Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Adipositas-Gene entlarven – Spitzenförderung für Nachwuchsforscher

31.05.2012
Die Boehringer Ingelheim Stiftung hat den Pharmazeutiker PD Dr. Peter Kovacs vom Interdisziplinären Zentrum für Klinische Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig (IZKF) und sein Forschungsprojekt "Funktionelle Genetik der Fettverteilung" in ihr Perspektiven-Programm "Plus 3" aufgenommen. Damit verbunden ist ein Förderbetrag in Höhe von insgesamt rund 500.000 Euro verteilt auf die nächsten drei Jahre.

Am IZKF leitet Peter Kovacs seit 2007 die Nachwuchsgruppe "Molekulare Mechanismen des Metabolischen Syndroms". Es umschreibt verschiedene, stoffwechselbedingte Symptome, die zur gleichen Zeit auftreten, aber verschiedene Ursachen haben können, wie Bauchfett, Bluthochdruck, veränderte Blutfettwerte und Insulinresistenz.

Die Nachwuchsgruppe sucht nach den genetischen Voraussetzungen dieser komplexen Krankheitsbilder, die noch weitestgehend unbekannt sind. Dem Fettgewebe kommt dabei besondere Aufmerksamkeit zu, weil es eines der Hauptorgane für veränderte Stoffwechselvorgänge und somit am Entstehen des metabolischen Syndroms beteiligt ist. Beleg dafür ist der enge Zusammenhang zwischen Adipositas und Typ 2-Diabetes. Das Projekt schließt Populations- und Assoziationsstudien ein.

Im seinem speziellem Projekt "Funktionelle Genetik der Fettverteilung" untersucht Peter Kovacs die unterschiedlichen Ausprägungen von Fett bei Adipositasbetroffenen. Grob unterschieden wird zwischen dem als gefährlich eingestuften bauchbetonten Fett und dem unter der Haut liegenden. Ziel ist es, Risikovarianten frühzeitig auszumachen, um möglichst vor einer Erkrankung gegensteuernd eingreifen zu können. Die Zukunftsvision des Forschers sind individuelle Gendatenspeicher, auf denen das Risikoprofil eines Menschen gespeichert ist, zuvor einfach gewonnen aus einer DNA-Probe aus der Mundschleimhaut.

Stationen seines wissenschaftlichen Werdegangs waren Bratislava, Greifswald, Leicester und Phoenix bevor Peter Kovacs 2004 nach Leipzig kam. Er lehrt sowohl an der Fakultät für Biowissenschaften/Pharmazie als auch für Medizin, betreut das Wahlfach "DNA-Sequenzierung und Microarrayanalysen in der klinischen Forschung" sowie zahlreiche Promotionsstudenten. Darüber hinaus ist er in einer beachtlichen Anzahl von Fachveröffentlichungen Autor oder Co-Autor und wurde für seine Arbeit bereits mehrfach ausgezeichnet. Zu der "Plus 3"-Förderung sagte der 41-Jährige: "Ich bin hocherfreut, dass die Evaluation meines Projekts so positiv ausgefallen ist und ich die Möglichkeit erhalten habe, meine Forschungen vertiefen zu können."

Mit ihrem Perspektiven-Programm unterstützt die gemeinnützige Boehringer Ingelheim Stiftung herausragende Nachwuchsgruppenleiter auf den Gebieten der Medizin, Biologie und Chemie. Mit der Förderung sollen sie ihr jeweiliges Forschungsprofil schärfen und soll generell die medizinische Grundlagenforschung in Deutschland verbessert werden.

Weitere Informationen:
PD Dr. Peter Kovacs
Medizinische Fakultät, IZKF
Telefon: +341 97 15 892
E-Mail: Peter.Kovacs@medizin.uni-leipzig.de

Susann Huster | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-leipzig.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht 17 Mio. EUR für die künstliche Intelligenz in der Prozessindustrie
19.09.2019 | Technische Universität Dresden

nachricht Innovationspreis für effizientere und langlebigere Wasserstoff-Elektrolysezellen
11.09.2019 | Hahn-Schickard

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: 'Nanochains' could increase battery capacity, cut charging time

How long the battery of your phone or computer lasts depends on how many lithium ions can be stored in the battery's negative electrode material. If the battery runs out of these ions, it can't generate an electrical current to run a device and ultimately fails.

Materials with a higher lithium ion storage capacity are either too heavy or the wrong shape to replace graphite, the electrode material currently used in...

Im Focus: Nervenzellen feuern Hirntumorzellen zum Wachstum an

Heidelberger Wissenschaftler und Ärzte beschreiben aktuell im Fachjournal „Nature“, wie Nervenzellen des Gehirns mit aggressiven Glioblastomen in Verbindung treten und so das Tumorwachstum fördern / Mechanismus der Tumor-Aktivierung liefert Ansatzpunkte für klinische Studien

Nervenzellen geben ihre Signale über Synapsen – feine Zellausläufer mit Kontaktknöpfchen, die der nächsten Nervenzelle aufliegen – untereinander weiter....

Im Focus: Stevens team closes in on 'holy grail' of room temperature quantum computing chips

Photons interact on chip-based system with unprecedented efficiency

To process information, photons must interact. However, these tiny packets of light want nothing to do with each other, each passing by without altering the...

Im Focus: Happy hour für die zeitaufgelöste Kristallographie

Ein Forschungsteam vom Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD), der Universität Hamburg und dem European Molecular Biology Laboratory (EMBL) hat eine neue Methode entwickelt, um Biomoleküle bei der Arbeit zu beobachten. Sie macht es bedeutend einfacher, enzymatische Reaktionen auszulösen, da hierzu ein Cocktail aus kleinen Flüssigkeitsmengen und Proteinkristallen angewandt wird. Ab dem Zeitpunkt des Mischens werden die Proteinstrukturen in definierten Abständen bestimmt. Mit der dadurch entstehenden Zeitraffersequenz können nun die Bewegungen der biologischen Moleküle abgebildet werden.

Die Funktionen von Biomolekülen werden nicht nur durch ihre molekularen Strukturen, sondern auch durch deren Veränderungen bestimmt. Mittels der...

Im Focus: Happy hour for time-resolved crystallography

Researchers from the Department of Atomically Resolved Dynamics of the Max Planck Institute for the Structure and Dynamics of Matter (MPSD) at the Center for Free-Electron Laser Science in Hamburg, the University of Hamburg and the European Molecular Biology Laboratory (EMBL) outstation in the city have developed a new method to watch biomolecules at work. This method dramatically simplifies starting enzymatic reactions by mixing a cocktail of small amounts of liquids with protein crystals. Determination of the protein structures at different times after mixing can be assembled into a time-lapse sequence that shows the molecular foundations of biology.

The functions of biomolecules are determined by their motions and structural changes. Yet it is a formidable challenge to understand these dynamic motions.

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

92. Neurologie-Kongress: Mehr als 6500 Neurologen in Stuttgart erwartet

20.09.2019 | Veranstaltungen

Frische Ideen zur Mobilität von morgen

20.09.2019 | Veranstaltungen

Thermodynamik – Energien der Zukunft

19.09.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Ferroelektrizität verbessert Perowskit-Solarzellen

20.09.2019 | Energie und Elektrotechnik

HD-Mikroskopie in Millisekunden

20.09.2019 | Biowissenschaften Chemie

Kinobilder aus lebenden Zellen: Forscherteam aus Jena und Bielefeld 
verbessert superauflösende Mikroskopie

20.09.2019 | Medizintechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics