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Geschäftsidee neuartiger Katalysatorsysteme unter den 10 Besten und mit 3. Preis bei den Hochschulgründern

16.04.2008
Unter den zehn besten Geschäftsideen ist das in Gründung befindliche AIKAA GmbH-Team der Bayreuther anorganischen Chemiker Dr. Torsten Irrgang und Prof. Dr. Rhett Kempe bei der zweiten Phase des Business-Plan-Wettbewerbs Nordbayern gelandet und kassierten dafür 1.500 €. Außerdem wurde das Konzept zur Entwicklung neuartiger sog. chiraler Katalysatoren mit dem 3. Platz und zusätzlich 500 € beim Sonderwettbewerb der Hochschulgründer belohnt.

Bayreuth (UBT). Das in Gründung befindliche AIKAA GmbH-Team der Bayreuther anorganischen Chemiker Dr. Torsten Irrgang und Prof. Dr. Rhett Kempe sind mit ihrer Geschäftsidee neuartiger so genannter chiraler Katalysatoren weiter erfolgreich.

Nachdem sie bereits in der ersten Phase des Business-Plan-Wettbewerbs zu den zehn besten und prämierten Teams von insgesamt 104 gehört hatten, setzten sie in der zweiten Phase des Business-Plan-Wettbewerbs Nordbayern (BPWN) 2008 noch einen drauf und kamen unter insgesamt 66 Teams unter die zehn Besten und kassierten dafür 1.500 Euro an Preisgeld. Voraussetzung war ein rund 20 Seiten starkes Geschäftskonzept inkl. einer Analyse von Markt und Wettbewerb sowie einer Marketing- und Vertriebsstrategie.

Aber es kam noch besser: Für die hier 33 BPWN-Teilnehmer, die aus dem Hochschulumfeld stammten war nämlich ein Sonderpreis ausgeschrieben, der Hochschulgründerpreis 2008. Die schlauen Köpfe aus Bayreuth kamen hier auf den dritten Platz und kassierten noch einmal 500 Euro.

Mit dem Feedback der Juroren sind alle Teilnehmer gut gewappnet für den dritten und finalen Teil des Wettbewerbs. Bis zum 3. Juni muss nun ein ausführlicher Geschäftsplan ausgearbeitet werden. Dann winken den drei Siegern Preisgelder in Höhe von 15, 10 und 5 Tausend Euro.

Bei der Bayreuther Entwicklung geht es um so genannte chirale Verbindungen die häufig für die Entwicklung von Medikamenten und im Bereich von neuen Produkten der Agrarchemie benötigt werden. Chiralität bezeichnet die räumliche Anordnung von Atomen, bei denen bestimmte Symmetrieoperationen, zum Beispiel die Spiegelung an einer Molekülebene, nicht zu einer Selbstabbildung führen. Die linke und die rechte Hand sind chiral zueinander. Für die Herstellung der chiralen Verbindungen gibt es bisher keine einzelne Technologie, die man als Patentrezept bezeichnen könnte.

Einen Ausweg aus dieser Problematik haben die Dipl.-Chemikerin Denise Friedrich, Dr. Torsten Irrgang und Prof. Dr. Rhett Kempe vom Lehrstuhl für Anorganische Chemie II der Universität Bayreuth gefunden. Das Forscherteam entwickelte neuartige, hocheffizient und -selektiv arbeitende chirale Katalysatorsysteme. Diese kostengünstigen und leistungsfähigen Katalysatoren werden modular aufgebaut und sind in einer großen Zahl von Lösungsmitteln anwendbar. Damit lassen sich Einflüsse auf das Aktivitäts- und Selektivitätsverhalten der Katalysatoren gezielt einstellen.

Vor allem für die pharmazeutische und die agrochemische Industrie ist diese Bayreuther Entwicklung von erheblicher Bedeutung. Denn ausgehend von einfachen Verbindungen lassen sich jetzt gezielt Produkte mit funktionalen Eigenschaften und einem entsprechend hohen ökonomischen Wert erzeugen, ohne dass unerwünschte Nebenprodukte oder Abfälle entstehen. Die neuen Katalysatoren sind daher der Schlüssel zu einem sowohl ökonomisch als auch ökologisch optimierten Wertschöpfungsnetzwerk.

Das einmalige Know-how wurde in Zusammenarbeit mit der Universität Bayreuth für ein internationales Patent angemeldet. Dr. Torsten Irrgang und Prof. Dr. Rhett Kempe wollen das Geschäftskonzept mit der AIKAA GmbH umsetzen.

Kontaktadresse für weitere Informationen:
Professor Dr. Rhett Kempe
Dr. Torsten Irrgang
Lehrstuhl für Anorganische Chemie II
Telefon: 0921 / 55-2541, -2540, -2561
kempe@uni-bayreuth.de
torsten.irrgang@uni-bayreuth.de

Jürgen Abel | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bayreuth.de/

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