Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

100.000 Euro für Optik-Forscher

13.12.2007
Die Erlangen Graduate School in Advanced Optical Technologies (SAOT) der Universität Erlangen-Nürnberg verleiht am 7. Januar 2008 erstmals den mit 100.000 Euro dotierten Young Researcher Award in Advanced Optical Technologies, einen Forschungspreis für Nachwuchswissenschaftler.

Preisträger ist der österreichische Wissenschaftler Dr. Clemens F. Kaminski von der Universität Cambridge. Der Rektor der Universität Erlangen-Nürnberg, Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske, übergibt den Preis bei einer Feierstunde um 16.00 Uhr, in der Aula des Erlanger Schlosses.

Die Laudatio hält der Sprecher der SAOT und Inhaber des Lehrstuhls für Technische Thermodynamik an der Universität Erlangen-Nürnberg, Prof. Dr. Alfred Leipertz. Als Festrednerin spricht Prof. Dr. Ursula Keller von der ETH Zürich über "Generation and Application of Ultrashort Laser Pulses".

Mit dem SAOT-Forschungspreis ehrt die Erlanger Graduiertenschule den 37-jährigen Forscher für seine zahlreichen exzellenten Beiträge im Bereich der optischen Technologien. Zu den herausragenden Leistungen Kaminskis gehören unter anderem die Entwicklung und Erforschung von Plasmen zur Diamantenabscheidung, turbulenten Verbrennungssystemen, Zündprozessen und seit kurzem auch von medizinischen und biologischen Systemen. Verbunden mit dem Preis ist eine Gastprofessur an der Universität Erlangen-Nürnberg, in deren Rahmen der Preisträger die Gelegenheit erhält, an der Erlangen Graduate School in Advanced Optical Technologies zu forschen und zu lehren. "Ein wesentlicher Aspekt der Arbeit und Ausbildung an der Erlanger Graduiertenschule ist der internationale Austausch. Deshalb laden wir weltweit auf ihrem Gebiet führende Wissenschaftler nach Erlangen ein, um - zum Beispiel im Rahmen von Preisen - als Gastprofessoren oder Tutoren ihr Wissen an die SAOT-Mitglieder weiterzugeben oder in Kooperation mit den SAOT-Wissenschaftlern zu erweitern", sagt SAOT-Sprecher Prof. Dr. Alfred Leipertz.

... mehr zu:
»Graduiertenschule

Der Young Researcher Award in Advanced Optical Technologies soll künftig jährlich für herausragende Leistungen in den Bereichen der Optik, Photonik und Optischen Technologien an junge Forscher unter 40 Jahren vergeben werden. Eine Jury aus Vertretern der SAOT, die von internationalen Experten beraten wird, entscheidet über die Vergabe des Preises.

Der Preisträger
Clemens Kaminski, geboren am 25. April 1970 in Hamburg ist Dozent für Optische Messtechnik an der Universität Cambridge und leitet dort eine Forschungsgruppe für Laseranalytik. Er studierte Physik und Elektronik an der Universität Reading (Großbritannien) und promovierte 1995 in Physik an der Universität Oxford. Im Anschluss forschte er in Schweden - zunächst als Stipendiat des Marie Curie-Programms, später als Associate Professor am Lund Institute of Technology in Schweden. 2001 wechselte er an die Universität Cambridge. Für seine Forschungsbeiträge auf dem Gebiet der Optischen Technologien wurde er 2005 mit dem Cyril Hinshelwood-Preis und mit dem Gaydon Award sowie 2006 mit dem Philip Leverhulme Forschungspreis ausgezeichnet.
Die Erlangen Graduate School in Advanced Optical Technologies
In der Graduiertenschule, die im November 2006 im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder zur Förderung von Wissenschaft und Forschung an deutschen Universitäten eingerichtet wurde, arbeiten Nachwuchswissenschaftler an den Schnittstellen von Physik, Medizin und Ingenieurwissenschaften eng zusammen und lernen so, das ungeheure Potential der neuen optischen Technologien voll auszuschöpfen. Die sieben Schwerpunktbereiche der Erlangen Graduate School in Advanced Optical Technologies bilden nahezu das gesamte Spektrum der aktuellen Optik-Forschung ab: Grundlagen der Optik, Optische Messtechnik, Optik in der Materialbearbeitung, Optik in der Medizin, Optik in der Kommunikations- und Informationstechnik, Optische Materialien und Systeme sowie Computer-Optik. Zurzeit nehmen bereits mehr als 40 Doktoranden am Promotionsprogramm der Graduiertenschule teil. Daneben bietet die Universität mit den gleichen beteiligten Wissenschaftlern zur Vorbereitung auf die Graduiertenschule seit dem Wintersemester 2007/08 im Rahmen des Elite-Netzwerkes Bayern das Elite-Masterprogramm "Advanced Optical Technologies" (MAOT) für besonders leistungsstarke Absolventen mit einem natur- bzw. ingenieurwissenschaftlichen (Bachelor-)Abschluss an.

Informationen zur Graduiertenschule gibt es im Internet unter http://www.aot.uni-erlangen.de

Weitere Informationen für die Medien:

Prof. Dr. Alfred Leipertz
Tel.: 09131/85-29900
sek@ltt.uni-erlangen.de

Ute Missel | idw
Weitere Informationen:
http://www.aot.uni-erlangen.de

Weitere Berichte zu: Graduiertenschule

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Schönheit der organischen Form in 3D
12.07.2018 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

nachricht Infektionen und Krebs: Welche Rolle spielen spezielle weiße Blutkörperchen?
06.07.2018 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Im Focus: Magnetische Wirbel: Erstmals zwei magnetische Skyrmionenphasen in einem Material entdeckt

Erstmals entdeckte ein Forscherteam in einem Material zwei unabhängige Phasen mit magnetischen Wirbeln, sogenannten Skyrmionen. Die Physiker der Technischen Universitäten München und Dresden sowie von der Universität zu Köln können damit die Eigenschaften dieser für Grundlagenforschung und Anwendungen gleichermaßen interessanten Magnetstrukturen noch eingehender erforschen.

Strudel kennt jeder aus der Badewanne: Wenn das Wasser abgelassen wird, bilden sie sich kreisförmig um den Abfluss. Solche Wirbel sind im Allgemeinen sehr...

Im Focus: Neue Steuerung der Zellteilung entdeckt

Wenn eine Zelle sich teilt, werden sämtliche ihrer Bestandteile gleichmässig auf die Tochterzellen verteilt. UZH-Forschende haben nun ein Enzym identifiziert, das sicherstellt, dass auch Zellbestandteile ohne Membran korrekt aufgeteilt werden. Ihre Entdeckung eröffnet neue Möglichkeiten für die Behandlung von Krebs, neurodegenerative Krankheiten, Alterungsprozessen und Virusinfektionen.

Man kennt es aus der Küche: Werden Aceto balsamico und Olivenöl miteinander vermischt, trennen sich die beiden Flüssigkeiten. Runde Essigtropfen formen sich,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

Materialien für eine Nachhaltige Wasserwirtschaft – MachWas-Konferenz in Frankfurt am Main

11.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vertikales Begrünungssystem Biolit Vertical Green<sup>®</sup> auf Landesgartenschau Würzburg

16.07.2018 | Architektur Bauwesen

Feinstaub macht Bäume anfälliger gegen Trockenheit

16.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Krebszellen Winterschlaf halten

16.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics