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Joachim Siebeneicher-Forschungspreis verliehen: 50.000 Euro für erfolgreiche Tumorforschung

11.02.2008
Medizinische Fakultät Heidelberg zeichnete Dr. Robert Grosse aus

Zum zweiten Mal hat die Medizinische Fakultät Heidelberg den mit 50.000 Euro dotierten Forschungspreis der Joachim Siebeneicher-Stiftung vergeben.

Ausgezeichnet wurde Dr. med. Robert Grosse vom Pharmakologischen Institut der Universität Heidelberg in Anerkennung seiner hervorragenden Arbeiten auf dem Gebiet der Tumorbiologie, die in international renommierten Journalen veröffentlicht sind.

Die Joachim Siebeneicher-Stiftung wurde von Dr. Joachim Siebeneicher und Ehefrau Charlotte Siebeneicher 1974 gegründet. Sie fördert unter anderem Projekte in der biomedizinischen Forschung, im öffentlichen Gesundheitswesen, der Jugend- und Altenhilfe.

Die Preisvergabe fand am 9. Februar 2008 im Rahmen der Promotionsfeier in der Aula der Universität statt.

Wie bilden Tumorzellen Metastasen und dringen in Gewebe ein?

Dr. Robert Grosse ist Leiter einer selbständigen Arbeitsgruppe im Rahmen des Emmy Noether-Programms der Deutschen Forschungsgemeinschaft - ein Programm, das herausragende Nachwuchswissenschaftler aus dem Ausland zurück gewinnt und an einer deutschen Universität ihrer Wahl fördert.

Im Fokus des 38-Jährigen stehen die molekularen Mechanismen, die den Aufbau des so genannten Zellskeletts regulieren. Mit Hilfe der flexiblen Skelettstrukturen können Krebszellen in Körpergewebe eindringen und Metastasen bilden.

Besonders bei aggressiven, metastasierenden Tumoren wie Melanomen (schwarzer Hautkrebs) sind die Behandlungsmöglichkeiten immer noch begrenzt. "Viele Schlüsselproteine, wie die so genannten Formine, sind an den komplexen Signalwegen innerhalb der Zelle beteiligt, die dazu führen, dass das Zellskelett auf- und abgebaut wird", erklärt der Preisträger. "Diese Proteine sind also ideale Angriffsziele für neue Medikamente. Wir müssen jedoch zuerst genau verstehen, wie die einzelnen Proteine das Zellskelett und damit die Beweglichkeit der Krebszellen steuern." Die Wanderung und Metastasierung der Tumorzellen mit Medikamenten erfolgreich zu behandeln, sei eine der großen Herausforderungen der nächsten Jahre, so Dr. Grosse.

Preis der Dr. Feldbausch-Stiftung

Bei der Promotionsfeier wurde außerdem der Preis der Dr. Feldbausch-Stiftung in Höhe von 5.000 Euro an Dr. sc. hum. Michelle Giehl, Universitätsklinikum Mannheim, verliehen. Die Dr. Feldbausch Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Landau (Pfalz). Ihr Zweck ist vor allem die Auszeichnung von Einzelpersonen für überdurchschnittliche Leistungen auf den Gebieten Forschung, Kunst und Kultur.

Kontakt:
Dr. Robert Grosse
Tel.: 06221 / 54 8619
E-Mail: robert.grosse@pharma.uni-heidelberg.de
Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de

Dr. Annette Tuffs | idw
Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse

Weitere Berichte zu: Metastase Protein Tumorzelle Zellskelett

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