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Baker & McKenzie-Preis 2012 geht an zwei Frankfurter Rechtswissenschaftler

26.04.2013
Zwei herausragende Dissertationen aus dem Bereich des Wirtschaftsrechts werden heute Nachmittag (Freitag) mit dem diesjährigen Baker & McKenzie-Preis ausgezeichnet. Die beiden Preisträger Matthias Hamdorf und Daniel Klösel nehmen die mit insgesamt 6.000 Euro dotierte Auszeichnung während der Promotionsfeier des Fachbereichs Rechtswissenschaft der Goethe-Universität entgegen.

Matthias Hamdorf erhielt den Preis für seine Dissertation „Die Verteilungsentscheidung. Transparenz und Diskriminierungsfreiheit bei der Zuteilung knapper Güter“, die Prof. Dr. Georg Hermes betreute. „Wie das aktuelle Problem der Verteilung von Journalistenplätzen vor dem Prozess des Oberlandesgerichts München zeigt, hat das Thema erhebliche aktuelle Bedeutung“, so Hermes. Die Aktualität zeige sich außerdem bei Unternehmen in den Netzsektoren Strom, Gas und Eisenbahn, die eine marktbeherrschende oder eine Monopolstellung besitzen.

Denn das allgemeine Wettbewerbsrecht oder das sektorspezifische Regulierungsrecht der Netzwirtschaften verpflichte diese Unternehmen zu Verteilungsverfahren und Verteilungsentscheidungen, die mit denen staatlicher Stellen durchaus vergleichbar seien. Die Laudatio während des Festaktes hält Prof. Dr. Günter Frankenberg.

Daniel Klösel bekommt die Auszeichnung für sein Werk „Compliance-Richtlinien – Zum Funktionswandel des Zivilrechts im Gewährleistungsstaat“. Diese Dissertation betreute Prof. Dr. Gunther Teubner. „Daniel Klösels Arbeit fragt am Beispiel auf transnationaler Geltung angelegter Compliance-Richtlinien in multinationalen Unternehmen, ob und inwieweit sich diese Form privater Selbstregulierung mit dem überkommenen Rechtsbegriff, mit dem internationalen Privatrecht und mit der Privatrechtsordnung schlechthin vereinbaren lässt. Diese Frage verneint er und entwickelt für alle drei Felder eine jeweils grundlegend neue Konzeption“, verdeutlicht Prof. Dr. Manfred Weiss, der stellvertretend für Teubner die Laudatio hält. Die Untersuchung könne prägenden Einfluss haben, wenn über den Funktionswandel des Privatrechts und über den Stellenwert privater Selbstregulierung im Kontext einer öffentlich-privaten Steuerungsarchitektur debattiert werde.
„Die Förderung von ausgezeichneten juristischen Nachwuchskräften ist uns ein besonderes Anliegen“, betonte Dr. Christian Reichel, geschäftsführender Partner von Baker & McKenzie Deutschland und Österreich, und gratulierte den beiden Preisträger Matthias Hamdorf und Daniel Klösel zu ihren hervorragenden Dissertationen. Der Baker & McKenzie-Preis wird seit 1988 jährlich an junge Rechtswissenschaftler der Goethe-Universität verliehen. Baker & McKenzie zählt heute mit mehr als 4.000 Anwälten an 73 Standorten und einem weltweiten Umsatz von über 2,3 Milliarden US-Dollar im vergangenen Geschäftsjahr zu den größten und leistungsstärksten Anwaltskanzleien der Welt.

Informationen: Iris Meinking, Baker & McKenzie Partnerschaftsgesellschaft,
Tel. (069) 299 08 322, iris.meinking@bakermckenzie.com

Ulrike Jaspers | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-frankfurt.de

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