Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Crafoord Preis 2008 für Rashid Sunyaev

18.01.2008
Der Max-Planck-Wissenschaftler bekommt den Preis für seine Forschung zu Schwarzen Löchern und Neutronensternen

Den diesjährigen Crafoord Preis für Astronomie erhält Rashid Sunyaev, Direktor am Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching. Mit diesem Preis zeichnet die Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften jährlich internationale Grundlagenforschung in verschiedenen Disziplinen aus, unter anderem in der Astronomie. Sunyaev erhält die Hälfte der Gesamtdotierung von 500.000 Dollar (342.000 Euro).

Der Crafoord Preis 2008 würdigt mathematische Entdeckungen, die für grundlegende Naturgesetze von Bedeutung sind, und neue Erkenntnisse im Bereich der Astrophysik. Wie die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm bekanntgab, geht der Preis dieses Jahr an Rashid Sunyaev vom Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching. Er wird für seine Beiträge zur Hochenergie-Astrophysik und Kosmologie geehrt, insbesondere für seine Forschung zu Schwarzen Löchern und Neutronensternen, die im Zusammenhang mit der kosmischen Hintergrundstrahlung stehen.

Der Astrophysiker forscht auch am "Space Research Institute" (IKI) der Russischen Akademie der Wissenschaften in Moskau. Er teilt sich den Preis mit den beiden Mathematikern Maxim Kontsevich vom Institut des "Hautes Études Scientifiques" (IHÉS) im französischen Bures-sur-Yvette und Edward Witten vom "Institute for Advanced Study" in Princeton (USA).

... mehr zu:
»Astrophysik

"Der Preisträger im Fach Astronomie, Rashid Sunyaev, hat extremste Prozesse im Universum untersucht und theoretische Modelle zum Ursprung der Struktur der kosmischen Hintergrundstrahlung und zu Schwarzen Löchern entwickelt", begründete die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften ihre Entscheidung. "Seine Beschreibung, wie Materie, die von einem Schwarzen Loch angezogen wird, eine dünne, sich schnell drehende Scheibe bildet, ist grundlegend für unser Verständnis der Schwarzen Löcher als mächtigste Strahlungsquelle im Universum".

Darüber hinaus hat Sunyaevs Forschung über kosmische Hintergrundstrahlung Untersuchungen angestoßen, die "maßgebliche Einblicke in die Entstehung und Struktur des Universums eröffnet haben". Diese Strahlung stammt aus einer Epoche, in der das Universum erst wenige 100.000 Jahre alt war, und liefert so Informationen, was während des Urknalls geschah.

Professor Rashid Sunyaev ist Direktor am Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching. Er arbeitet auf den Gebieten der Kosmologie und der Hochenergie-Astrophysik. Schwerpunkte seiner Studien sind die kosmologische Rekombination von Wasserstoff und Helium, die Physik von Gasströmungen auf relativistischen kompakten Objekten sowie gegenwärtige und zukünftige Röntgen- und Gammastrahlen-Weltraummissionen.

Dr. Bernd Wirsing | Max-Planck-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.mpg.de

Weitere Berichte zu: Astrophysik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Schönheit der organischen Form in 3D
12.07.2018 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

nachricht Infektionen und Krebs: Welche Rolle spielen spezielle weiße Blutkörperchen?
06.07.2018 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Automatisiertes Befüllen von Regalen im Einzelhandel

19.07.2018 | Verkehr Logistik

Mobilfunkstrahlung kann die Gedächtnisleistung bei Jugendlichen beeinträchtigen

19.07.2018 | Studien Analysen

Mit dem Nano-U-Boot gezielt gegen Kopfschmerzen und Tumore

19.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics