Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Stifterverband zeichnet vier Hochschulen für ihre herausragenden Qualitätsmanagement-Konzepte aus

15.01.2008
Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und die Heinz Nixdorf Stiftung haben die TU Braunschweig, die Hochschule Fulda, die Universität Mainz und die Fachhochschule Münster als Pilothochschulen für das Programm "Qualitätsmanagement an Hochschulen" ausgewählt.

Der vom Stifterverband eingesetzte Expertenbeirat bescheinigte diesen Hochschulen, die besten Konzepte für den Auf- und Ausbau eines Qualitätsmanagements an ihrer Hochschule vorgelegt zu haben. Die vier Hochschulen, die sich unter 68 teilnehmenden Hochschulen durchgesetzt haben, werden bis 2010 mit jeweils 300.000 Euro gefördert.

Das Programm unterstützt die Hochschulen beim Aufbau eines integrierten Qualitätsmanagements. Ziel ist es, die Qualitätssicherung und -entwicklung in den Hochschulen fest zu verankern. Nach Auffassung des Beirates müssen die Standards für Qualität in den Hochschulen definiert und gelebt und dürfen nicht von außen bestimmt werden.

"Die große Resonanz auf unser Programm zeigt, wie ernst Hochschulen mittlerweile ein leistungsfähiges Qualitätsmanagement nehmen", sagte Volker Meyer-Guckel, stellvertretender Generalsekretär des Stifterverbands. Viele der teilnehmenden Hochschulen hätten durch realistische und ambitionierte Konzepte überzeugt. "Alle vier Siegerhochschulen werden mit schlüssigen Konzepten eine bessere Steuerung der Hochschule erreichen und die bestehenden QM-Ansätze in ein einheitliches System integrieren", begründet Dorothee Dzwonnek, Generalsekretärin der Deutschen Forschungsgemeinschaft und Vorsitzende des Beirats, die Auswahl der Hochschulen.

... mehr zu:
»Qualitätsmanagement

Die Siegerhochschulen im Urteil des Beirats:

Die Technische Universität Braunschweig steht beim Qualitätsmanagement noch am Anfang. Sie hat sich jedoch in beeindruckender Weise auf den Weg gemacht und konnte in kurzer Zeit schon Erfolge vorweisen. Durch ein sehr pragmatisches und effizientes Konzept, das auf einer realistischen Status-Beschreibung basiert, überzeugte sie den Beirat.

Die Hochschule Fulda kann bereits auf Vorarbeiten zurückgreifen, die jetzt zu einem vorbildhaften, strategischen Qualitätsmanagement ausgebaut werden sollen. Der Beirat hob als besonders positiv hervor, dass die Hochschule durch das Qualitätsmanagement ihre Geschäftsprozesse vereinfachen, Ressourcen einsparen und ihr organisatorisches Wissen vertiefen kann.

Die Universität Mainz kann auf ein erfolgreiches Qualitätssicherungssystem aufbauen. Besonders interessant ist nach Einschätzung des Beirats das Vorhaben der Hochschule, in den nächsten Jahren Evaluation und Steuerung stärker zu verbinden. Dabei werden auch Forschungsfragen zu den kausalen Zusammenhängen beim Management von Qualität berücksichtigt.

Die Fachhochschule Münster zeichnet sich durch eine ausgeprägte Qualitätskultur aus. Der Antrag "Qualität bewegt" beinhaltet schon im Titel das Ziel, die Hochschule mit Qualitätsmanagement strategieorientiert zu steuern. Die in einzelnen Fachbereichen bereits erprobten Qualitätsinstrumente sollen auf die ganze Hochschule übertragen werden. Das Projekt wird vom Beirat als besonders modellhaft angesehen.

Die Mitglieder des Beirats:

Dzwonnek, Dorothee, Generalsekretärin, Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Bonn (Beiratsvorsitz)

Daniel, Prof. Dr. Hans-Dieter, Leiter der Evaluationsstelle, Universität Zürich

Frieden, Dr. Helmut, Corporate Vice President, Symrise AG, Holzminden

Findlay, Dr. Peter, Assistant Director, Quality Assurance Agency for Higher Education, United Kingdom

Hopbach, Dr. Achim, Geschäftsführer, Akkreditierungsrat, Bonn

Hornbostel, Prof. Dr. Stefan, Leiter, Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung (iFQ), Bonn

Michaelis, Prof. Dr. Jörg, ehemaliger Präsident, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Nickel, Dr. Sigrun, Projektleiterin, CHE Consult GmbH, Gütersloh

Schlereth, Dieter, Geschäftsführer Personal, Deloitte & Touche GmbH, Düsseldorf

Schnauber, Prof. Dr.-Ing. Herbert, stellv. Präsident, Deutsche Gesellschaft für Qualität, Hilchenbach

Wacker, Prof. Dr. Elisabeth, Professorin für Rehabilitationssoziologie, Universität Dortmund, Leiterin AG "Qualitätsmanagement" (Programm "Die deregulierte Hochschule")

Ansprechpartner:
Dr. Mathias Winde, Programmleiter Hochschulen
Telefon: (030) 322 982 - 501
E-Mail: mathias.winde@stifterverband.de

Michael Sonnabend | idw
Weitere Informationen:
http://www.stifterverband.de

Weitere Berichte zu: Qualitätsmanagement

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Acht Millionen Euro für die Forschung: Smarte Implantate sollen Knochen besser heilen
10.12.2019 | Universität des Saarlandes

nachricht German Design Award 2020 für Sensorschleuse Argus von dormakaba
09.12.2019 | dormakaba Deutschland GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochgeladenes Ion bahnt den Weg zu neuer Physik

In einer experimentell-theoretischen Gemeinschaftsarbeit hat am Heidelberger MPI für Kernphysik ein internationales Physiker-Team erstmals eine Orbitalkreuzung im hochgeladenen Ion Pr9+ nachgewiesen. Mittels einer Elektronenstrahl-Ionenfalle haben sie optische Spektren aufgenommen und anhand von Atomstrukturrechnungen analysiert. Ein hierfür erwarteter Übergang von nHz-Breite wurde identifiziert und seine Energie mit hoher Präzision bestimmt. Die Theorie sagt für diese „Uhrenlinie“ eine sehr große Empfindlichkeit auf neue Physik und zugleich eine extrem geringe Anfälligkeit gegenüber externen Störungen voraus, was sie zu einem einzigartigen Kandidaten zukünftiger Präzisionsstudien macht.

Laserspektroskopie neutraler Atome und einfach geladener Ionen hat während der vergangenen Jahrzehnte Dank einer Serie technologischer Fortschritte eine...

Im Focus: Highly charged ion paves the way towards new physics

In a joint experimental and theoretical work performed at the Heidelberg Max Planck Institute for Nuclear Physics, an international team of physicists detected for the first time an orbital crossing in the highly charged ion Pr⁹⁺. Optical spectra were recorded employing an electron beam ion trap and analysed with the aid of atomic structure calculations. A proposed nHz-wide transition has been identified and its energy was determined with high precision. Theory predicts a very high sensitivity to new physics and extremely low susceptibility to external perturbations for this “clock line” making it a unique candidate for proposed precision studies.

Laser spectroscopy of neutral atoms and singly charged ions has reached astonishing precision by merit of a chain of technological advances during the past...

Im Focus: Ultrafast stimulated emission microscopy of single nanocrystals in Science

The ability to investigate the dynamics of single particle at the nano-scale and femtosecond level remained an unfathomed dream for years. It was not until the dawn of the 21st century that nanotechnology and femtoscience gradually merged together and the first ultrafast microscopy of individual quantum dots (QDs) and molecules was accomplished.

Ultrafast microscopy studies entirely rely on detecting nanoparticles or single molecules with luminescence techniques, which require efficient emitters to...

Im Focus: Wie Graphen-Nanostrukturen magnetisch werden

Graphen, eine zweidimensionale Struktur aus Kohlenstoff, ist ein Material mit hervorragenden mechanischen, elektronischen und optischen Eigenschaften. Doch für magnetische Anwendungen schien es bislang nicht nutzbar. Forschern der Empa ist es gemeinsam mit internationalen Partnern nun gelungen, ein in den 1970er Jahren vorhergesagtes Molekül zu synthetisieren, welches beweist, dass Graphen-Nanostrukturen in ganz bestimmten Formen magnetische Eigenschaften aufweisen, die künftige spintronische Anwendungen erlauben könnten. Die Ergebnisse sind eben im renommierten Fachmagazin Nature Nanotechnology erschienen.

Graphen-Nanostrukturen (auch Nanographene genannt) können, je nach Form und Ausrichtung der Ränder, ganz unterschiedliche Eigenschaften besitzen - zum Beispiel...

Im Focus: How to induce magnetism in graphene

Graphene, a two-dimensional structure made of carbon, is a material with excellent mechanical, electronic and optical properties. However, it did not seem suitable for magnetic applications. Together with international partners, Empa researchers have now succeeded in synthesizing a unique nanographene predicted in the 1970s, which conclusively demonstrates that carbon in very specific forms has magnetic properties that could permit future spintronic applications. The results have just been published in the renowned journal Nature Nanotechnology.

Depending on the shape and orientation of their edges, graphene nanostructures (also known as nanographenes) can have very different properties – for example,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Analyse internationaler Finanzmärkte

10.12.2019 | Veranstaltungen

QURATOR 2020 – weltweit erste Konferenz für Kuratierungstechnologien

04.12.2019 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Arbeit

03.12.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Humane Papillomviren programmieren ihre Wirtszellen um und begünstigen so die Hautkrebsentstehung

12.12.2019 | Medizin Gesundheit

Urbane Gärten: Wie Agrarschädlinge von Städten profitieren

12.12.2019 | Biowissenschaften Chemie

Die „Luft“ im Ozean wird dünner - Sauerstoffgehalte im Meerwasser gehen weiter zurück

12.12.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics