Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erfinder des "Virtuellen Wassers" mit dem Stockholm Water Prize 2008 ausgezeichnet

19.03.2008
Professor John Anthony Allan vom King's College London und der School of Oriental and African Studies, Pioneer für Konzepte, die ganz entscheidend zum Verständnis und dem Vermitteln von wasserrelevanten Themen und ihren Zusammenhängen mit der Landwirtschaft, klimatischen Veränderungen, der Volkswirtschaft und der Politik beigetragen haben, wurde als Preisträger des Stockholm Water Prize 2008 nominiert.
Menschen verbrauchen Wasser nicht nur zum Trinken oder Duschen.
1993 gelang Prof. Allan ein bedeutender Durchbruch in der Veranschaulichung dieser Zusammenhänge, als er das Konzept des "virtuellen Wassers" vorstellte, was die Wassermenge bezeichnet, die nach einer umfassenden Bilanz als tatsächlich verbrauchte Menge in die Produktion von Nahrungsmitteln und Konsumgütern eingeht.

In jeder Tasse Kaffee sind 140 Liter virtuelles Wasser enthalten, das für Wachstum, Herstellung, Verpackung und Versand der Bohnen eingesetzt wurde. Dies entspricht in etwa der Wassermenge, die ein Engländer durchschnittlich am Tag an Leitungswasser zum Trinken und für Haushaltszwecke verbraucht. Ein Hamburger enthält etwa 2400 Liter.

Ein Amerikaner konsumiert durchschnittlich über 6000 Liter virtuelles Wasser pro Tag; mehr als das Dreifache, was ein Chinese durchschnittlich verbraucht.

Die durch die Arbeit von Prof. Allan gewonnen Erkenntnisse haben grossen Einfluss auf die globale Handelspolitik und die Forschung und haben den Diskurs in Wasserpolitik und Wassermanagement neu definiert. Wasserintensive Verbrauchsgüter können dort produziert werden, wo sich Wasser wirtschaftlich nutzen lässt, um damit die Wirtschaftsregionen zu beliefern, die selbst nicht effizient produzieren können.

Dies hat Einfluss auf die nationale Wasser- und Handelspolitik und ausserdem massgebliche Implikationen in Bezug auf die Bilanzierung globaler Wasserressourcen. Die Anwendung des "virtuellen Wasser" Konzepts bietet das Potential, den Handel dafür zu nutzen, Wasserknappheit auf regionaler Ebene zu verringern und die Verwendung von Wasserressourcen effizienter zu gestalten. Beides verbessert die Kapazitäten für ein nachhaltiges Management globaler Wasserressourcen für künftige Generationen und reduziert das Risiko, dass Nationen im Kampf um Wasserressourcen in den Krieg ziehen.

Prof. Allan, erfolgreicher Autor und Pädagoge, gehört zu den führenden Experten für globale Wasserressourcen, Konfliktlösung und den Nahen Osten sowie Nordafrika. Er wird als einer der einflussreichsten Köpfe im Wassersektor von heute beschrieben.

Der jährlich von der Stockholm Water Foundation verliehene "Stockholm Water Prize" ist mit 150.000. US Dollar dotiert. Der Preis wird am 21. August während der "World Water Week" (Weltwasserwoche) in Stockholm in der Stockholm City Hall verliehen. Schirmherr des Stockholm Water Prize ist der schwedische König Carl XVI Gustaf.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.siwi.org
oder kontaktieren Sie: David Trouba +46(0)73-914-39-89, dave.trouba@siwi.org

David Trouba | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.siwi.org

Weitere Berichte zu: Handelspolitik Wasserressource

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Schönheit der organischen Form in 3D
12.07.2018 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

nachricht Infektionen und Krebs: Welche Rolle spielen spezielle weiße Blutkörperchen?
06.07.2018 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vernetzte Beleuchtung: Weg mit dem blinden Fleck

18.07.2018 | Energie und Elektrotechnik

BIAS erhält Bremens größten 3D-Drucker für metallische Luffahrtkomponenten

18.07.2018 | Verfahrenstechnologie

Verminderte Hirnleistung bei schwachem Herz

18.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics