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Leibniz-Preis 2008

11.02.2008
Bundesforschungsministerin Schavan sagte anlässlich der Verleihung der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preise in Berlin:

"Ich gratulieren den Preisträgern herzlich zu der Auszeichnung mit dem höchstdotierten deutschen Forschungspreis. Sie haben als herausragende Forscherinnen und Forscher mit ihren Arbeiten entscheidend zu neuen Ergebnissen in ihrem Forschungsbereich beigetragen. Ihr Engagement, Ihre Leistungen und auch Ihre Leidenschaft für die Wissenschaft sind Vorbild nicht nur für die deutsche Wissenschaft, sondern insbesondere für unseren Forschernachwuchs, den wir verstärkt mobilisieren müssen. Dafür wollen wir die Zahl der Studierenden in den Natur- und Ingenieurwissenschaften deutlich erhöhen, um den Fachkräftebedarf zu decken."

Seit 1986 wird der Leibniz-Preis von der Deutschen Forschungsgemeinschaft an herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Der Preis ist auf 2,5 Millionen Euro dotiert. Ziel des Förderpreises ist es, die Unabhängigkeit der Wissenschaftler zu stärken und ihre Forschungsmöglichkeiten zu verbessern.

Die Preisträgerinnen und Preisträger

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Prof. Dr. Susanne Albers, Theoretische Informatik, Universität Freiburg
Prof. Dr. Martin Beneke, Theoretische Teilchenphysik, RWTH Aachen
Prof. Dr.-Ing. Holger Boche, Nachrichtentechnik und Informationstheorie, TU Berlin und Fraunhofer German-Sino Lab for Mobile Communications, Berlin, und Fraunhofer Institut Nachrichtentechnik (Heinrich-Hertz-Institut), Berlin
Prof. Dr. Martin Carrier, Philosophie, Universität Bielefeld
Dr. Elena Conti, Strukturbiologie, Max-Planck-Institut für Biochemie, Martinsried,
gemeinsam mit
Dr. Elisa Izaurralde, Biochemie, Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie, Tübingen
Prof. Dr. Holger Fleischer, Wirtschaftsrecht, Universität Bonn
Prof. Dr. Stefan W. Hell, Biophysik, Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Göttingen
Prof. Dr. Klaus Kern, Physikalische Chemie von Festkörpern, Max-Planck-Institut für Festkörper-forschung, Stuttgart
Prof. Dr. Wolfgang Lück, Algebraische Topologie, Universität Münster
Prof. Dr. Jochen Mannhart, Experimentelle Festkörperphysik, Universität Augsburg

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Im Focus: Hochgeladenes Ion bahnt den Weg zu neuer Physik

In einer experimentell-theoretischen Gemeinschaftsarbeit hat am Heidelberger MPI für Kernphysik ein internationales Physiker-Team erstmals eine Orbitalkreuzung im hochgeladenen Ion Pr9+ nachgewiesen. Mittels einer Elektronenstrahl-Ionenfalle haben sie optische Spektren aufgenommen und anhand von Atomstrukturrechnungen analysiert. Ein hierfür erwarteter Übergang von nHz-Breite wurde identifiziert und seine Energie mit hoher Präzision bestimmt. Die Theorie sagt für diese „Uhrenlinie“ eine sehr große Empfindlichkeit auf neue Physik und zugleich eine extrem geringe Anfälligkeit gegenüber externen Störungen voraus, was sie zu einem einzigartigen Kandidaten zukünftiger Präzisionsstudien macht.

Laserspektroskopie neutraler Atome und einfach geladener Ionen hat während der vergangenen Jahrzehnte Dank einer Serie technologischer Fortschritte eine...

Im Focus: Highly charged ion paves the way towards new physics

In a joint experimental and theoretical work performed at the Heidelberg Max Planck Institute for Nuclear Physics, an international team of physicists detected for the first time an orbital crossing in the highly charged ion Pr⁹⁺. Optical spectra were recorded employing an electron beam ion trap and analysed with the aid of atomic structure calculations. A proposed nHz-wide transition has been identified and its energy was determined with high precision. Theory predicts a very high sensitivity to new physics and extremely low susceptibility to external perturbations for this “clock line” making it a unique candidate for proposed precision studies.

Laser spectroscopy of neutral atoms and singly charged ions has reached astonishing precision by merit of a chain of technological advances during the past...

Im Focus: Ultrafast stimulated emission microscopy of single nanocrystals in Science

The ability to investigate the dynamics of single particle at the nano-scale and femtosecond level remained an unfathomed dream for years. It was not until the dawn of the 21st century that nanotechnology and femtoscience gradually merged together and the first ultrafast microscopy of individual quantum dots (QDs) and molecules was accomplished.

Ultrafast microscopy studies entirely rely on detecting nanoparticles or single molecules with luminescence techniques, which require efficient emitters to...

Im Focus: Wie Graphen-Nanostrukturen magnetisch werden

Graphen, eine zweidimensionale Struktur aus Kohlenstoff, ist ein Material mit hervorragenden mechanischen, elektronischen und optischen Eigenschaften. Doch für magnetische Anwendungen schien es bislang nicht nutzbar. Forschern der Empa ist es gemeinsam mit internationalen Partnern nun gelungen, ein in den 1970er Jahren vorhergesagtes Molekül zu synthetisieren, welches beweist, dass Graphen-Nanostrukturen in ganz bestimmten Formen magnetische Eigenschaften aufweisen, die künftige spintronische Anwendungen erlauben könnten. Die Ergebnisse sind eben im renommierten Fachmagazin Nature Nanotechnology erschienen.

Graphen-Nanostrukturen (auch Nanographene genannt) können, je nach Form und Ausrichtung der Ränder, ganz unterschiedliche Eigenschaften besitzen - zum Beispiel...

Im Focus: How to induce magnetism in graphene

Graphene, a two-dimensional structure made of carbon, is a material with excellent mechanical, electronic and optical properties. However, it did not seem suitable for magnetic applications. Together with international partners, Empa researchers have now succeeded in synthesizing a unique nanographene predicted in the 1970s, which conclusively demonstrates that carbon in very specific forms has magnetic properties that could permit future spintronic applications. The results have just been published in the renowned journal Nature Nanotechnology.

Depending on the shape and orientation of their edges, graphene nanostructures (also known as nanographenes) can have very different properties – for example,...

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