Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Auszeichnung für bessere Brustkrebstherapie

26.01.2010
Claudia von Schilling-Preis geht an Wissenschaftler, dessen Studie die Heilungschancen für junge an Brustkrebs erkrankte Patientinnen erhöht / Verleihung am 27. Januar 2010

Die Claudia von Schilling Foundation for Breast Cancer Research vergibt am 27. Januar 2010 durch die Gesellschaft der Freunde der Medizinischen Hochschule Hannover e.V. den mit 20.000 Euro dotierten Claudia von Schilling-Preis.

Diesjähriger Preisträger ist Professor Dr. Michael F. X. Gnant, Klinische Abteilung für Allgemeinchirurgie der Universitätsklinik für Chirurgie, Wien. Die Verleihung findet im Rahmen eines wissenschaftlichen Symposiums der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), deren Direktor Professor Dr. Peter Hillemanns ist.

Die Stiftung lädt Medienvertreter zur Preisverleihung ein

o am Mittwoch, 27. Januar 2010 um 19.45 Uhr
o in den Festsaal des Alten Rathaus Hannover.
Der Preisträger Professor Dr. Michael F. X. Gnant erhält diese Auszeichnung für Forschungsergebnisse, die helfen, junge Patientinnen mit Brustkrebs im Frühstadium nach einer Brustkrebsoperation vor einem Rückfall zu bewahren. Seine Studie ergab, dass die Therapie mit dem Bisphosphonat Zoledronat, eigentlich ein Mittel zur Behandlung von Osteoporose, die Chancen maßgeblich verbessert, nach dem chirurgischen Eingriff dauerhaft gesund zu bleiben. Die Wissenschaftler veröffentlichten ihre Erkenntnisse in der angesehenen Zeitschrift "The New England Journal of Medicine".

An der Studie nahmen 1.803 Patientinnen teil. Alle Frauen erhielten nach der Tumor-Operation eine dreijährige antihormonelle Behandlung. Bei denjenigen, die zusätzlich Bisphosphonat bekamen, verbesserten sich die Aussichten, das Neuauftreten von Krebs zu verhindern, um 35 Prozent. Zudem konnten die Forscher bei ihnen tendenziell eine Verbesserung des Gesamtüberlebens feststellen. Darüber hinaus war die Gesamtprognose dieser Patientinnen sehr gut - auch ohne eine adjuvante Chemotherapie. "Das Bisphosphonat Zoledronat verhindert den Knochendichteverlust bei Patientinnen, die eine Antihormon-Therapie erhalten. Offenbar über eine indirekte Wirkung auf schlafende Tumorzellen kommt es zudem zu einer Verringerung der Wahrscheinlichkeit eines erneuten Auftretens der Krebserkrankung", sagt Gnant.

Mit dem Claudia von Schilling-Preis zeichnet die Claudia von Schilling Foundation for Breast Cancer Research Germany, deren Sitz in Hannover ist, herausragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Brustkrebsheilkunde und der dazu gehörenden Grundlagenforschung aus. Die Vergabe erfolgt an der MHH, um die besondere Nähe der Stifterin, Claudia von Schilling, zur Stadt Hannover zu zeigen: Sie hat viele Jahre in Hannover gelebt und hier die maßgebliche Behandlung ihrer Brustkrebserkrankung erfahren. Claudia von Schilling verstarb im Oktober 2003. Bereits zu Lebzeiten hatte sie die Stiftung eingerichtet, um den Kampf gegen den Krebs für andere Frauen weiterführen zu lassen.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Maike Holz, Managerin der Claudia von Schilling Foundation for Breast Cancer Research, info@cvs-foundation.org, Telefon: (0511) 544 45 69-0.

Stefan Zorn | idw
Weitere Informationen:
http://www.mh-hannover.de/
http://www.cvs-foundation.org

Weitere Berichte zu: Bisphosphonat Brustkrebs Brustkrebstherapie Cancer Preisträger Zoledronat breast

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Wie ein infizierter Knochen besser heilt
16.10.2019 | Klinikum der Ruhr-Universität Bochum - Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil GmbH

nachricht Sensorschleuse Argus von dormakaba mit ICONIC Award 2019 ausgezeichnet
15.10.2019 | dormakaba Deutschland GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel gelöst: Das Quantenleuchten dünner Schichten

Eine ganz spezielle Art von Licht wird von Wolfram-Diselenid-Schichten ausgesandt. Warum das so ist, war bisher unklar. An der TU Wien wurde nun eine Erklärung gefunden.

Es ist ein merkwürdiges Phänomen, das jahrelang niemand erklären konnte: Wenn man einer dünnen Schicht des Materials Wolfram-Diselenid Energie zuführt, dann...

Im Focus: Wie sich Reibung bei topologischen Isolatoren kontrollieren lässt

Topologische Isolatoren sind neuartige Materialien, die elektrischen Strom an der Oberfläche leiten, sich im Innern aber wie Isolatoren verhalten. Wie sie auf Reibung reagieren, haben Physiker der Universität Basel und der Technischen Universität Istanbul nun erstmals untersucht. Ihr Experiment zeigt, dass die durch Reibung erzeugt Wärme deutlich geringer ausfällt als in herkömmlichen Materialien. Dafür verantwortlich ist ein neuartiger Quantenmechanismus, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift «Nature Materials».

Dank ihren einzigartigen elektrischen Eigenschaften versprechen topologische Isolatoren zahlreiche Neuerungen in der Elektronik- und Computerindustrie, aber...

Im Focus: An ultrafast glimpse of the photochemistry of the atmosphere

Researchers at Ludwig-Maximilians-Universitaet (LMU) in Munich have explored the initial consequences of the interaction of light with molecules on the surface of nanoscopic aerosols.

The nanocosmos is constantly in motion. All natural processes are ultimately determined by the interplay between radiation and matter. Light strikes particles...

Im Focus: Shaping nanoparticles for improved quantum information technology

Particles that are mere nanometers in size are at the forefront of scientific research today. They come in many different shapes: rods, spheres, cubes, vesicles, S-shaped worms and even donut-like rings. What makes them worthy of scientific study is that, being so tiny, they exhibit quantum mechanical properties not possible with larger objects.

Researchers at the Center for Nanoscale Materials (CNM), a U.S. Department of Energy (DOE) Office of Science User Facility located at DOE's Argonne National...

Im Focus: Neuer Werkstoff für den Bootsbau

Um die Entwicklung eines Leichtbaukonzepts für Sportboote und Yachten geht es in einem Forschungsprojekt der Technischen Hochschule Mittelhessen. Prof. Dr. Stephan Marzi vom Gießener Institut für Mechanik und Materialforschung arbeitet dabei mit dem Bootsbauer Krake Catamarane aus dem thüringischen Apolda zusammen. Internationale Kooperationspartner sind Prof. Anders Biel von der schwedischen Universität Karlstad und die Firma Lamera aus Göteborg. Den Projektbeitrag der THM fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand mit 190.000 Euro.

Im modernen Bootsbau verwenden die Hersteller als Grundmaterial vorwiegend Duroplasten wie zum Beispiel glasfaserverstärkten Kunststoff. Das Material ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Digitalisierung trifft Energiewende

15.10.2019 | Veranstaltungen

Bauingenieure im Dialog 2019: Vorträge stellen spannende Projekte aus dem Spezialtiefbau vor

15.10.2019 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2019

14.10.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Rätsel gelöst: Das Quantenleuchten dünner Schichten

15.10.2019 | Physik Astronomie

Immer im richtigen Takt: Ultrakurze Lichtblitze unter optischer Kontrolle

15.10.2019 | Physik Astronomie

„Tanzmuster“ von Skyrmionen vermessen

15.10.2019 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics