Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Lebensmittel, Kunststoffe und Plasma - Technologietransfer bringt Wirtschaft und Wissenschaft zusammen

12.03.2008
Das Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie (INP Greifswald e.V.) gehört zu den Siegern des Innovationswettbewerbs "Wirtschaft trifft Wissenschaft" des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Mit den Fördermitteln in Höhe von rund 500.000 Euro wird das INP Greifswald in dem Projekt "Plasmatransfer MV" gezielten Technologietransfer zur Stärkung der regionalen Wirtschaft realisieren. Dabei werden plasmagestützte Verfahren für bessere Produktion und Produkte in die betriebliche Praxis gebracht.

Mögliche Anwendungen der Plasmatechnologie sind die Oberflächenmodifizierung von Kunststoffen, die antimikrobielle Behandlung von Lebensmittelverpackungen und der Geruchsabbau in Großküchen oder Schlachthöfen. "Wir sprechen sehr gezielt Industrieunternehmen aus der Kunststoff- und Lebensmittelbranche an, um sie von den Möglichkeiten der Plasmatechnologie zur Stärkung der eigenen Wettbewerbsposition zu überzeugen", sagt Projektleiter Dr. Marko Häckel vom INP Greifswald. Möglich sei auch der Aufbau von Barriereschichten gegen Gase oder Feuchtigkeit, da dadurch beispielsweise eine weitaus bessere Lagerfähigkeit der Nahrungsmittel erreicht werden kann. Häckel: "Das hat große wirtschaftliche Bedeutung, denn herabgesetzte Ansprüche an die Lagertemperatur senken allein schon die Energiekosten."

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung fördert neue Ansätze für einen verbesserten Transfer wissenschaftlicher und technischer Innovationen in wirtschaftlichen Anwendungen. Aus rund 160 Anträgen wählten die Gutachter 25 Siegerprojekte aus. "Unsere angewandte Grundlagenforschung liefert Ergebnisse, die für die Industrie relevant sind. Mit dieser Förderung fokussieren wir nun ausgewählte Arbeiten und binden direkt betriebswirtschaftliches Know-How mit ein" sagt Prof. Klaus-Dieter Weltmann, Direktor des INP. Seine Kompetenz beim Transfer von Forschungsergebnissen stellte das INP bereits in der eigenen Vergangenheit unter Beweis. Mit der neoplas GmbH, dem Transferzentrum des Instituts, und der neoplas control GmbH, einem Unternehmen auf dem Gebiet der Hightech-Messgeräte, gibt es bereits zwei erfolgreiche Ausgründungen.

... mehr zu:
»INP »Plasma »Technologietransfer

Weitere Projektpartner in Plasmatransfer MV sind die neoplas GmbH, die ATI Küste GmbH - Gesellschaft für Technologie und Innovation in Stralsund, die Technologiezentrum Fördergesellschaft mbH Vorpommern in Greifswald und die RWI, Regionale Wirtschaftsinitiative Ost-Mecklenburg-Vorpommern. Die neoplas GmbH ist das Transferzentrum des INP Greifswald und arbeitet auf den Gebieten Technologietransfer und -vermittlung sowie nationales und internationales Projektmanagement mit Forschungseinrichtungen und technologieorientierten Unternehmen.

Das Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie betreibt in der Niedertemperaturplasmaphysik Forschung und Entwicklung von der Idee bis zum Prototyp. Dabei arbeitet es eng mit industriellen Partnern und Universitäten zusammen. Forschungsschwerpunkte sind die Optimierung etablierter Plasmaverfahren und Plasmaprodukte sowie die Entwicklung neuer Plasmaanwendungen in den Bereichen Oberflächen und Materialien, Energie und Umwelt sowie Biologie und Medizin. Mit derzeit etwa 130 Mitarbeitern ist das INP die größte außeruniversitäre Einrichtung Europas auf diesem Forschungsgebiet. Es ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

Ansprechpartner:
Dr. Marko Häckel
Tel: 03834 / 554 482
haeckel@inp-greifswald.de

Liane Glawe | idw

Weitere Berichte zu: INP Plasma Technologietransfer

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht ESJET-Drucktechnologie für großflächige Displays ausgezeichnet
11.04.2019 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP

nachricht BMBF fördert Innovationsraum NewFoodSystems
10.04.2019 | Max Rubner-Institut - Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neuer LED-Leuchtstoff spart Energie

Das menschliche Auge ist für Grün besonders empfindlich, für Blau und Rot hingegen weniger. Chemiker um Hubert Huppertz von der Universität Innsbruck haben nun einen neuen roten Leuchtstoff entwickelt, dessen Licht vom Auge gut wahrgenommen wird. Damit lässt sich die Lichtausbeute von weißen LEDs um rund ein Sechstel steigern, was die Energieeffizienz von Beleuchtungssystemen deutlich verbessern kann.

Leuchtdioden oder LEDs können nur Licht einer bestimmten Farbe erzeugen. Mit unterschiedlichen Verfahren zur Farbmischung lässt sich aber auch weißes Licht...

Im Focus: Münchner Lichtquanten-Destillerie

Garchinger Physiker entwickeln eine Technik, um reine einzelne Photonen zu extrahieren

Das Destillieren von Spirituosen steigert den Gehalt von Alkohol relativ zum Wasseranteil. Ähnlich wirkt eine Methode auf Lichtquanten, Photonen, die ein Team...

Im Focus: Energy-saving new LED phosphor

The human eye is particularly sensitive to green, but less sensitive to blue and red. Chemists led by Hubert Huppertz at the University of Innsbruck have now developed a new red phosphor whose light is well perceived by the eye. This increases the light yield of white LEDs by around one sixth, which can significantly improve the energy efficiency of lighting systems.

Light emitting diodes or LEDs are only able to produce light of a certain colour. However, white light can be created using different colour mixing processes.

Im Focus: Quantenmaterie fest und supraflüssig zugleich

Forscher um Francesca Ferlaino an der Universität Innsbruck und an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften haben in dipolaren Quantengasen aus Erbium- und Dysprosiumatomen suprasolide Zustände beobachtet. Im Dysprosiumgas ist dieser exotische Materiezustand außerordentlich langlebig, was die Tür für eingehendere Untersuchungen weit aufstößt.

Suprasolidität ist ein paradoxer Zustand, in dem die Materie sowohl supraflüssige als auch kristalline Eigenschaften besitzt. Die Teilchen sind wie in einem...

Im Focus: Quantum gas turns supersolid

Researchers led by Francesca Ferlaino from the University of Innsbruck and the Austrian Academy of Sciences report in Physical Review X on the observation of supersolid behavior in dipolar quantum gases of erbium and dysprosium. In the dysprosium gas these properties are unprecedentedly long-lived. This sets the stage for future investigations into the nature of this exotic phase of matter.

Supersolidity is a paradoxical state where the matter is both crystallized and superfluid. Predicted 50 years ago, such a counter-intuitive phase, featuring...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz: Lernen von der Natur

17.04.2019 | Veranstaltungen

Mobilität im Umbruch – Conference on Future Automotive Technology, 7.-8. Mai 2019, Fürstenfeldbruck

17.04.2019 | Veranstaltungen

Augmented Reality und Softwareentwicklung: 33. Industrie-Tag InformationsTechnologie (IT)²

17.04.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neuer LED-Leuchtstoff spart Energie

24.04.2019 | Energie und Elektrotechnik

Control 2019: Fraunhofer IPT stellt High-Speed-Mikroskop mit intuitiver Gestensteuerung vor

24.04.2019 | Messenachrichten

Warum der moderne Mensch aus Afrika kommt

24.04.2019 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics