, Technologieführer bei Dialyse-Geräten, gewonnen werden. Das Unternehmen bringt weitere 50.000 EUR in das Projekt ein. Für Prof. Lindner hat dieses Projekt auch strategische Bedeutung. Denn er sieht im Einsatz der Sensor- und Aktortechnik im Bereich der Biomedizin und der Medizintechnik große Entwicklungschancen. "Weitere Projekte in diesem Bereich werden folgen", so seine Prognose.

An beiden Projekten sind - entsprechend der Zielsetzung des Programms - weitere Wissenschaftspartner beteiligt. So arbeitet Prof. Krahl bei der Untersuchung der Wechselwirkungen von Motoröl und Biokraftstoffen mit dem von-Thünen-Institut, Braunschweig, zusammen. Wissenschaftlicher Projektpartner von Prof. Lindner ist das IWW Zentrum Wasser, ein Institut der Universität Duisburg-Essen, als führendes Institut zur Herstellung von Biofilmen. Außerdem ist eine Kooperation mit der griechischen Hochschule Kreta geplant.

In beiden Forschungsprojekten arbeiten Doktoranden und Studierende mit, die mit Diplom- bzw. Projektarbeiten betraut sind. So wird bei Prof. Krahl eine Promotion in Kooperation mit der TU Braunschweig durchgeführt. Bei Prof. Lindner entsteht eine Promotion in Kooperation mit der Universität Freiburg. Mit den Projekten sind neben den beiden Professen weitere vier Ingenieure und zahlreiche Diplomanden und Studierende befasst.

An beiden Forschungsprojekten sind außerdem Doktoranden und Studierende im Rahmen von Diplom- und Masterarbeiten beteiligt. Lehre und Forschung werden damit ideal verbunden.

Prof. Dr. Michael Pötzl, Vizepräsident und zuständig für den Bereich Forschung und Transfer, zu diesem großen Erfolg: "Damit wird der seit einigen Jahren erfolgreich beschrittene Weg beim Aufbau einer Forschungskultur an der Hochschule Coburg bestätigt. Seit Erscheinen unseres ersten Forschungsberichts im Jahr 2007 nehmen die Drittmittelprojekte und Anfragen aus der Industrie stetig zu. Mittlerweile liegen wir bei der Drittmittelquote unter Bayerns Fachhochschulen weit vorn. Außerdem stehen unsere Chancen auf zwei weitere große Projektförderungen sehr gut."

Dr. Margareta Bögelein | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-coburg.de/

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