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Diabetes und Herzinfarkt

13.12.2007
Forschungspreis für Würzburger Kardiologen

Patienten mit Diabetes haben ein höheres Risiko, Herzinfarkte oder Schlaganfälle zu erleiden. Eine mögliche Ursache dafür konnten Mediziner von der Universität Würzburg benennen: Sie fanden heraus, dass bei Diabetikern Anzahl und Funktion der so genannten endothelialen Vorläuferzellen vermindert sind. Diese Zellen spielen bei Reparaturvorgängen in den Blutgefäßen eine wichtige Rolle. Darum kann der Befund der Wissenschaftler die verstärkte Arteriosklerose und das vermehrte Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Diabetikern erklären.

Privatdozent Johann Bauersachs und seine Arbeitsgruppe haben zudem auch die Mechanismen geklärt, die bei Diabetes für die verminderte Zahl und Funktion der Vorläuferzellen verantwortlich sind. Das könnte eine Basis für zukünftige therapeutische Ansätze bieten. Ihre Erkenntnisse haben die Kardiologen im März 2007 in der angesehenen Zeitschrift Diabetes der Amerikanischen Diabetes Association veröffentlicht.

Für diese Leistung erhielt Bauersachs am 8. Dezember in Berlin von der Stiftung "Der herzkranke Diabetiker" deren Förderpreis 2007. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung bekommt er gemeinsam mit Thomas Thum und weiteren Arbeitsgruppenmitgliedern verliehen. Überreicht wurde ihm der Preis auf der VII. Jahrestagung "Der herzkranke Diabetiker".

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Johann Bauersachs ist Oberarzt der Kardiologie an der Medizinischen Klinik und Poliklinik I der Universität Würzburg. Außerdem ist er wissenschaftlicher Sekretär des Würzburger Sonderforschungsbereichs 688 (Mechanismen und Bildgebung von Zell-Zell-Wechselwirkungen im kardiovaskulären System).

"Endothelial Nitric Oxide Synthase Uncoupling Impairs Endothelial Progenitor Cell Mobilization and Function in Diabetes", Thomas Thum, Daniela Fraccarollo, Maximilian Schultheiss, Sabrina Froese, Paolo Galuppo, Julian D. Widder, Dimitrios Tsikas, Georg Ertl, and Johann Bauersachs. Diabetes Vol. 56, März 2007, Seiten 666-674.

Hinweis für Redaktionen: Die preisgekrönte Publikation können Sie als pdf-Datei bei der Pressestelle der Uni Würzburg erhalten, presse@zv.uni-wuerzburg.de

Kontakt: PD Dr. Johann Bauersachs, T (0931) 201-36327, bauersachs_j@medizin.uni-wuerzburg.de

Robert Emmerich | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-wuerzburg.de

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