Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Niederländisches Institut vergibt 150 Millionen Euro für F&E-Projekte bezüglich der Frühdiagnose und Behandlung von Krankheiten

02.04.2008
Das Center for Translational Molecular Medicine (CTMM), eine öffentlich-private Partnerschaft in den Niederlanden, die neue Methoden für die Diagnose und Behandlung der am häufigsten auftretenden Erkrankungen erforscht und entwickelt, hat heute die Finanzierung von neun Projekten angekündigt, die sich auf insgesamt 150 Millionen Euro beläuft.

Die medizinischen Zentren der niederländischen Universitäten, ein breites Spektrum kleiner und mittlerer Unternehmen, die Branchenführer, einschliesslich Philips und Organon (einer Tochter der Schering-Plough), und die niederländische Regierung sind beteiligt.

Insgesamt fliessen 150 Millionen Euro in den Niederlanden in die Forschung bezüglich der am häufigsten auftretenden onkologischen, kardiovaskulären und neurodegenerativen (Alzheimer) Erkrankungen.

Diese drei Krankheitsarten haben die grössten Auswirkungen auf die Bevölkerung der westlichen Welt. Die Finanzierung wird von der niederländischen Regierung, der Industrie und Hochschulen bereitgestellt. Die Forschung konzentriert sich in erster Linie auf die 'translatorischen' Aspekte der Molekularmedizin, um die Forschungsergebnisse so schnell wie möglich in der Behandlung von Patienten umzusetzen.

... mehr zu:
»F&E-Projekt »Molekularmedizin

"Diese F&E-Projekte sind höchst innovativ und gehen die grössten Herausforderungen in der modernen Medizin an, einschliesslich dem Entwickeln besserer Methoden für die Frühdiagnose und Behandlung von Erkrankungen, beispielsweise Herzinsuffizienz, Diabetes, Herzrhythmusstörung, Leukämie bei Kindern, Alzheimer und verschiedene Krebsarten. Durch die Erfahrung der besten niederländischen Wissenschaftler und F&E-Gruppen der bedeutendsten Industriezweige sowie kleiner und mittlerer Unternehmen können wir einen wichtigen wissenschaftlichen Durchbruch erwarten, der nicht nur klinische, sondern auch ökonomische Auswirkungen hat", sagt Prof. Dr. Rob Reneman, Vorsitzender des International Scientific Advisory Board von CTMM.

"CTMM hat sich als effektive Methode für das Einrichten von Partnerschaften zwischen Ärzten, Hochschulen und der Industrie bewiesen, um Gesundheitsprobleme in den Niederlanden und anderen Ländern zu lösen", meint Hans Hoogervorst, ehemaliger Gesundheitsminister der Niederlande und Vorsitzender des Aufsichtsrats von CTMM.

Die ausgewählten CTMM-Projekte konzentrieren sich auf die Molekularmedizin, um zu erforschen, wie Erkrankungen auf molekularer und zellularer Ebene entstehen. Viele dieser Projekte sollen so genannte 'Biomarker' identifizieren, beispielsweise abnormale Proteine im Blut, die oft vorhanden sind, lange bevor Symptome auftreten. Die Molekularmedizin ermöglicht die Diagnose und Behandlung in einem früheren Stadium als die auf Symptomen basierte Diagnose. Da die Behandlung in den Frühstadien einer Erkrankung im Allgemeinen weniger aggressive Behandlungsmethoden erfordert, kann dieser Ansatz die Nebenwirkungen verringern, die Effektivität der Behandlung verbessern und die Ressourcen der Gesundheitspflege optimaler einsetzen.

CTMM wird im Herbst 2008 einen zweiten Aufruf für Projektvorschläge organisieren.

Informationen zu CTMM

Das CTMM (Center for Translational Molecular Medicine) ist eine in den Niederlanden ansässige öffentlich-private Partnerschaft, die Technologien für die Molekularmedizin zur Frühdiagnose und individuellen Behandlung von onkologischen, kardiovaskulären, neurodegenerativen und infektiösen Erkrankungen entwickelt. Diese vier Krankheitsarten sind für eine hohe Sterblichkeit und verminderte Lebensqualität in der westlichen Welt verantwortlich. CTMM initiiert, bewertet und finanziert fachübergreifende Projekte, die die aktive Teilnahme der Hochschulen und Industrie in den Niederlanden involvieren. Alle CTMM-Projekte werden basierend auf ihrer Signifikanz von einem unabhängigen internationalen Beratungsausschuss ausgewertet und von einem Aufsichtsrat genehmigt. CTMM wird von der niederländischen Regierung (50%), Hochschulen (25%) und der Industrie

(25%) finanziert.

Marjoke Kortas | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.ctmm.nl

Weitere Berichte zu: F&E-Projekt Molekularmedizin

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Weniger Tierversuche absehbar: Multiorgan-Chip ausgezeichnet
18.10.2018 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

nachricht Ein Roboter, der Schienenbrüche erkennt: Auszeichnung für Projekt „Railcheck“
12.10.2018 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Auf dem Weg zu maßgeschneiderten Naturstoffen

Biotechnologen entschlüsseln Struktur und Funktion von Docking Domänen bei der Biosynthese von Peptid-Wirkstoffen

Mikroorganismen bauen Naturstoffe oft wie am Fließband zusammen. Dabei spielen bestimmte Enzyme, die nicht-ribosomalen Peptid Synthetasen (NRPS), eine...

Im Focus: Größter Galaxien-Proto-Superhaufen entdeckt

Astronomen enttarnen mit dem ESO Very Large Telescope einen kosmischen Titanen, der im frühen Universum lauert

Ein Team von Astronomen unter der Leitung von Olga Cucciati vom Istituto Nazionale di Astrofisica (INAF) Bologna hat mit dem VIMOS-Instrument am Very Large...

Im Focus: Auf Wiedersehen, Silizium? Auf dem Weg zu neuen Materalien für die Elektronik

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz haben zusammen mit Wissenschaftlern aus Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgarien) und Madrid (Spanien) ein neues, metall-organisches Material entwickelt, welches ähnliche Eigenschaften wie kristallines Silizium aufweist. Das mit einfachen Mitteln bei Raumtemperatur herstellbare Material könnte in Zukunft als Ersatz für konventionelle nicht-organische Materialien dienen, die in der Optoelektronik genutzt werden.

Bei der Herstellung von elektronischen Komponenten wie Solarzellen, LEDs oder Computerchips wird heutzutage vorrangig Silizium eingesetzt. Für diese...

Im Focus: Goodbye, silicon? On the way to new electronic materials with metal-organic networks

Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) in Mainz (Germany) together with scientists from Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgaria) and Madrid (Spain) have now developed and characterized a novel, metal-organic material which displays electrical properties mimicking those of highly crystalline silicon. The material which can easily be fabricated at room temperature could serve as a replacement for expensive conventional inorganic materials used in optoelectronics.

Silicon, a so called semiconductor, is currently widely employed for the development of components such as solar cells, LEDs or computer chips. High purity...

Im Focus: Blauer Phosphor – jetzt erstmals vermessen und kartiert

Die Existenz von „Blauem“ Phosphor war bis vor kurzem reine Theorie: Nun konnte ein HZB-Team erstmals Proben aus blauem Phosphor an BESSY II untersuchen und über ihre elektronische Bandstruktur bestätigen, dass es sich dabei tatsächlich um diese exotische Phosphor-Modifikation handelt. Blauer Phosphor ist ein interessanter Kandidat für neue optoelektronische Bauelemente.

Das Element Phosphor tritt in vielerlei Gestalt auf und wechselt mit jeder neuen Modifikation auch den Katalog seiner Eigenschaften. Bisher bekannt waren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Natürlich intelligent

19.10.2018 | Veranstaltungen

Rettungsdienst und Feuerwehr - Beschaffung von Rettungsdienstfahrzeugen, -Geräten und -Material

18.10.2018 | Veranstaltungen

11. Jenaer Lasertagung

16.10.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Ultraleichte und belastbare HighEnd-Kunststoffe ermöglichen den energieeffizienten Verkehr

19.10.2018 | Materialwissenschaften

IMMUNOQUANT: Bessere Krebstherapien als Ziel

19.10.2018 | Biowissenschaften Chemie

Raum für Bildung: Physik völlig schwerelos

19.10.2018 | Bildung Wissenschaft

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics