Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siemers-Wissenschaftspreis geht an vier junge Forscher

15.02.2008
Die Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung vergibt zum 13. Mal den Kurt-Hartwig-Siemers-Wissenschaftspreis für außergewöhnliche wissenschaftliche Leistungen.

Der mit 21.000 Euro dotierte Preis geht an vier Nachwuchswissenschaftler: Die beiden Kunsthistorikerinnen Burcu Dogramaci und Gwendolin Julia Schneider, die Theologin Charlotte Köckert und den Juristen Patrick C. Leyens. Die Stiftung wird den Preis im Rahmen einer Festveranstaltung am 3. März im Hauptgebäude der Universität Hamburg verleihen.

Stiftung fiel die Auswahl schwer

Nach längerer Pause wieder ausgeschrieben, stieß der Wissenschaftspreis beim Hamburger Forschernachwuchs auf hohes Interesse. Insgesamt bewarben sich 38 junge Akademiker aus allen Disziplinen, von der Anglistik bis zur Physik. Aufgrund des hohen Niveaus vieler Bewerbungen stand das Stiftungskuratorium vor einer schweren Wahl und entschied sich, den Preis an vier Nachwuchswissenschaftler zu vergeben.

Von Kulturtransfer, antiker Naturphilsophie, Corporate Governance-Forschung und Erwin Panofsky

PD Dr. Burcu Dogramaci wurde in Ankara geboren und wuchs in Deutschland auf. Die 36-jährige Mutter zweier Kinder arbeitet u.a. als Lehrbeauftragte am Kunstgeschichtlichen Seminar der Universität Hamburg. Sie wird für ihre Habilitationsschrift "Die nächste Generation - Wirken und Einfluss deutschsprachiger Architekten, Stadtplaner, Bildhauer und Kunsthistoriker in der Türkei (1927-1973)" ausgezeichnet. Die Arbeit widmet sich der Erforschung des Kulturtransfers und des künstlerischen Exils, einem der Schwerpunkte der Hamburger Kunstgeschichte von internationaler Ausstrahlung.

Charlotte Köckert (33), seit Kurzem wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, wird für ihre Dissertation "Christliche Kosmologie und antike Naturphilosophie" gewürdigt. Die transdisziplinär angelegte Arbeit thematisiert das christlich-antike Verständnis der Welt vor dem Hintergrund der naturphilosphischen griechischen Tradition.

Dr. Patrick C. Leyens, LL. M. (London) ist Juniorprofessor für Zivilrecht an der Universität Hamburg und Habilitant am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht. Der 33-jährige erhält den Preis für seine Dissertation "Information des Aufsichtsrats - Ökonomisch-funktionale Analyse und Rechtsvergleich zum englischen Board". Diese ist im Bereich der Corporate Governance-Forschung angesiedelt, für die Hamburg ein Zentrum ist, und setzt sich mit dem Thema Unternehmensleitung und -überwachung auseinander.

Auch Gwendolin Julia Schneiders Magisterarbeit über "Erwin Panofsky und die Diskussion um die kunstwissenschaftlichen Grundbegriffe" wurde von den Juroren für preiswürdig befunden. Die 31-jährige Kunsthistorikerin, die inzwischen an ihrer Dissertation sitzt, untersucht die frühen theoretischen Methodenaufsätze des berühmten Hamburger Kunsthistorikers.

Dr. Johannes Gerhardt | idw
Weitere Informationen:
http://www.hmb-wiss-stift.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Schönheit der organischen Form in 3D
12.07.2018 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

nachricht Infektionen und Krebs: Welche Rolle spielen spezielle weiße Blutkörperchen?
06.07.2018 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Optische Kontrolle von Herzfrequenz oder Insulinsekretion durch lichtschaltbaren Wirkstoff

17.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Umweltressourcen nachhaltig nutzen

17.07.2018 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Textilien 4.0: Smarte Kleidung und Wearables als Innovation

17.07.2018 | Innovative Produkte

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics