Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Rittal gewinnt ersten Preis für Energie-Effizienzmaßnahmen

19.12.2007
Aktiver Umweltschutz zahlt sich aus

In Bali tagt die Weltklimakonferenz, in Hessen wurde im Rahmen der Umweltallianz Hessen erstmals der Klimaschutzpreis vergeben. Rittal erhielt vom Hessischen Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz den mit 5.000 Euro dotierten ersten Preis für Energieeffizienz-Maßnahmen im Unternehmen wie Wärmerückgewinnung bei Druckluft, für katalytische Abgasreinigung und für die Nutzung eines Pflanzenölblockheizkraftwerkes.

„Hessische Unternehmen zeigen in diesem Wettbewerb auf vorbildliche Art und Weise auf, wie durch intelligente und innovative Lösungen Klimaschutz praktiziert wird“, erklärte der Hessische Umweltminister Wilhelm Dietzel anlässlich der Preisverleihung des landesweiten Klimaschutzwettbewerbes „Industrie, Gewerbe und Handwerk“ während des 11. Hessischen Klimaschutzforums in Kassel.

Rittal erhielt den ersten, mit 5.000 Euro dotierten Preis für die zahlreichen Energieeffizienz-Maßnahmen im Unternehmen. Hier ist der Umweltschutz schon seit vielen Jahren in den Unternehmensgrundsätzen verankert und wird aktiv gelebt. „Rittal ergriff bis heute Hunderte von kleinen Maßnahmen, um Energie einzusparen. In unseren deutschen Werken haben wir bereits einen sehr guten Stand, den wir auch für unsere internationalen Produktionsstandorte anstreben“, berichtet Michael Weiher, Geschäftsführer Technik bei Rittal, anlässlich der Preisverleihung am 27. November in Kassel.

Rittal bekam den Preis für Energieeffizienz-Maßnahmen im Unternehmen für eine Kombination von technischen Ideen und deren Umsetzung. Hauptziel war dabei die wirtschaftliche Reduzierung des Verbrauches von Primärenergie auf Basis Erdgas und eine überdurchschnittliche Reduzierung der CO2-Emission bei der Produktion von Schaltschränken.

Hierbei wurde ein mit hohem Wirkungsgrad und hohen Nutzungszeiten ausgestattete Wärmerückgewinnung aus der Presslufterzeugung auf Warmwasserbasis mit Einspeisung ins Heizungsnetz installiert.

Als zweite Wärmequelle wurde ein mit Pflanzenöl betriebenes Blockheizkraftwerk installiert, welches CO2-neutral Strom ins öffentliche Netz und Wärme in der gleichen Größenordnung ins technische Wärmenetz einspeist. Der Verbrauch an Erdgas konnte dadurch um ca.15% reduziert werden. In gleichem Zeitraum wurden zwei vorhandene thermische Abluftreinigungsanlagen durch eine neue energieeffiziente katalytische Abgasreinigungsanlage mit minimiertem Energieverbrauch ersetzt.

Kombiniert mit weiteren auf das Gesamtprojekt bezogenen Steuerungs- und Verbindungsmaßnahmen, konnte die gewünschte Energieeinsparung und CO2 –Reduzierung erzielt werden. Dieser Ansatz wurde vom Hessischen Umweltministerium als vollständiges Maßnahmenpaket gewürdigt, das sich durch gute Übertragbarkeit auch für andere Unternehmen auszeichne. Michael Weiher ergänzt: „Wir geben unser Wissen gerne an andere Firmen weiter, dies betrifft auch Technologien, wie beim Brennstoffzellenforum der Umweltallianz Hessen. Uns ist wichtig zu zeigen, dass wir in den Produkten und der Produktion innovativ sind.“

Unter dem Dach der Umweltallianz Hessen hat das Hessische Umweltministerium im Rahmen des Hessischen Klimapaktes im Februar 2007 zum ersten Mal einen Klimaschutzwettbewerb für Unternehmen ausgelobt. Bewerben konnten sich alle Betriebe mit Sitz oder Niederlassung in Hessen mit Anlagen, die nicht dem Emissionshandel unterliegen. Insgesamt waren 14.000 Euro Preisgeld zu vergeben.

Dass Klimaschutz für das Herborner Unternehmen kein Fremdwort ist, zeigen auch die aktuellen Bemühungen in der System-Klimatisierung. Das „Efficiency-Label“ kennzeichnet jetzt Rittal Schaltschrank-Kühlgeräte, die nachweislich den Vorgaben nach EN ISO 14021 entsprechen. Diese umweltbezogene Anbietererklärung wurde in Zusammenarbeit mit Fraunhofer-IPA entwickelt und durch den TÜV Nord geprüft. Kunden können somit auf einen Blick erkennen, welchen ökologischen Nutzen Rittal Kühlgeräte haben und sich somit auf die Gesamt-Effizienz der Rittal-Lösungen verlassen.

„Ich wünsche den Preisträgern weiterhin ein erfolgreiches Wirtschaften, auch mit Blick darauf, dass sich ihre Klimaschutzaktivitäten in Zukunft in barer Münze auszahlen“, so der Umweltminister abschließend.

Hans-Robert Koch | Rittal GmbH & Co. KG
Weitere Informationen:
http://www.rittal.de/informationen/presse/aktuell.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Schönheit der organischen Form in 3D
12.07.2018 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

nachricht Infektionen und Krebs: Welche Rolle spielen spezielle weiße Blutkörperchen?
06.07.2018 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vernetzte Beleuchtung: Weg mit dem blinden Fleck

18.07.2018 | Energie und Elektrotechnik

BIAS erhält Bremens größten 3D-Drucker für metallische Luffahrtkomponenten

18.07.2018 | Verfahrenstechnologie

Verminderte Hirnleistung bei schwachem Herz

18.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics